Wie viel Zucker ist denn nun wirklich drin? Irreführende Lebensmittelkennzeichnung!

Christoph Minhoff, Cheflobbyist der Lebensmittelindustrie ist kein besonders freundlicher Herr. Als er gefragt wird, wie viel Salz denn in einer Pizza sei, antwortet er pampig und abweisend, weil er selbst Schwierigkeiten hat, die genaue Menge von Sodium (Salz - wer hat`s gewusst?) umzurechnen. Überhaupt ist es ein Hohn, was die Lebensmittelindustrie sich dahingehend erlaubt. Zu klein gedruckt, in Begriffen, die kaum einer kennt, der sich nicht gerade damit beschäftigt, finden wir die Hinweise zu Stoffen, die nicht unbedingt gesundheitsförderlich sind. Vorallem Diabetiker oder nierenkranke Menschen sind auf diese Kennzeichnungen angewiesen. Ein Einkauf ohne Lesebrille/Lupe und einer gewissen Kenntnis im Lebensmittelbereich ist fast unmöglich. In meiner Zeit als Vegetarierin benötigte ich die doppelte Zeit beim Einkaufen, weil ich mir die Zutatenliste ersteinmal genau durchlesen musste und immerwieder überrascht wurde, wo überall tierische Produkte drinsteckten.

 

Foodwatch kämpft schon seit Juli 2012 um eine faire Lebensmittelkennzeichnung auf Fertigprodukten. Und man mag es nicht glauben: die Ilse stellt sich quer! Seit über einem Jahr sammelt Foodwatch Unterschriften für den 15-Punkte-Plan gegen legale Verbrauchertäuschung. Wer also noch nicht unterzeichnet hat, möge diese bitte, auch im eigenen Interesse, nachholen.

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