Washington kassiert Millionen von Monsanto und Dupont

Was tut ihr, wenn ihr auf einer Packung lest: "gentechnikfrei"? Ihr greift zu. Was macht ihr, wenn ihr auf einer Packung lest: "gentechnisch verändert"? Ihr lasst es liegen. So geht es den meisten Menschen, weil Gentechnik einfach einen verdient schlechten Ruf hat.

 

In der EU haben wir das Glück, dass Lebensmittel, mit gentechnisch veränderten Zutaten, gekennzeichnet werden müssen. Monsanto & Co. haben in Europa ein großes Problem damit, Gentechnik salonfähig zu machen. Im Gegenteil, wir haben schon sowas wie einen "Gentechnik-Alarmknopf" im Kopf, der sofort anschlägt, sobald wir das Wort "gentechnisch verändert" lesen - und das ist gut so. Und damit so etwas nicht auch noch in Amerika passiert, pumpen Monsanto & Co. viel Geld in Pro-Gentechnik-Kampagnen. Wenn man den Leuten etwas lange und aggressiv genug als positiv verkauft, dann glauben sie es irgendwann, zumindest die Mehrheit und auf die kommt es schließlich an. 

Geldsegen im US-Bundesstaat Washington: Die Agrarkonzerne Monsanto und Dupont haben Millionen investiert, um eine verpflichtende Kennzeichnung von Gentechnik-Zutaten in Lebensmittel zu verhindern. Die Kampagne „Nein zu 522“ - das ist die Nummer der Abstimmung, in der Washingtons Bürger im November über die Kennzeichnung entscheiden – erhielt in den letzten Tagen fast 8 Millionen Dollar von den beiden Unternehmen. Das geht aus einem offiziellen Register des Bundesstaats hervor. Auch die deutsche Gentechnik-Firma Bayer Cropscience hatte zuvor bereits eine halbe Million beigesteuert. Damit verfügt die Anti-Kennzeichnungs-Kampagne nun über 11 Millionen Dollar. Zum Vergleich: „Ja zu 522“ bekam bislang 3,5 Millionen.

 

Quelle und weiterlesen: Monsanto und Dupont öffnen Geldbörse für Gentech-Kampagne

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