Scientology - Eine Kirche bedient sich Geheimdienstmethoden und Lobbyarbeit


Wir kennen sie alle: Die Scientology-Church. Zumindest hatte jeder schon einmal einen Flyer mit dem Kopf von Albert Einstein in seinem Briefkasten. Das sind die, die uns sagen, dass wir nur 10 % unseres geistigen Potenzials nutzen: Alle. Dieser Aussage möchte ich generell nicht einmal widersprechen, doch gibt es durchaus Menschen, die nutzen nicht einmal 5 % ihres geistigen Potenzials, auch wenn sie intellektuell gesehen, nicht einmal dumm sind. Was Scientology uns damit eigentlich sagen möchte ist: Du wendest nicht alle Methoden an, die es gibt, um andere Menschen (für unsere Zwecke) zu manipulieren und zu kontrollieren.

Die Scientologen haben längst begriffen, dass Wissen und Geheimhaltung die Schlüssel zur Macht sind. Das Wissen über jemanden, benötigt man dazu, ihn erpressbar zu machen. Dann wird diese Quelle angezapft, um weitere Informationen über jemand Einflussreicheren zu erhalten. Und so weiter, und so fort.

Doch um solche Methoden unbehelligt anwenden zu können, bedarf es strengster Geheimhaltung. Wie bei jedem anderen Geheimdienst auch. Alle haben Dreck am Stecken, sonst müssten sie es nicht geheimhalten. Ist doch eigentlich völlig logisch. Jemand der "Gutes" tut, muss auch nichts geheimhalten.

 

Das die Scientology-Church hier in Deutschland verfassungswidrig ist, interessiert sie nicht im geringsten. Im Gegenteil, in Deutschland agiert Scientology noch viel geheimer, als in anderen Ländern. Wo sie in anderen Ländern, wie den USA z. B., noch mit relativ offenen Karten spielen, wird hier in Deutschland darüber geschwiegen, ob jemand Scientologe ist oder nicht. Das hab ich selbst schon erlebt, als ich in einem, der Scientology-Bewegung angehörigen, Immobilienunternehmen arbeitete. Ich musste erst selbst darauf kommen, dass es in dem Unternehmen nicht mit rechten Dingen zuging. Da waren alleine schon die Einstellungsvoraussetzungen. Dazu musste man in einem mehrseitigen Test viele, z. T. sehr persönliche, Fragen beantworten. Die Fragen werden so gestellt, dass sie so viele Informationen wie nur möglich aus Dir herauskitzeln können. Sie erstellen hier schon ein Profil von Dir. Und mit dem arbeiten sie dann. Sie können mit Fragen über Haus und Auto schon einmal sehr viel über Deine Finanzen und Deinen gesellschaftlichen Status erfahren. Ob Du gesellschaftsfähig oder eher der Einzelgänger bist und wie es um Deine Bildung steht. Bist Du nützlich oder gefährlich.

 

Diese Spielchen treiben die Scientologen schon seit ihrer Gründung im Jahre 1954 durch L. Ron Hubbard. Dieser hat sich hiermit ein Instrument erschaffen, mit dem er endlich einmal Soldat und Geheimagent spielen konnte. Seine militärische Karriere gab beides nicht her, weil er nach wenigen Monaten wieder aus dem Dienst ausschied, ohne auch nur eine Heldentat begangen zu haben. Aber alle Achtung! Was er anschließend aufgebaut hat, verdient schon auf eine Art Respekt. Hierbei fällt mir auf, dass es oft die Enttäuschten sind, die aus Frust solch geschichtsträchtigen Dinge erschaffen. Adolf Hitler und L. Ron Hubbard sind sich nicht unähnlich. Beide hatten den Traum vom Heldentum, aber bitte ohne sich die Finger schmutzig zu machen und ohne Autorität über einem selbst. 

 

Mit Aussteigern hat Scientology schon seit Anbeginn zu kämpfen und bisher haben sie es immer geschafft, die Anschuldigungen zu vertuschen und geheimzuhalten. Höhere Führungskräfte, die gefährlich werden könnten, sperrt man in den "Kerker" - "Gold Base" - nach Kalifornien. Doch so langsam wird es brenzlig für die Church, denn im aktuellen Österreich-Prozess wurden Dokumente vorgelegt, die so leicht nicht mehr vom Tisch zu wischen sind. Eindeutige Anweisungen zur Spionage, eindeutige Bekenntnisse der Überwachungsstrategien und Offenlegung von Beziehungen aus Wirtschaft, Politik und Polizei. 

 

Das alles und noch mehr haben die Reporter von ServusTV in einer aktuellen Doku zusammengefasst:

Kommentar schreiben

Kommentare: 0