Rudolf Schmenger, Gustl Mollath uva. - Zwangspsychiatisierung am Fließband

 

Mollath ist einer der schillerndsten in einem Meer von Einzelfällen. Wer den Banken und den Steuerdieben, die bei ihnen das Geld vor dem Fiskus verstecken, zu nahe kommt, wird entweder bestochen oder aus dem Weg geräumt. Der ehemalige Steuerfahnder des Landes Hessen wurde aus dem Weg geräumt, weil er eine Beförderung ausschlug. Eine Beförderung, die ihm zuteil gekommen wäre, wenn er seine Arbeit als Steuerfahnder NICHT gemacht hätte, sondern über seine Erkenntnisse geschwiegen hätte. Klingt verrückt? Ist es auch. Aber ganz normal in dem Land.

Mittlerweile versucht die HVB sogar ihre Kunden zu psychiatrisieren. Schmenger schildert diesen Fall erstmals einem Medium in diesem Sommerinterview von stoersender.tv.

 

 

Mehr Infos gibt's hier:

http://rudolf-schmenger.de/
http://www.wirtschaftsverbrechen.de/
http://www.gabv.org/
http://www.attac.de/aktuell/bankwechsel

 

Erklärung von Prof. Dr. Hans See:

Es reicht: Mehr als 7 Jahre ist Gustl Mollath nun schon in der geschlossenen Psychiatrie. Die Rechtsgrundlage ist brüchig wie dünnes Eis. Der fürchterliche Verdacht steht im Raum, dass der wahre Grund in Mollaths - allerdings vergeblichen - Versuch zu finden ist, dass er Geldwäschedelikte der Bayrischen HypoVereinsbank aufzudecken drohte. Durch für viele unbegreifliche Entscheidungen von Staatsanwälten und Gerichten sowie durch existenzvernichtende psychiatrische Gutachten, die ihn als gemeingefährlich einstuften, verschwand er in die geschlossene Psychiatrie. Und mit ihm der im Raum stehende Vorwurf, die HypoVereinsbank betreibe wirtschaftskriminelle Praktiken. Der Bank selbst war bekannt, dass der Vorwurf stimmt. Sie hat ihn aber jahrelang unter Verschluss gehalten. Ein Nachfassen der Staatsanwaltschaft oder eine Selbstanzeige der Bank hätten genügt, Mollath aus den Fängen der Psychiatrie zu befreien. Mehr Demokratie in Wirtschaftsunternehmen hätte sogar diese illegalen Geschäftspraktiken und damit die Folgen verhindern können.

BCC fordert:

Freilassung Gustl Mollaths noch vor der Bayrischen Landtagswahl, volle Rehabilitation und Entschädigung dieses Mannes, eine Psychiatrie- und Rechtsreform, die solche Fälle künftig unmöglich machen, und die Beendigung der Weisungsgebundenheit von Staatsanwälten.

Die 1991 zur Aufklärung über die Sozialstaats- und Demokratie- und Umweltfeindlichkeit von Wirtschaftsverbrechen gegründete Bürger- und Menschrechtsorganisation Business Crime Control e.V., hat diese Demo angemeldet, bittet aber alle Unterstützer Gustl Mollaths, diese Demo auch als die Ihre zu betrachten, über Internet zu mobilisieren und an der Demo teilzunehmen.

BCC unterstützte vorbehaltlos die angekündigte Kundgebung Am Kornmarkt in Nürnberg, die am 27. Juli 2013 unter dem Motto stattfand:

„EMPÖRT EUCH! - RECHT UND FREIHEIT FÜR GUSTL MOLLATH"

Es kann gar nicht genug öffentliche Kundgebungen für Gustl Mollath und gegen jene Kräfte geben, die diese menschliche und politische Katastrophe zu verantworten haben.

 

Quelle: YouTube

 

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Kommentare: 3
  • #1

    Mick (Freitag, 02 August 2013 22:56)

    Wieso schaltet sich Amnesty International eigentlich nicht ein? Ich werde die mal anschreiben. Schließlich geht es um Menschenrechte. Aber die haben wir in Detuschland ja in Hülle und Fülle.

  • #2

    maras-welt (Samstag, 03 August 2013 07:58)

    Das ist eine gute Frage. Entweder haben die zuviel zu tun oder die trauen sich nicht an die Sache ran, schließlich landet man bei uns hier ganz schnell hinter schwedischen Gardinen.

    Aber lass es mich wissen, was deren Antwort ist :-)

  • #3

    Fritz Letsch (Donnerstag, 08 August 2013 21:51)

    Wer sich ein wenig mit amnesty international beschäftigt oder dort mitgearbeitet hat, weiß, dass die Gruppen jeweils für Betroffene in anderen Ländern, nie für das eigene arbeiten.
    Schreibt also besser an die Schweizer Gruppen oder die Londoner Zentrale, welches Land für solche Fälle zuständig ist. nach dem Feiern von Gustls Freiheit könnt ihr auch zu seinem Neustart und seinen weiteren Projekten zur Psychiatrei-Politik spenden: www.gustl-for-help.de