Walfleisch zurück beim Absender

Schade um den toten Wal
Schade um den toten Wal

Aus dem Greenpeace-Newsletter:

Das Walfleisch, das über Hamburg nach Japan geliefert werden sollte, ist wieder zurück beim Absender gelandet! Aktivisten von Greenpeace hatten gegen den Transport von sechs Containern mit Finnwalfleisch protestiert. Mit Erfolg: Das Schiff, mit dem das Walfleisch weitertransportiert werden sollte, stornierte den Auftrag. Die Firma „Evergreen Line“ - zuständig für die gesamte Transportlogistik - schickte das Fleisch umgehend auf den Weg zurück zum Absender. Und der größte Transportpartner der isländischen Walfänger zog nach: „Samskip“ verpflichtete sich, zukünftig nie wieder Walfleisch zu befördern.

Unsere Aktivisten haben den Rücktransport viaag in Island an, gestern wurden die Container ausgeladen! Dieses Mal ist es uns gelungen durchzusetzen, was in den USA bereits Standard ist: Dort gibt es eine Regelung, die die Durchfuhr von Fleisch bedrohter Arten durch amerikanische Häfen verbietet. Wir brauchen für Deutschland ebenfalls eine gesetzliche Regelung – und Ihre Mithilfe!

 

Keine Walfleisch-Transporte über deutsche Häfen! Dieser Forderung haben sich viele von Ihnen bereits angeschlossen und eine Protestmail an Peter Altmaier gesandt. Dafür danke ich Ihnen ganz herzlich!

 

Über 18.000 Bürger wandten sich an Umweltminister Altmaier. Oben seine Antwort auf Twitter - nehmen wir ihn beim Wort!

 

Der Umweltminister muss nun ein Gesetz anstoßen, das den Transit von Walfleisch über die deutschen Häfen verbietet. Dies würde Islands Walfängern den Export erschweren und hoffentlich bald die unsinnige Jagd beenden. Denn: Bei der isländischen Bevölkerung selbst ist die Waljagd verpönt – die Walfänger müssen das Fleisch nach Japan exportieren, um es verkaufen zu können.

 

Deshalb bitte ich Sie erneut: Wenn Sie noch nicht an unserem E-Mail-Aufruf teilgenommen haben, holen Sie es jetzt nach.

 

Sie können auch noch mehr für den Schutz der Wale tun: Schreiben Sie Ihren Freunden, Bekannten oder Kollegen eine E-Mail und bitten Sie sie, mitzumachen.

 

Gemeinsam haben wir schon viel erreicht. Der Umweltminister hat bereits die deutschen Häfen aufgefordert, freiwillig auf den Transit von Walfleisch zu verzichten. Doch noch haben die Häfen nicht geantwortet und Freiwilligkeit reicht nicht aus - das weiß auch Peter Altmaier. Am 11. Juli 2013 gab er über den Kurznachrichtendienst Twitter bekannt: „Die Wale zu retten wäre so leicht. Wenn wir nicht mal das schaffen, sähe es ziemlich düster aus für die Biodiversität.“ Nehmen wir ihn beim Wort!

 

Herzliche Grüße

 

Dr. Iris Menn

Meeresbiologin/Greenpeace

E-Mail-Aktion: Kein Handel mit Walfleisch!

 

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