Hipp, Hipp - und schon wieder pfui!

Claus Hipp deckt auch die Billigsparte ab

Beim Originalprodukt von Hipp gibt es viiiiiel Bio für viiiiel Geld. Also, ihr lieben Kinder reicher Eltern, hier habt ihr ein Fertigprodukt der besonderen Güte.

 

Alle glücklich, alles gut!

Für alle Kinder etwas ärmerer Eltern gibt es hier weiterhin den lecker verzuckerten Fencheltee, der die Zukunft eines jeden Zahnarztes sichert. Dank der Billigmarke von Claus Hipp`s Tochterfirma Bebivita.


"Kindgerecht" und "gesund" sollen ihre Produkte sein, schließlich wollen Eltern für ihre Kinder nur das Beste. Einen Kleinkind-Tee in Form von Granulat aus fast purem Zucker anzubieten widersprach freilich nicht nur allen Ernährungsempfehlungen - es passte auch so gar nicht zu Hipps eigenen Anspruch. foodwatch hatte dies vor einem Jahr kritisiert, tausende Verbraucher haben sich beim Unternehmen beschwert, am Ende verliehen wir ihm den Goldenen Windbeutel für die dreisteste Werbelüge des Jahres. Claus Hipp reagierte auf die Kritik und ersetzte die Zucker-Tees durch kindgerechte Tees im Beutel - ohne Zuckerzusatz. Ein fantastischer Erfolg des Verbraucherprotests - dachten wir...

Heute wissen wir: Claus Hipp hatte sich keineswegs von den süßen Tees für Kleinkinder verabschiedet! Mit einer Tochterfirma vermarktet er süße Instant-Tees einfach weiter - versehen auch noch mit einem überflüssigen Zusatzstoff, den Hipp selbst als "zahnschädigend" bezeichnet.

Der "Kinder-Früchtetee", um den es geht, hört auf den Namen Bebivita. Und auch wenn es keinen Hinweis auf dem Etikett gibt: Wo Bebivita draufsteht, ist Hipp drin! Es handelt sich um Claus Hipps Billig-Sparte, eine hundertprozentige Tochterfirma. Das Produkt ist mit dem vom Markt genommenen Instant-Tee der Stamm-Marke Hipp nahezu identisch: ebenfalls mit der Empfehlung ab dem 12. Monat; ebenfalls aus Zuckergranulat; ebenfalls jeglichen Ernährungsempfehlungen für Kleinkinder widersprechend. Anders als beim Original ist dem Bebivita-Tee auch noch Zitronensäure (E 330) beigemischt. Dabei handelt es sich um ein Säuerungsmittel, das Hipp selbst als "zahnschädigend" bezeichnet - und sich deshalb rühmt, es bei den Produkten der Stamm-Marke nicht einzusetzen. Bei  Bebivita spielt die Gesundheit der Kinder offenbar keine so große Rolle - aber steht ja auch nicht "Hipp" auf der Verpackung, und kaum jemand weiß, dass sich hinter Bebivita Claus Hipp verbirgt…

Gesundheit predigen, Zucker und Zusatzstoffe trinken lassen - das passt nicht zusammen. Wir finden: Ein Unternehmer mit dem Anspruch von Herrn Hipp sollte solche Produkte nicht für Kleinkinder empfehlen. Weder unter der Marke Hipp noch unter der Marke Bebivita. Bitte unterzeichnen Sie deshalb jetzt unsere E-Mail-Aktion an Claus Hipp und fordern Sie ihn auf, die Bebivita-Zucker-Tees ebenfalls vom Markt zu nehmen:

 

Foodwatch E-Mail-Aktion

 

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Kommentare: 4
  • #1

    Mick (Donnerstag, 01 August 2013 23:31)

    Gott sei Dank haben unsere das nie getrunken. Die trinken bis heute am liebsten Wasser (nur ab und zU mal die Woche mit Fruchtsaft gemischt) oder kakao (und auch da muss man ganz schön aufpassen, von der milch einmal abgesehen. Den von Aldi habe ich letztens komplett in den Müll geschmissen, die haben irgendwans neues da reingepanscht. Also auch Kakaopulver in Zukunft nur noch bio. ist besser. weniger ist schließlich mehr.

  • #2

    maras-welt (Freitag, 02 August 2013 09:48)

    Mit der Milch wäre ich aber auch vorsichtig. Ich will Dich ja jetzt nicht beängstigen, aber wusstest Du, dass eine Packung Milch soviel Jod enthält, wie zwölfeinhalb Jodtabletten? Mit Fluorid sieht es ähnlich aus. Ich habe den Milch-Konsum rapide eingeschränkt. Kühe sind ja wandelnde Apotheken und das landet alles in der Milch... leeeecker!

  • #3

    Mick (Freitag, 02 August 2013 23:06)

    Zumindest sieht es bei uns mit der milch noch besser aus als in China. die wissen ja kaum noch, was sie ihren Säuglingen und Kleinkindern anbieten sollen. Milchpulver aus Deutschland steht dort hoch im Trend.
    Aber von Milchpulver würde ich selbst den Deutschen in Deutschland abraten. Wieso stillen die in China eigentlich nicht? Müssen die zu früh in den Fabriken arbeiten? Schließlich kriegen die nur ein Kind.

  • #4

    maras-welt (Samstag, 03 August 2013 08:07)

    Meine Freundin sagte mir das schon, dass die deutschen Babymilchprodukte sehr begehrt sind. Angeblich soll auf der Aptamil-Packung sogar draufstehen, dass man nur zwei Packungen kaufen darf und die Regale werden immer nur sehr spärlich gefüllt. Dieser Hinweis steht sogar in Mandarin drauf!!!
    Ich frag mich, ob die das dann nach China schicken oder wie die das machen. Die werden doch nicht extra hierherfliegen, wegen ein paar Milchprodukten. Oder doch?
    Das mit dem Stillen ist mir auch ein Rätsel, die hatten doch bis vor einiger Zeit überhaupt keine Milchprodukte, wie haben die das da gemacht? Hmmm... ganz mysteriös!