Wäre ich eine Kuh, dann würd ich gern in Indien leben

Heilige Kuh in Indien / Foto: Kinderzeitmaschine.de
Heilige Kuh in Indien / Foto: Kinderzeitmaschine.de

Das die Kuh in Indien verehrt wird, das wissen die meisten von uns. Woher das rührt, dazu gibt es einige Überlieferungen. Sicher ist, dass bis auf zwei Bundesstaaten in Indien ein absolutes Schlachtverbot für Kühe gilt. Was für ein Traum für eine Kuh! Wo sie doch hier Qualen erleiden müssen, die mit Menschlichkeit nichts mehr zu tun haben. Vorallem aber die Milchkühe müssen leiden. Wo den Bullen in den meisten Fällen ein qualvolles Martyrium erspart bleibt (weil sie relativ schnell als Steak verarbeitet werden), muss die Milchkuh über Jahre hinweg herhalten und wird bis zum letzten Tropfen ausgesaugt (Der Preis der Milch - Tierleid und -ausbeutung). 

 

Hinduismus und Vegetarismus

 

Grundlagen des Hinduismus

 

«Jene edlen Seelen, die Meditation und andere Arten von Yoga üben, die Rücksicht allen Wesen walten lassen, die alle Tiere schützen – sie sind es, die geistige Übung wirklich ernst nehmen.»
Atharva Veda

Als Hinduismus bezeichnet man im Westen die dritte und letzte geschichtliche Entwicklung in der indischen Religionsgeschichte nach Vedismus und Brahmanismus. Der Name Hinduismus entstand erst vor kurzer Zeit, als die Muslims in Indien eindrangen. Das persische Wort Hindu ist eine Bezeichnung für die Landschaft und deren Bewohner am Indus, dem grössten Fluss im Nordwesten des indischen Subkontinents. Seither werden die Anhänger der indischen Religion als Hindus bezeichnet. Die Inder selbst sehen ihre Hauptreligion immer noch als (im weiteren Sinne) Brahmanismus an oder als «sanatana-dharma», was soviel heisst wie die ewige Religion oder ewiges Gesetz.


Der Hinduismus kennzeichnet sich durch eine vielfältige und komplexe Glaubens- und Lebensform, die durch das Band einer heiligen Sozial- und Kastenordnung zusammengehalten wird. Nach Christentum und Islam ist der Hinduismus die drittgrösste Religion der Welt, mit einer Anhängerschaft von knapp 700 Millionen. Allein 85% aller Hindus leben in Indien. Im Westen ist der Hinduismus vor allem durch die vielen Sekten und Yoga-Schulen bekannt geworden, die zum Teil auch als Jugendreligion bezeichnet werden können.

 

Hinduismus und Vegetarismus

 

Der Hinduismus ist nicht nur eine der ältesten Religionen, sondern wahrscheinlich auch die Religion, in der die Tiere den höchsten Stellenwert besitzen. Seit Jahrtausenden ist «Ahimsa» ein zentrales Gebot im Hinduismus, das vor allem durch den indischen Freiheitskämpfer und Reformer Mahatma Gandhi bekannt wurde. Ahimsa bedeutet Nicht-Verletzen oder Gewaltlosigkeit, das nicht nur den Menschen, sondern alle Lebewesen einschliesst, und zwar in Worten, Gedanken und Taten. Zwar hat der Anteil an Vegetariern in Indien unter den Hindus in den letzten Jahrzehnten und Jahrhunderten abgenommen, was unter anderem offenkundig dem Einfluss des Islam (etwa ab 1200 n. Chr.) und des Christentums (etwa 1600 n. Chr.) durch den Einmarsch der Briten zuzuschreiben ist, trotzdem weist Indien unter anderem wegen des Hinduismus immer noch den weltweit höchsten Anteil an Vegetariern auf. Der Grund für die grosse Verbreitung des Vegetarismus unter den Hindus ist in ihrem Glauben zu finden.

 

Karma und Reinkarnation

 

Der Hindu glaubt an die Reinkarnation und an das Karma. Karma ist das Prinzip von Ursache und Wirkung. Nach Überzeugung der Hindus sind die gegenwärtigen Lebensumstände eines jeden die Auswirkungen des in einem früheren Leben angesammelten Karmas. Für ein gutes Karma zu sorgen ist deshalb ausschlaggebend für eine spirituelle Weiterentwicklung. Und jede Handlung, jedes Wort und jeder Gedanke sorgt entweder für ein positives oder für ein negatives Karma. Solange sich der Mensch nicht vom Karma befreit hat, ist die Befreiung aus dem Kreislauf der Wiedergeburten laut Hindu nicht möglich. Das Essen von Fleisch wird in den zentralen Schriften der Hindus übereinstimmend mit einer schlechten Handlung in Verbindung gebracht.

 

Quelle und weiterlesen: VEBU.de

 

Ich will jetzt nicht gleich zum Hindu werden, aber für mich ist das eine Lebenseinstellung, die durchaus etwas mit Nächstenliebe, und zwar in Bezug auf alle Lebewesen dieser Erde, zu tun hat und das mehr, als bei anderen Religionen und Glaubensrichtungen. Ich kenne keine Religion, die so voller Respekt mit ihrer Umwelt umgeht.

 

Wenn jemand Fleisch isst, weil er es nicht anders kennt und damit aufgewachsen ist, dann finde ich das noch eine ehrliche Antwort. Aber wenn mir jemand daherkommt und meint: "Fleisch ist ein Stück Lebenskraft und wir brauchen es für eine ausgewogene Ernährung!", dann könnt ich demjenigen echt ein Stück Steak um die Backen hauen. Mit so einem blödsinnigen Argument braucht mir keiner mehr kommen. Erstens: Kein vegetarisch lebender Hindu klagt über Mangelerscheinung, weil er viel bewusster isst, als die Fleischkäswecken, Currywurst fressenden Fast-Food-Würger - die ernähren sich ganz bestimmt nicht ausgewogen. Und wenn jemand meint, er würde ALLE Nährstoffe und Vitamine mit einem Stück Fleisch zu sich nehmen, na, dem ist nicht mehr zu helfen. Ich frage mich, was für Nährstoffe und Vitamine `ne Currywurst oder ein Stück Antibiotika verseuchtes Fleisch in sich hat? Das sind doch heutzutage nur noch Füllstoffe.

 

Es lebe die Kuh - muh!!!

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