Vom Regen in die Traufe: Die Sektenkinder von Lonnerstadt!

Das Zuhause der Familie
Das Zuhause der Familie

Eigentlich müssten wir uns freuen, denn die Sektenkinder von Lonnerstadt sind seit Juli 2013 im Heim. Den Eltern, die seit mehr als zehn Jahren der "Neuen Gruppe der Weltdiener" angehören, wurde das Sorgerecht entzogen. Aber nicht etwa, weil man Einsichtig war, sondern weil der Druck der Öffentlichkeit zu groß wurde. Der Beitrag, den ich im Mai verfasst hatte, steht ungehindert weiter auf Platz eins, der meistgelesenen Artikel. Auf Facebook wurde darüber heftig diskutiert und eine ganze Gemeinde ging auf die Barrikaden. Trotz dieser Proteste war der Landrat Irlinger der Meinung, da sei alles in Ordnung. Er habe ja mords die Ahnung von Kindererziehung, da er mal Lehrer war. Wann war er Lehrer? 1950/60 oder so, als es noch den Rohrstock gab und man die Kinder geschlagen hatte? Als Züchtigung und Disziplin noch an der Tagesordnung standen? Gott sei Dank, WAR er Lehrer, man stelle sich nur vor, dieser Mensch würde heute noch unterrichten? Jemand der es gut heißt, dass Kinder ohne Spiel und Spaß und soziale Kontakte aufwachsen, der hat im pädagogischen Bereich nichts verloren. Doch leider ist er als Landrat auch Chef des Jugendamtes und die sind der Meinung, dass wenn ein Kind pünktlich zur Schule erscheint und lernt, wäre alles in Butter. Dass sie pünktlich sind, ist auch nicht verwunderlich, sie sind ja schon seit 4.15 Uhr in der Früh wach und müssen meditieren.

 

Der Herr Ir(r)linger sieht also keinen Anlass, an den Erziehungsmethoden der Eltern irgendwas zu kritisieren. Wahrscheinlich hat er den Eltern noch die Hände geschüttelt und gesagt: "Fein macht`s ihr des!". Vielleicht sitzt er ab und zu mit dem Guru zusammen und schlürft mit ihm ein Bierchen, denn der Guru darf ja wieder alles, weil er schon erleuchtet ist.

Dieses Verhalten ist typisch für unsere Behörden. Wo sie nicht eingreifen sollen, da zerstören sie ganze Familien und wo sich einschreiten sollten, da schauen sie weg. Was für eine verkehrte Welt!

 

Dieser Fall zeigt aber auch, dass sich Beharrlichkeit seitens der Bevölkerung manchmal lohnt. Da der Druck zu groß wurde, hat man kleinbei gegeben und die Kinder ins Heim geholt. Tolle Sache, endlich geht es den Kindern besser - könnte man meinen. Aber Pustekuchen, es wären nicht unsere Behörden, wenn alles so laufen würde, wie gewünscht. Denn gewünscht war eigentlich, dass die Kinder endlich zu den fürsorglichen und besorgten Großeltern dürfen. Diese haben sich seit Jahren dafür eingesetzt, das Sorgerecht für die Kinder zu erhalten. Jahrelang hat man die Bitten der Großeltern abgelehnt und ignoriert. Für die Beiden, war das ein Kampf gegen Windmühlen. Als dann der Tag kam, an dem den Eltern das Sorgerecht entzogen wurde, freuten sich die Großeltern schon, weil sie davon ausgingen, dass alle drei Kinder nun zu ihnen dürfen. Nochmal Pustekuchen. Die Behörden wollten nur dem öffentlichen Druck nachgeben und haben ihre Pflicht erfüllt. Aber die Kinder zu liebevollen Verwandten zu lassen, das ist dann schon zu viel des Guten.

 

Dieses ganze Hin und Her zerrt auch an den Großeltern und die sind auch nicht mehr die Jüngsten. Ich habe das Gefühl, der Herr Landrat ist sich schlicht und einfach zu stolz, die Kinder den Großeltern zu überlassen. Was ich mir auch gut vorstellen kann, ist, dass die Kinder in ein paar Monaten wieder zu ihren Eltern zurück müssen, dann wird behauptet, die Eltern geloben Besserung. Bis diese angebliche Besserung dann überprüft wird, können wiederum Monate vergehen. Und wer überprüft die Besserung? Na klar, das Jugendamt, unter der Leitung von Herrn Landrat Ir(r)linger. Ich kann mir auch schon vorstellen, worin diese Besserung besteht. Man legt der Familie einfach nahe, sie sollen keine Öffentlichkeit mehr zulassen, so können sie weiter tun und lassen, was sie wollen. Wir können uns sicher sein, dass Familie, Guru und Landrat aus den vergangenen Fehlern gelernt haben. Und wenn das Jugendamt sagt, sie haben es überprüft und es sei jetzt in Ordnung, dann müssen wir das so hinnehmen. Das Bild kann ich mir schon vorstellen: Da tritt ein Pressesprecher des Jugendamtes (weil der Herr Landrat lässt sich ja nicht mehr blicken), vor das Haus der Familie und verkündet: "Ja, gäh, wir haben die Umstände überprüft und können nur feststellen, dass es den Kindern gut geht. In Anbetracht der positiven Entwicklung, wurde den Eltern das Sorgerecht wieder zugesprochen. Mehr hab ich dazu nicht zu sagen - Danke!"

 

Können wir nur hoffen, dass die Gerichtsbarkeit in diesem Fall die Zügel an sich reißt und dem Ganzen ein Ende bereitet, ein für allemal.

 

Warten wir es ab und schauen wir Ende diesen Jahres mal wieder danach.

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Kommentare: 3
  • #1

    Traumfaenger71 (Dienstag, 17 September 2013 13:58)

    Ja, der Herr Ir(r)linger ist in Franken schon seit langem bekannt für seine Irrungen und Wirrungen!

    Schöne Grüße,
    Traumfaenger71

  • #2

    Mick (Dienstag, 17 September 2013 14:09)

    Na erst mal Gott sei dank das die da rausgeholt wurden. die Haltung des Landrats ist allerdings nicht nachvollziehbar.

    Weißt du eigetnlich wieso die so gelbe Klamotten und mützen anhaben? Soll das an Licht erinnern?

  • #3

    maras-welt (Donnerstag, 19 September 2013 22:39)


    Ich hab jetzt mal geschaut, weil mich die gelben Klamotten auch interessiert haben, hab aber leider nichts gefunden. Allerdings nehme ich auch an, dass es was mit Licht oder Heiligenschein oder so zu tun hat.