Nutztiere massiv mit Glyphosat belastet

So, so, unsere Nutztiere sind also massiv mit Glyphosat belastet. Aber was ist Glyphosat?

 

In erster Linie ein Gift:

Bildquelle: Wikipedia / Ätzend
Bildquelle: Wikipedia / Ätzend
Bildquelle: Wikipedia / Umweltgefährlich
Bildquelle: Wikipedia / Umweltgefährlich

Da hätten wir bei der Kennzeichnung von Chemikalien schon mal die beiden Zeichen.

 

Das Linke steht für ätzend:

 

Ätzende Stoffe sind Stoffe, die Ätzwirkung zeigen, also lebendes Gewebe zerstören oder Oberflächen angreifen. Zu den ätzenden Stoffen zählen stärkere Säuren und Basen sowie Verbindungen, die mit Wasser stark alkalisch oder sauer reagieren. Auch oxidierend wirkende und Wasser entziehende Stoffe können ätzend sein. Ätzende Stoffe können organischer oder anorganischer Natur, fest, flüssig oder gasförmig sein. [mehr bei Wikipedia]

 

Das Rechte steht für umweltgefährlich:

 

Als umweltgefährliche Stoffe (auch Umweltgifte oder Umweltschadstoffe) werden Stoffe oder Zubereitungen verstanden, die selbst oder deren Umwandlungsprodukte geeignet sind, die Beschaffenheit des Naturhaushaltes, von Wasser, Boden oder Luft, Klima, Tieren, Pflanzen oder Mikroorganismen derart zu verändern, dass dadurch sofort oder später Gefahren für die Umwelt herbeigeführt werden können. [mehr bei Wikipedia]

 

Ich finde, die beiden Texte sprechen für sich. Allein in Deutschland werden pro Jahr über 5000 Tonnen von diesem Gift in die Umwelt gespritzt - und das weltweit seit über 30 Jahren. Das halte ich für sehr bedenklich und zeigt uns mal wieder, wie unbedacht mit Chemikalien dieser Art umgegangen wird. Die Langzeitschäden sind gar nicht auszudenken. Aber eines weiß man inzwischen ganz genau: Es löst sich nicht in Luft auf, sondern landet über die Nahrungskette irgendwann in unseren Körpern.

 

Wer mehr darüber wissen will, der sollte sich diesen Artikel durchlesen:

 

Glyphosat – Massenvernichtungswaffe aus dem Supermarkt

Das Münchner Umweltinstitut ruft dazu zu einer Online-Aktion auf:

Im Rahmen einer kürzlich veröffentlichten Studie untersuchte die Professorin und Fachärztin für Mikrobiologie Dr. Monika Krüger von der Uni Leipzig 240 dänische Kühe auf Rückstände des gefährlichen Spritzmittels Glyphosat. Das Ergebnis ist erschreckend: Die Urinproben der konventionell gehaltenen Kühe waren allesamt belastet. Darüber hinaus wurden erhöhte Konzentrationen verschiedener Enzyme in den Blutproben der Tiere gefunden, die auf geschädigte Organe und Muskeln hinweisen.

Die Wissenschaftler stellten außerdem fest, dass lebenswichtige Spurenelemente wie Mangan und Kobalt weit unter den Referenzwerten lagen, was mit einiger Wahrscheinlichkeit auf die importierten, stark glyphosathaltigen Futtermittel wie Soja zurückzuführen sei.

 

Das Bundesamt für Risikobewertung (BfR) sieht trotz dieser neuen Ergebnisse weiterhin keinen Handlungsbedarf. Schon auf eine vom BUND initiierte Studie, die in 18 europäischen Ländern den Urin von Großstädtern untersuchen ließ, reagierte das BfR mit der Behauptung, dass „die im Urin gefundenen Werte nicht auf eine gesundheitlich bedenkliche Belastung der Verbraucher mit Glyphosat hinweisen“. Die Tatsache, dass immerhin 70 Prozent dieser Proben belastet waren, sieht das BfR dabei wohl eher als nebensächlich an.

 

Einmal mehr stellt sich die Frage, wie viele Studien die deutschen Behörden noch benötigen, um endlich entsprechend zu handeln und den Glyphosateinsatz zu verbieten. Das mittelamerikanische Land El Salvador macht es vor und hat letzte Woche den Wirkstoff Glyphosat zusammen mit 52 anderen gefährlichen Agrargiften verboten.

 

Beteiligen Sie sich an unserer Unterschriftenaktion und setzen Sie damit ein Zeichen gegen Glyphosat in unserem Essen!

 Onlineaktion


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