Essensretter - Wenn Lebensmitteln die Tonne erspart bleibt

Was sollen wir denn tun, wenn uns Discounter wie Aldi nur Großpackungen in eingeschweißten Tüten anbieten? Drei Paprika, auch wenn man nur eine benötigt, sechs bis sieben Bananen, auch wenn man nur zwei verspeist, sechs Äpfel, einen ganzen Sack Zwiebeln und so weiter und so fort... Und so zieht es sich durch alle Lebensmittel. Da braucht es auch niemand verwundern, wenn wir als Endverbraucher einiges wegschmeißen, wer isst schon sieben Bananen in zwei Tagen? Vorallem nicht, wenn er alleine ist. (Was mir allerdings unbehagen bereitet, ist, wenn Tomaten drei Wochen lang halten. Aber das nur am Rande.) Und das Bewusstsein, lieber teurer, aber dafür bewusster einzukaufen, das hat sich noch nicht durchgesetzt. Vielen, vorallem älteren Menschen, ist es auch gar nicht möglich weitere Wege zu gehen, um bewusst einkaufen zu können. Sie müssen die Märkte am Ort nutzen oder Mütter mit Kindern, die kein Auto haben. Das darf man nicht unterschätzen. Wer nicht gerade in einem Ballungsgebiet mit guter Infrastruktur lebt, der hat es schwer sich bewusst zu ernähren.

 

Trotzdem kann man einiges tun. Wie zum Beispiel die Mülltaucher oder die Foodsharer es machen. Die Mülltaucher "stehlen" Lebensmittel aus Tonnen kleinerer Supermärkte, die ihre Abfallentsorgung noch nicht über die Tafeln betreiben. Einwandfreie Lebensmittel die dem Überschuss, ja genau dem Überschuss, und nicht dem Verfallsdatum zum Opfer gefallen sind. Die Foodsharer verschenken überschüssige Lebensmittel, Hauptsache, das Lebensmittel kommt in den Magen und nicht in die Tonne. Und dann gibt es noch die, die auch gerne Gemüse und Obst mit kleinen bis großen Macken kaufen. Das funktioniert allerdings nur über den Bauern direkt oder über extra Läden, die auch "ugly fruits" anbieten.

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