Hinterfragen, informieren und sich nicht einschüchtern lassen...

 

...das sind die Grundpfeiler der stillen Revolution. Und das Wassermannzeitalter bringt die nötigen Energien mit sich.

 

Das Zeitalter des Wassermanns verspricht eine Ära des Nonkonformismus und des Individualismus zu werden. Es wird geprägt von Eigenschaften wie Toleranz, Offenheit und Weltbürgertum. Der Teamgeist des Wassermannzeitalters wird sich nicht nur in Forschung und Wissenschaft innovativ auswirken, der neue Zeitgeist wird auch die Menschheit erfassen. Das Wassermannzeitalter fördert eine weltweite Vernetzung und Globalisierung. Es schafft die Basis, um die Probleme der Menschheit weltweit gemeinsam anzugehen. Dann lasst uns damit beginnen... (Quelle: www.wassermannzeitalter.de)

 

Wie können wir damit beginnen? Wir können damit beginnen, die Dinge mehr zu hinterfragen. Wir können damit beginnen, uns vielfältig zu informieren und uns nicht immer nur auf eine Quelle verlassen. Wir können damit beginnen, beide Seite der Medaille zu betrachten, um dann zu entscheiden, welche zum Wohlergehen beiträgt und welche zum Scheitern verurteilt ist. Wir können damit beginnen unkonvenzionelle Fragen zu stellen, die zum Nachdenken animieren. Und wir können damit beginnen, uns von der Angst zu lösen und uns nicht mehr erpressen und bedrohen lassen, auch wenn die Konsequenzen nicht immer angenehm sind.

 

Ich will hier ein kleines Beispiel nennen, aus eigener Erfahrung:

 

Es geht um das tolle, völlig sinnfreie, Hausarztprogramm, welches von vielen Krankenkasse angeboten wird.

 

Mein Hausarzt (zu dem ich sowieso immer ging, auch ohne Hausarztprogramm), kam eines Tages auf die glorreiche Idee, jeden seiner Patienten an das Hausarztprogramm zu binden. Das führte seine resolute Sprechstundenhilfe (ein Patientenschreck und Praxisdrache) dann auch brav aus, indem sie jedem Patienten einen Vertrag auf die Theke knallte, mit dem Hinweis (nicht einmal der Bitte!), dieses Formular doch bitte jetzt sofort auszufüllen und zu unterschreiben. Na, wenn die was sagt, dann machen es die Patienten auch. Man will es sich mit der Frau, die einem regelmäßig die Nadel in die Vene jagt, zum Blutabnehmen, auch nicht verscherzen. Außerdem hat sie durch ihre überrumpelnde Art und Weise fast jeden dazu bewogen, dieses Formular zu unterzeichnen.

 

Und so tat sie es auch bei mir. Als ich eines morgens zum Blutabnehmen antanzte, da klatschte sie mir diesen Vertrag vor die Nase und sagte: "Das müssen sie noch ausfüllen und unterzeichnen!". Ich sagte ihr dann: "Ja, klar, nachdem ich es mir angeschaut habe. Um was geht es denn?". Ich kenne den genauen Wortlaut nicht mehr, aber sie nahm das Wort Hausarztprogramm nicht in den Mund, das weiß ich ganz genau, denn ich fragte nach: "Ist das etwa das Hausarztprogramm?". "In gewisser Weise, ja!". Ok, in gewisser Weise, ja! Also: Ja! Warum druckste sie nur so herum?

 

Egal, auf jeden Fall bestand ich darauf, es mitzunehmen und mir durchzulesen. Widerwillig gab sie mir den Vertrag mit Nachhause. Zuhause angelangt, rief ich meine Freundin an, die bei einer Krankenkasse arbeitet, und fragte sie nach dem Hausarztprogramm. Sie bestätigte mir, dass es für den Patienten nahezu überhaupt keine Vorteile mitsichbringt. Ok, dachte ich, alles klar, das mach ich dann halt einfach nicht und legte den Vertrag weg.

 

Pustekuchen. Der Sprechstunden-Patientenschreck-Praxisdrache rief mich doch tatsächlich einen Tag später an und fragte nach dem Vertrag. Ich solle ihn am besten gleich vorbeibringen, sie bräuchte ihn ganz dringend. Ich sagte ihr dann, ich sei noch am Überlegen und sie solle mir noch Zeit bis zu meinem Besprechungstermin geben. Beleidigt willigte sie ein.

 

Als ich dann ein paar Tage später zu meinem Besprechungstermin ging, wurde ich sofort (ich hatte noch nicht mal meine Jacke abgelegt) vom Sprechstunden-Patientenschreck-Praxisdrache auf den Vertrag angesprochen. Ich verkündete ihr dann, dass ich doch kein Interesse hätte und alles so belassen möchte, wie es ist, ich würde ja sowieso zu keinem anderen Arzt gehen. DAS hätte ich nicht sagen dürfen. Sie keifte mich an: "Der Herr Doktor behandelt aber nur noch Patienten mit diesem Vertrag!". Ich fragte sie dann: "Und was heißt das jetzt für mich?". Sie sagte mir dann, wenn ich den Vertrag unterzeichne, dann könne er mich weiterbehandeln, wenn nicht, dann nicht! Ich klärte sie dann darüber auf, dass dieser Vertrag ein Angebot und somit freiwillig wäre. Sie wusste das wohl, es war ihr aber völlig egal. "Unterzeichnen sie das jetzt?" "Nein, das möchte ich nicht – und jetzt!?" "Na dann, möchten sie ihre Akte gleich mitnehmen oder sollen wir sie ihrem künftigen Arzt zuschicken?" "Mein neuer Arzt geht sie gar nichts an. Geben sie mir die Akte. Sie werden noch von mir hören – Guten Tag!"

