Unsere Regierung kehrte EHEC (Darmkeim) einfach unter den Tisch

Ich finde, dieses Bild veranschaulicht wunderbar das Verhalten unserer Behörden!
Ich finde, dieses Bild veranschaulicht wunderbar das Verhalten unserer Behörden!

Mit Ermitteln und Recherchieren haben`s unsere Regierungsvertreter nicht so. Zumindest bei Dingen, bei denen sie nicht davon profitieren, in irgendeiner Weise. Wer erinnert sich noch an den EHEC- bzw. Sprossenskandel? Kaum einer, denn über die Sache ist schon längst Gras gewachsen. Damals hat man doch erst die Spanier mit ihren Gurken im Verdacht gehabt, dann waren`s doch die Sprossen und zudem noch aus dem eigenen Land - wie peinlich. Dafür haben uns die Spanier gehasst. Nach dem die Schlagzeilen verschwunden und ein paar Fälle aufgeklärt waren, legte man den Rest - sage und schreibe 90% der gemeldeten Fälle - einfach zu den Akten, vollbemerkt: ungelöst! Den armen kleinen niedersächsischen Betrieb hat man dann für die fast 4000 betroffenen Menschen und die 53 Toten verantwortlich gemacht. Ein Sündenbock reicht doch aus, so dachten die Verantwortlichen.

 

Frechheit, wie wir hintergangen, belogen und betrogen werden. Foodwatch findet das auch und ruft deshalb dazu auf, den EHEC-Skandal weitreichend aufzuklären. Es kann nicht sein, dass den Menschen suggeriert wird, man würde sich um solche Fälle kümmern und es dann doch nicht tut.

Hier der Newsletter von Foodwatch:

 

Erinnern Sie sich noch an EHEC? An dem gefährlichen Darmkeim erkrankten 2011 in Deutschland fast 4.000 Menschen. Bei 855 kam es zu lebensbedrohlichen Komplikationen, viele leiden noch heute unter den Folgen. 53 Personen starben.

 

Und die Bundesregierung? Erklärte nach Wochen der Verunsicherung, man habe die Krise "erfolgreich bewältigt" und die Ursache identifiziert: Sprossen aus einem kleinen Betrieb in Niedersachsen wurden für die Infektionen verantwortlich gemacht.

 

Eine über 13 Monate andauernde Recherche von foodwatch beweist jedoch, dass die Bundesregierung uns Bürgerinnen und Bürger belogen hat: Fast 90 Prozent der Erkrankungsfälle sind bis heute ungeklärt - und wurden trotzdem zu den Akten gelegt. Die EHEC-Krise ist also alles andere als aufgeklärt!

 

foodwatch meint: Wir wollen von unserer Regierung nicht getäuscht werden! Unterstützen Sie deshalb jetzt unsere E-Mail-Aktion. Fordern Sie von Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner (CSU) und Gesundheitsminister Daniel Bahr (FDP), dass sie sich endlich zu den Tatsachen der EHEC-Krise bekennen. Bis zur Vereidigung einer neuen Regierung sind beide im Ministeramt.

 

Setzen Sie ein Zeichen - machen Sie jetzt mit bei unserem E-Mail-Protest:

 

www.foodwatch.de/aktion-ehec

 

Ausgangspunkt der foodwatch-Recherche war ein Hinweis im offiziellen EHEC-Abschlussbericht des Verbraucherministeriums. Angeblich hätten die Behörden eine Gesamtliste aller Erkrankungen und ihrer Verbindungen zu dem Sprossenbetrieb aus Niedersachsen erstellt. Komisch nur: Diese Liste wurde nie veröffentlicht.

