Protestaktion: Borneo - Notruf aus dem Nationalpark

Es gibt nicht mehr viele Gebiete auf der Welt, die unberührt sind. Dafür hat man weltweit Nationalparks eingerichtet, die wenigstens den letzten Tieren und Pflanzen einen geschützten Raum bieten sollen. Doch selbst vor diesen Gebieten machen die Großkonzerne nicht halt. Bis an den Rand wird die Flora und Fauna zerstört, oft sogar bis in die Gebiete hinein.

Dieses Bild ist schon fast ein Hohn: Welcome to... / Bildquelle: staff.it.uts.edu.au
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Jetzt gibt es wieder einen Notruf aus Borneo. Die Nachfrage nach dem billigen Palmöl durch die Lebensmittel, Chemie- und Agrospritindustrie in Europa treibt die Regenwaldrodung an. Die EU-Länder importieren sechs Millionen Tonnen des tropischen Öls pro Jahr, Tendenz steigend. Zunehmend geht Palmöl in die Produktion von so genanntem Biodiesel. Ein Drittel der Palmölimporte nach Europa landen auf diese Weise in Fahrzeugtanks und Kraftwerken. Schuld ist die fatale Biospritpolitik von Bundesregierung und EU.

 

Der auf einer Halbinsel im Süden Borneos gelegene Nationalpark beherbergt eines der größten noch verbliebenden tropischen Sumpfwaldgebiete der Welt. Bereits 1935 wurde das Gebiet zum Wildtierreservat erklärt, um die dort lebenden Orang-Utans (Pongo pygmaeus) und Nasenaffen (Nasalis narvatus) zu schützen. 1977 anerkannte die UNESCO das Gebiet als Biosphärenreservat, das 1982 von der indonesischen Regierung zum Nationalpark erhoben wurde. 1996 wurde Tanjung Puting auf seine aktuelle Größe von 4.150 Quadratkilometern ausgeweitet und erstreckt sich über ca. 100 Kilometer in Nord-Süd- und ca. 40 Kilometer in Ost-West-Richtung.

 

Trotz des bereits seit langem bestehenden Schutzes ist Tanjung Puting stark bedroht. Die zuständigen Behörden unternehmen zu wenig gegen Plünderer und Abholzer. Nicht nur Palmölfirmen betreiben Rodungen, auch der Einschlag tropischer Edelhölzer zerstört die Natur. Außerhalb des Nationalparks wurden die wertvollen Ramin- und Eisenholzbäume längst rücksichtslos von der Tropenholzindustrie geplündert und stehen nun als gefährdet auf der Roten Liste.

 

Ein weiteres gravierendes Problem ist der Goldabbau in den Flüssen. Das zum Trennen des Goldes benutzte hochgiftige Schwermetall Quecksilber vergiftet die Flusssysteme und deren Bewohner.

 

Rettet den Regenwald e. V. hat hierzu eine Protestaktion gestartet:

 

Borneo: Notruf aus dem Nationalpark

 

Bitte verbreitet diese Aktion und helft somit den bedrohten Nationalparks!


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