Erfolgsmeldung: Kein Import gefangener Weisswale in die USA

 

Jetzt muss sich der amerikanische Durchschnittsbürger ein anderes Objekt seiner Belustigung und Unterhaltung suchen. Das mit den niedlichen Beluga-Walen war wohl nix. 

 

Ja, sie sind sehr süß - und trotzdem gehören sie ins Meer
Ja, sie sind sehr süß - und trotzdem gehören sie ins Meer

 

Im vergangenen Jahr wurden in russischen Gewässern 18 Weisswale – auch Beluga genannt – gefangen. Sechs US-Vergnügungsparks, darunter auch die Seaworld Gruppe, beantragten die Einfuhr der Kleinwale, um sie für Vergnügungszwecke zu nutzen. OceanCare schloss sich umgehend einem breit angelegten Protest an, der zum Erfolg führte.

Nach monatelanger Prüfung aller vorliegenden Informationen und unter Druck des weltweiten Protests, dem sich dutzende Tierschutz- und Umweltverbände anschlossen, erteilte die National Oceanic and Atmospheric Administration (NOAA) den Vergnügungsparks eine Absage. Die US-Behörde begründet diesen Entscheid damit, dass mit dem Import und der Nutzung der Tiere für kommerzielle Zwecke die Wildfänge in russischen Gewässern angekurbelt und die frei lebenden Beluga-Populationen gefährdet würden. NOAA kritisierte zudem, dass zum Zeitpunkt des Fangs einige der Tiere nur gerade 1 ½ Jahre alt waren und noch von ihren Müttern gesäugt wurden.

Der Entscheid der US-Behörde ist ein weiteres wichtiges Signal gegen die Machenschaften der Vergnütungsindustrie. OceanCare dankt allen Mitgliedern und Unterstützern, die den Aufruf zum Protest via Email gefolgt sind. Der Fall zeigt deutlich, dass es sich lohnt, die Stimme für die Meeressäuger zu erheben.

Wo sich die gefangenen Belugas aktuell befinden ist unklar. OceanCare bleibt hier dran. Gemeinsam mit Partnern setzten wir uns dafür ein, dass für die Tiere die den Umständen entsprechend beste Lösung gefunden werden kann und solche unsinnigen Fangaktionen ein Ende haben.

 

Quelle: OceanCare

 

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