Schlimmste Hagelkatastrophe seit 1984 in Reutlingen bei Stuttgart

Wahnsinn. Was sich da am 28.7.13 in Reutlingen ereignet hat.

Das “Reutlinger Hagelunwetter” vom vergangenen Sonntag (28.07.2013) wird nun mit einem Gesamtschaden von 600 Millionen Euro berechnet, und ist somit nach dem Münchener Hagelsturm von 1984 versicherungstechnisch die zweit schlimmste Hagelkatastrophe in der Geschichte Deutschlands, und zählt zu den Top 5 der teuersten Hagelstürmen der Welt.

 

Selbst das bekannte Hagelunwetter in Villingen-Schwenningen aus dem Jahr 2006, das einen Gesamtschaden von 250 Millionen Euro aufwies, wurde damit deutlich “geschlagen”.

 

60.000 Häuser wurden beschädigt, so der aktuelle Stand. In den kommenden Wochen könnte die Zahl nochmals nach oben korrigiert werden. Am schlimmsten betroffen ist der Landkreis Reutlingen. Noch heute herrscht in manchen Stadtteilen eine Ausnahmesituation. Allein in Reutlingen wurden über 70 Menschen von den Hagelschlossen verletzt.

 

Teilweise fielen 7-10 cm dicke Hagelbrocken vom Himmel. Die Hagelschneise wies stellenweise eine Breite von über 10 km auf, in dieser mindestens Golfball großer Hagel niederging. Die Zelle zog vom Schwarzwald entlang der Schwäbischen Alb bis hin nach Bayern. (Quelle:

 

Wären da nur rechtzeitig die Hagelflieger gekommen...

...und hätten ihr Silberjodid-Aceton-Gemisch gesprüht.

 

Nein, liebe Skeptiker, das ist jetzt keine "Verschwörungstheorie", sondern etwas ganz Offizielles. Es gibt Vereine, die anbieten, in bestimmten Gebieten, für viel Geld natürlich, Hagelflieger in die Wolken zu schicken und diese zu "impfen".

Der Rems-Murr-Kreis ist dank der Hagelabwehr ohne auffällige Flurschäden aus dem Unwetter am Sonntag hervorgegangen.“ Das meldet das Waiblinger Landratsamt. Am Sonntag seien die beiden Hagelflieger vom Wetterdienst verständigt worden, um die Wetterfront bereits am Rand des Schutzgebietes erreichen zu können. Zwischen 17 Uhr und 18 Uhr waren die beiden Flugzeuge jeweils eine Dreiviertelstunde über dem Landkreis und dem angrenzenden Umland im Einsatz. Die Flieger impfen die bedrohlichen Wolken mit Silberjodid, um die Bildung von Hagelkörnen zu unterbinden. Die Kritiker der Hagelabwehr bezweifeln jedoch nach wie vor die Wirksamkeit der Methode. Für den Rems-Murr-Kreis ist der Einsatz am Sonntag aber ein weiterer Beleg dafür, dass die Hagelabwehr funktioniert.

 

„Den Piloten ist es gelungen, die massiven Gewitterwolken mit Rauchgasgeneratoren zu impfen und zum Abregnen zu bringen, bevor sich Hagel bildete“, heißt es im Bericht über den Hagelfliegereinsatz am Sonntag. Dies sei der Grund, warum nur kleine Hagelkörnchen entstanden seien, „statt großer Eiskugeln, wie südlich des Schutzgebietes geschehen, mit teils dramatischen Schäden“. 

 

Quelle und weiterlesen: Stuttgarter Zeitung

 

Silberiodid und Aceton - für die Umwelt gefährlich, für den Menschen jedoch nicht?

EU-Gefahrgut-kennzeichnung: Umweltgefährlich
EU-Gefahrgut-kennzeichnung: Umweltgefährlich

Silberiodid wird mit Aceton gemischt aus Hagelfliegern versprüht, um in der Atmosphäre kleinste Kondensationskerne zur gezielten Regen- oder Hagelbildung zu erzeugen.

 

  • Einerseits dient es dazu um schädliche Unwetter zu verhindern oder abzuschwächen. Es kann damit die Bildung von zu großen Hagelkörnern verhindert werden. In den USA wurde in den 1940er und 1950er Jahren versucht, mit Silberiodid Hurrikane vorzeitig abzuschwächen, die Wirkung war allerdings begrenzt.[6] In Deutschland wurde 1958 im Landkreis Rosenheim eine organisierte Hagelabwehr eingerichtet, die das Silberiodid aus über 100 Abschussstellen durch Raketen in die Wolken schoss.[6] Seit 1975 wird diese Aufgabe von zwei Anti-Hagel-Flugzeugen erledigt.[6] In Süddeutschland, Österreich und der Schweiz gibt es noch weitere als Verein organisierte Hagelwehren.
  • Andererseits wird dadurch versucht, bestimmte Gebiete gezielt mit Niederschlag zu versorgen: Durch Impfen der Wolken mit Silberiodid-Feinstaub im Aufwindkanal einer Wolkenfront aus einem Flugzeug wird seit den 1980er Jahren (1986 bei Tschernobyl zur Verhinderung von radioaktiv belasteten Wolken) im mittleren Westen der USA und Russlands aber auch testweise in Bayern versucht, die Wolken gezielt an einem definierten Ort abregnen zu lassen. Die Wirksamkeit dieser Methode ist statistisch zwar untersucht, aber der Erfolg ist gering (ca. 10 % mehr Niederschlag). Das Silberiodid ist im dadurch gefallenen Schnee in geringsten Mengen analytisch nachweisbar. Diese Mengen sind für den Menschen ungefährlich.
  • Mit dem konträren Ziel wird zu einzelnen Terminen ein bestimmtes Gebiet regenfrei gehalten, indem man die Schauer davor niedergehen lässt. So herrscht in Moskau am 9. Mai, dem Tag des Sieges, und am 12. Juni, dem Tag Russlands, Sonnenschein.[7] Bei den Olympischen Sommerspielen in Peking 2008 wurde Silberiodid mit Hilfe von Raketen in Regenwolken eingebracht, um einer Störung der Eröffnungsfeierlichkeiten vorzubeugen [8].

 

Quelle: Wikipedia

 

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Kommentare: 1
  • #1

    Huibuh-das Schloßgespenst (Freitag, 09 August 2013 18:06)

    In bErlin hatte es vor zwei Tagen so gescheppert und gekracht, dass man dachte da hätte oben im Himmel irgendjemand megagroße Kochtöpfe zusammengeschlagen. So ein geräusch habe ich mein Leben lang noch nicht gehört. Danach hatte es die ganze Nacht wie aus Eimern gegossen. Einige Straßen waren überschwemmt, einige Bäumchen beschädigt.