 

Deshalb stellte foodwatch im Mai 2012 Antrag auf Akteneinsicht. Nach langem Hin und Her stellte sich heraus, dass es eine alle 3.842 Erkrankungsfälle erfassende "Gesamtliste" nie gegeben hat. Die erstellte Auflistung kann nur maximal 500 Ausbruchsfälle erklären. Auf Nachfrage von foodwatch gab das Robert-Koch-Institut, das an der EHEC-Aufklärung beteiligt war, unumwunden zu: Bis heute ist völlig unklar, wie viele der Erkrankungen tatsächlich mit dem niedersächsischen Sprossenhersteller in Verbindung gebracht werden können. Rund 3.300 - also fast 90 Prozent! - der Erkrankungsfälle sind ungeklärt zu den Akten gelegt worden.

 

Liebe foodwatch-Interessierte, waren auch Sie erleichtert als damals Sprossen als Ursache für die Epidemie bekanntgegeben wurden? Haben Sie auf die Arbeit der Bundesministerien vertraut? Fühlen auch Sie sich von der Regierung getäuscht?

 

Wir bei foodwatch wollen das der Regierung nicht durchgehen lassen - und haben daher heute eine Protestaktion gestartet. Unterstützen Sie uns: Fordern Sie Ilse Aigner und Daniel Bahr dazu auf, zu den Tatsachen zu stehen. Die EHEC-Krise 2011 wurde bis heute nicht aufgeklärt. Ein Hinters-Licht-Führen der Bevölkerung durch die Bundesregierung schadet unserer Demokratie.

 

Machen Sie dies klar und unterzeichnen Sie unsere E-Mail-Aktion:

 

www.foodwatch.de/aktion-ehec

 


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Kommentare: 3
  • #1

    Lichtblick (Mittwoch, 25 September 2013 17:32)

    Enterohämorrhagische Escherichia coli (EHEC) sind Coli-Bakterien die krankheitserregend sind. Warum entstehen aus "Guten" wichtigen Darmbakterien plötzlich "Böse" Mikroben? Es ist die Einnahme von Antibiotika sowie die Impfungen und anderer Giftmüll, der die DNS der Bakterien verändert. Es gibt aber noch eine Sache die ich erwähnen möchte. Nur ein geschwächtes Immunsystem erlaubt solchen Bakterien so ein Unheil anzurichten wie in den EHEC-Wochen. Nehmen wir das Bakterium Clostridium tetani, der Tetanus bzw. Wundstarrkrampf hervorrufen kann. Dieser Erreger ist fast überall anzutreffen und doch erkranken vielleicht eine Handvoll Menschen in der BRD daran. Es gibt in Deutschland mehrere Millionen Menschen die kein Impfschutz dagegen haben und trotzdem wird quasi kein Mensch daran erkranken. Also die EHEC Geschichte ist sehr merkwürdig und fragwürdig.

  • #2

    Mick (Mittwoch, 25 September 2013 19:25)

    EHEC Ist das ein erreger, der eine darmentzündung auslöst? Und nur Menschen mit geschwächter Abwehr fallen dem zum Opfer?

    So ähnlich wie die bienen, da wird ja auch immer gesagt sie würden in wirklichkeit milben oder anderen krankheiten zum opfer fallen. aber nur eine durch pestizide geschädigte biene wird mit dem befall nicht fertig und stirbt daran. das ist der springende punkt.

    Ein grund mehr, wert auf eine gesunde ernährung zu legen und auf gifte, (nikotin alkohol, chemie ) weitläufig zu verzichten. Ich kenne jemanden, der hatte das gerade, aber der ist alkoholkrank und beinamputiert.

  • #3

    Lichtblick (Mittwoch, 25 September 2013 20:24)

    Ja klar Mick, EHEC scheiden Toxine aus die schwerste Darmentzündungen und damit das Immunsystem lahmlegen können. Blutiger Durchfall, Nierenversagen sowie einige schwere Blutkrankheiten können die Folge sein. Ein großes Problem ist die drastische Abnahme der Thrombozyten-Blutplättchen-die für den Wundverschluss notwendig sind. Durch die extrem vielen Entzündungsstellen im Gewebe fehlen sie irgendwann an neuen Entzündungsstellen, so das man verbluten kann.