Bürgerinitiative hat mit Protest Erfolg – Anlage in Schöning wird nicht gebaut

Zwischendurch mal eine gute Nachricht:

 

Der Protest der Bürgerinitiative gegen den Bau einer großen Hähnchenmastanlage mit 84.000 Mastplätzen samt unterirdischem Gastank und Silos in Schöning hat Wirkung gezeigt: Der Betrieb »Geflügel N + C Rolf GbR« verzichtet auf den Bau einer solchen Anlage am Wirtschaftsweg Hoppenmeer.

 

Die Antragsteller und Bauherren Norbert und Christoph Rolf hatten am Montagabend um ein Gespräch mit Vertretern der Bürgerinitiative (BI) gebeten, um auf die BI zuzugehen und dabei ihren Entschluss, aufgrund des Protestes keine Hähnchenmastställe am Hoppenmeer errichten zu wollen, mitzuteilen.

Sylvia Esch-Völkel, Sprecherin der BI, in einem Gespräch mit dieser Zeitung: »Wir sind natürlich positiv überrascht und erleichtert – auch darüber, dass uns Norbert und Christoph Rolf glaubhaft versichert haben, dass sie zudem nicht daran interessiert sind, in anderer Form, also nach demnächst neuer Gesetzgebung, die maximal 30000 Mastplätze pro Maststall ermöglicht, am Hoppenmeer bauen zu wollen.« [weiterlesen]

 

Können wir nur hoffen, dass es sich hierbei um kein Ausweichmanöver handelt. Ich traue den Unternehmern nicht. Irgendwie müssen sie ja ihre Investitionen wieder reinholen. Aber gut, lassen wir es zunächst einmal als positive Wertung so stehen.


Über das kurze qualvolle Leben eines Huhnes

Die lebenslänglich in konstantem Klima gehaltenen, von den Schrecken dieser Nacht und vom eisigen Fahrtwind auf dem LKW erschöpften Geschöpfe werden aus den Transportkisten gerissen.

Mit raschen, roboterhaften Bewegungen packt die weiss gekleidete und hygienisch vermummte Person die Hühner an den Beinen und hängt sie Kopf nach unten an die langsam vorbeilaufenden Bügel. Eine kurze Weile flattern die Tiere in Panik und versuchen, dieser unnatürlichen, beängstigenden Situation zu entfliehen.

Dann sind die Tiere völlig erschöpft und hängen apathisch an den weiterlaufenden Bügeln. Der Weg des Transportbandes ist absichtlich lang, damit die Tiere ruhig gestellt sind, wenn sie das Elektrobad erreichen Sie seien rasch "beruhigt", sagen die Schlächter.

In Wirklichkeit sind sie nicht "beruhigt", sondern halb tot vor Angst. Einige Tiere halten die Augen geschlossen, den Schnabel leicht geöffnet, hächelnd. Auf Berührungen reagieren sie kaum noch. Andere halten den Kopf in den Nacken gekrümmt - Angststarre.

Das Förderband mit den an den Füssen hängenden jungen, ausgebeuteten und zur Ausschussware degradierten Hennen bewegt sich langsam durch eine Oeffnung in den nächsten Raum, zum Betäubungsbecken. Darin hat es Wasser, das unter Hochspannung steht.

Die Köpfe der Tiere tauchen ein. Vorher oft noch ein heftiges Flügelschlagen. Offenbar werden die Ankommenden gelegentlich von der bereits eingetauchten Vorgängerin elektrisiert, wenn sich die nassen Flügel berühren.

Nach einigen Sekunden werden die Tiere von dem mit konstanter Geschwindigkeit laufenden Förderband, immer noch mit den Füssen in den Bügeln hängend, wieder aus dem Betäubungsbecken herausgezogen - die meisten sind dann betäubt.

Nach dem Betäubungsbad wird der Kopf der betäubten wie auch der nicht-betäubten Tiere automatisch zwischen zwei Schienen gezogen und läuft an einem rotierenden Messer vorbei, welches den Hals aufschneidet.

Tiere, welche es - nachdem sie das Elektrobad überstanden haben - auch noch schaffen, diesem Messer zu entgehen, werden von einem Schlächter ergriffen und erhalten den Halsschnitt von Hand. Nach einiger Zeit hat dann auch ihr Leiden ein Ende.

 

Quelle: vgt.ch

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