FPÖ-Wahlkampfauftakt wird zur Liebesorgie


Heute habe ich einen Newsletter erhalten mit der Überschrift:

 

Liebe nimmt überhand: FPÖ-Wahlkampfauftakt endet in Massenorgie

 

Als ich den Newsletter öffnen wollte, landete ich auf einer leeren Seite. Der Eintrag wurde offensichtlich gelöscht. Aber warum? Was hatte es mit dieser Meldung auf sich? Ich wollte mehr wissen, also bin ich dem Titel nachgegangen und auf eine wundersame Meldung gestoßen.

 

Was war geschehen?

 

FPÖ-Obmann Heinz-Christian Strache startete am Samstag, den 31.8.13 seine Nächstenliebe-Wahlkampftour. Ja, richtig gelesen: Nächstenliebe! Herr Strache macht einen auf Liebe, natürlich liebt er nur die Österreicher, Minderheiten haben in seinem liebevollen Konzept keinen Platz. Denn Herr Strache liebt nur sein Volk, er selbst nennt sich Inländerfreund und nicht Ausländerfeind. Für ihn macht das einen Unterschied, für mich nicht, für mich ist das nur Wortklauberei.

Wie auch immer, Herr Strache wirbt mit Liebe und hat auch dafür eigens einen Wahlsong komponieren lassen (Liebe ist der Weg), welcher von Werner Ottis vorgeträllert wurde. Damit das Ganze auch gut ankommt, findet sein Wahlkampf in einem Bierzelt statt, mit Freibier natürlich.

 

Und laut dieser wundersamen Meldung kam es, wie es kommen musste, wenn viel Liebe, viel Alkohol und eine ordentliche Portion Trockennebel aufeinanderprallen: Eine Sexorgie a`la Woodstock!

 

Selbstverständlich würde ich mir wünschen, dass sich alle Menschen lieb haben, aber dass gleich jeder über jeden herfällt und das in einem herbeigeführten Rausch, das fände ich jetzt nicht so prickelnd. Und da mir dieser Gedanke so fern liegt, kann ich mir beim besten Willen auch nicht vorstellen, dass davon irgendetwas wahr ist, zudem kein Mensch darüber berichtet, außer eben die österreichische Tagespresse. Aber warum? Was steckt hinter dieser Ente? Das würde mich doch interessieren. Ist es eine Anspielung darauf, was alles möglich ist? Schließlich wurden Massen schon manipuliert, durch Frequenzen, die ein Berliner Radiosender an Sylvester 2001 ausstrahlte. Laut deren Aussage handelte es sich zwar um "Glücksfrequenzen", aber das derart in die Psyche eingegriffen wird, ist schon sehr besorgniserregend. Und Politikern auf Stimmenfang traue ich so manches zu. Allerdings wäre nicht auszudenken, was für Folgen so eine Orgie hätte - die kann sich jeder selbst zusammenspinnen.

 

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Kommentare: 1
  • #1

    MariaAnders (Mittwoch, 04 September 2013 08:45)

    Das ist tatsächlich eine lustige Ente. Was auch auffällt:

    Nächstenliebe kann man dem Volk anscheinend nur auf der rein sexuellen Ebene schmackhaft machen:

    Ein typischer Manipulationsversuch von ganz oben.

    Sex ist ja auch wichtiger, als tatsächlich mal auf den Mitmenschen Rücksicht zu nehmen, und sich dessen Meinung anzuhören. Wo kämen wir da auch hin.