Deutsche Bank unterstützt den größten Kohleproduzent der Welt

Erst vor vier Tagen habe ich einen Aufruf zum Appell an die Deutsche Bank reingestellt, in dem es um die Finanzierung von grausamen Tierfabriken geht. Jetzt tritt die Deutsche Bank wieder als Retter in der Not auf. Diesmal geht es um den größten Kohleproduzenten der Welt: Coal India. Noch nie gehört? Ich auch nicht. Wir wissen jedoch, dass je größer ein Konzern, desto schädlicher ist er für die Umwelt. 

Der staatliche indische Kohlekonzern Coal India braucht frisches Geld, um seine ehrgeizigen Minenpläne zu realisieren und hat dafür die Deutsche Bank engagiert. Sie soll dem Konzern helfen, Anteile im Wert von einer Milliarde US-Dollar an der Börse zu verkaufen.

 

Doch Coal India ist nicht nur der größte Kohleproduzent der Welt, er ist auch einer der schlimmsten rund um den Globus: Das Unternehmen vertreibt gewaltsam Stammesvölker, vernichtet den Lebensraum der bedrohten Tiger und lässt sogar Kinder arbeiten.

 

13 Kohleminen und zahlreiche neue Kohlekraftwerke sind in Zentralindien geplant. Greenpeace Indien hat die Auswirkungen der Projekte auf die Tiger untersucht. 1,1 Millionen Hektar Tropenwald sollen dem Kohleabbau zum Opfer fallen und mindestens zehn Tigerreservate sind von den Kohleplänen bedroht.

 

Herr Shinde, der Umweltbeauftragte von einem von Coal Indias größten Tochterunternehmen reduziert die Probleme auf eine einfache Formel: „Wir müssen wählen, ob wir Strom oder Tiger wollen.” Dabei fordern die Einwohner und indische Umweltschützer schon lange einen Stopp für die Ausweitung der Kohleminen.

 

Die Deutsche Bank hat sich aber längst gegen den Tiger und für die Kohle entschieden. Die gewinnorientierten Bankmanager haben sicher gehofft, dass ihre skrupellose Unterstützung für Coal India unbemerkt bleiben würde. Nur öffentlicher Druck kann sie jetzt noch zum Rückzug aus dem Geschäft zwingen.

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