 

Ich zeigte ihn noch über die Krankenkasse bei der Hausärztekammer an, weiß aber bis heute nicht, was daraus geworden ist. Ich habe noch einige Freundinnen und Bekannte gefragt, die bei ihm in Behandlung sind, ob sie diesen Vertrag unterzeichnet haben. Sie sagten alle: Ja!

 

Das war nur ein kleines Beispiel, wie wir tagtäglich manipuliert werden. Bei mir wohnen sehr viele ältere Menschen und die hinterfragen so gut wie gar nichts mehr. Sie verhalten sich wie fremdgesteuert und automatisiert. Wenn`s vom Arzt kommt, dann muss es ja was Gutes sein. Und der Kracher ist ja, das dieses Programm nichts anbietet, was man vorher nicht auch schon erhalten hätte. Da hat man die Vorteile eines Hausarztes nochmal hübsch verpackt und was besonderes daraus gemacht.

 

Hinterfragen, informieren und sich nicht einschüchtern lassen, dieses Verfahren klappt auch im größeren Stil. Wie uns ein gewisser Bob in einer Radiosendung (TOP – The One People) während eines Interviews erzählt.

 

Interview von Bob im Gespräch mit seiner Bank

 

Ich habe OPPT am Anfang überhaupt nicht verstanden (ich geb`s ja zu), aber je mehr Fallbeispiele ich darüber höre, desto schlüssiger wird das Ganze für mich. Jetzt kann ich mir etwas darunter vorstellen. Langsam weiß ich, welche Dokumente man für welche Handlung benötigt. Solche direkten Berichterstattungen machen Mut und spornen einen an, sich noch besser zu informieren.

 

Dann gibt es noch ein Beispiel, wie man durch Fragen sein Gegenüber herausfordern kann. Wenn man nicht vorgefertigte Fragen stellt, die keine automatisierte Antwort zulassen, dann muss das Gegenüber ersteinmal darüber nachdenken. Das sind die tollen Momente, bei denen in Interviews, die Gesprächspartner dann das Stottern anfangen. Manche fangen einen Satz vier Mal an, bis sie endlich merken: Scheiße, jetzt muss ich kurz mal selbst nachdenken! Die Frage hat mir noch keiner gestellt – wie blöd aber auch!

 

Dazu gibt es noch einen tollen Bericht, über einen Guido, der über seine Erfahrungen mit der angeblichen Vollstreckungsbehörde Hannover berichtet. Anschließend führte er ein Gespräch mit einem Vollstreckungsbeamten, der offensichtlich verstand worum es ging. Ich nehme mal an, der Herr Vollstreckungsbeamte wird im Moment über den OPPT-Dokumenten sitzen und die solange studieren, bis er so fit ist und sich seinen eigenen Wert bei der Bank hinterlegen kann. Das ist, denke ich, im Moment noch der größte Brocken.

 

Guidos Gespräch von Mensch zu Mensch

 

Mein Fazit:

Nehmen wir nicht alles einfach so ungefragt an.

Informieren wir uns ersteinmal, ob die Sache auf die wir eingehen, auch Sinn macht und zu unserem Vorteil ist.

Stellen wir Fragen, die unser Gegenüber ins Stottern bringen.

Nehmen wir uns die Freiheit auch mal Nein zu sagen.

Und geben wir unsere Erfahrungen weiter, damit machen wir anderen Mut, es uns gleich zu tun.

 

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Kommentare: 2
  • #1

    Traumfaenger71 (Freitag, 02 August 2013 09:50)

    Hallo liebe Mara!
    Ein sehr guter Beitrag - der sich lohnt weiterverbreitet zu werden! Werde mir den Anfang und den Schluß auf meinen Blog kopieren! Das persönliche Beispiel lasse ich Mal weg! Die Aussage allein ist wichtig!
    Sonnige Grüße,
    Traumfaenger71

  • #2

    maras-welt (Freitag, 02 August 2013 10:22)

    Vielen Dank für die Blumen :-)

    Ich hoffe doch, dass es so viele Leute wie möglich verstehen - der Wassermann, der bringt das Wissen ran - und sich dann auf die Füße stellen und nur mit Argumenten und guten Fragen in den Widerstand gehen.

    Wie sagte Lichtenberg so treffend:

    "Mehr als das Gold, hat das Blei die Welt verändert. Und mehr als das Blei in der Flinte, das im Setzkasten."

    In diesem Sinne...

    Ganz LG
    Mara