Protestaktion: Hilfeschrei der Koalas aus Australien

Die Koalas sterben täglich in den Holzeinschlagsgebieten und Plantagen, wahrscheinlich zu Dutzenden, die genauen Zahlen kennt niemand. „Sehr viele Koalas werden getötet. Das ist ein riesiges Problem, um das sich die Australier kümmern sollten“, erklärt die Tierschützerin Tracey Wilson.

 

Die Holzindustrie, aber auch die Landwirtschaft, Bergbaukonzerne, ausufernde Siedlungen – sie alle roden unaufhörlich ihre Lebensräume. Auch die Abholzung der Naturwälder hat der FSC als nachhaltig zertifiizert, das Holzsiegel taugt für jedes Geschäft.

 

Seit Jahren kämpfen Umwelt- und Tierschützer für den Erhalt der Lebensräume der Koalas und deren Anerkennung als bedrohte Tierart. Nur noch etwa 50.000 bis 100.000 der plüschigen Sympathieträger leben in ganz Australien, aufgeteilt in drei lokale Unterarten. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts waren es noch mehrere Millionen.

 

Im vergangenen Jahr hat die Bundesregierung die Koalas in Queensland und New South Wales als bedroht eingestuft. Die isoliert im äußersten Südosten Australiens (Victoria und South Australia) lebenden Koalas wurde davon allerdings ausgenommen und nicht als bedroht eingestuft. Dazu gehört auch die einzige endemische Koala-Population in den Strzelecki Bergen/South Gippsland, der Strzelecki-Koala.

 

Das australische Fernsehen hat auf den Pflanzungen der Firma Australian Blue Gum Plantations gefilmt, die 90.000 Hektar Eukalyptusplantagen betreibt. Das Unternehmen gehört dem US-amerikanischen Hedgefunds Global Forest Partners LP, der weltweit 600.000 Hektar solcher Baummonokulturen bewirtschaftet.

 

Quelle und Protestaktion unterzeichnen: Rettet den Regenwald e. V.

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