Skandale um Zirkus Renz brechen nicht ab

Es nimmt einfach kein Ende, mit der Skandal-Familie Renz. Erst im Juni tötete Renè Renz die Elefantenkuh Mädi, als er sich auf der Flucht mit ihr, in Estland befand. Jetzt steht sein Bruder Daniel Renz im Visier der Tierschützer. Pro Wildlife berichtet in seinem neuesten Newsletter:

 

Daniel Renz vom Universal Circus Renz, Bruder des „Elefantentramplers“ René Renz, wurde jetzt vom Amtsgericht Duisburg wegen schwerer Körperverletzung eines Zirkusbesuchers zu sieben Monaten Haft auf Bewährung verurteilt. Renz wurde in der Vergangenheit bereits mehrfach wegen unterschiedlichster Vergehen verurteilt. Jetzt hat er Insolvenz angemeldet. Pro Wildlife fürchtet, die noch bei Renz lebenden Tiere könnten die Leidtragenden der Zirkuspleite sein. Wir fordern, die drei Elefanten sowie Pferde, Kamele und Lamas umgehend in eine bessere Haltung zu überführen und Renz die Genehmigung zur gewerblichen Tierhaltung endgültig zu entziehen. Bei der Familie Renz starben innerhalb von eineinhalb Jahren drei Elefanten.

 

Jetzt geht es also um die verbliebenen Tiere. Dieses verantwortungslose Verhalten ist typisch für die Brüder Renz und trotzdem gingen immer noch tausende Besucher in diesen Skandal-Zirkus.

Der Circus Renz war ein deutsches Zirkusunternehmen. Es wurde 1842 in Berlin von Ernst Jakob Renz als Circus Olympic gegründet und bestand bis 1897. Das Unternehmen verfügte über feste Bauten in Berlin, Hamburg, Bremen, Breslau, Wien und Kopenhagen.

 

Heute gibt es inner– und außerhalb Deutschlands mehrere Zirkusunternehmen dieses Familiennamens, von denen der Circus Universal Renz, der 2013 Insolvenz anmeldete, die Circusshow Renz Manege und der niederländische Circus Herman Renz die größten sind. [Wikipedia]

 

Welch Schande für das Familienunternehmen, ich glaube, Ernst Jakob würde sich im Grabe umdrehen, würde er mitbekommen, was seine Nachfahren aus seinem Erbe gemacht haben. Die Skandal-Brüder haben den Namen Renz auf`s äußerste beschmutzt.

 

Da der Universal Circus Renz nun Pleite ist, stellt sich die Frage: Was geschieht jetzt mit den verbliebenen Tieren? Pro Wildlife hat seine Hilfe angeboten, können wir nur hoffen, dass diese Hilfe angenommen wird.

 

Und, liebe Leute, bleibt weg von Zirkussen die Tiershows anbieten. Man kann auch in tierfreien Zirkussen jede Menge Spaß haben, die Artisten sind zum Teil sehr gut und auch die Clowns sind nicht mehr nur die Kasperl mit den roten Nasen. Wenn wir allerdings unsere Kinder schon an Zirkusse mit Tieren gewöhnen, dann stellen sie später selbst diesen Anspruch für ihre Kinder und so zieht es sich von Generation zu Generation. Gewöhnen wir unsere Kinder doch lieber an Zirkusse ohne Tiere, das zieht sich genauso durch alle Generationen. Irgendwann werden solche Shows der Vergangenheit angehören.

 

Passend zum Thema, das Gedicht von Rainer Maria Rilke:

 

Der Panther - Im Jardin des Plantes, Paris


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Kommentare: 1
  • #1

    Schulz (Dienstag, 11 Oktober 2016)

    Ja, da haben Sie Recht mit ihren Äußerungen.
    Als ehrenamtlicher Tierschützer begrüße / begrüßen wir es wenn endlich die zuständigen Behörden ( Bundestag, Bundesregierung , Tierschutzämter usw.) sich endlich durchringen & für immer ein absolutes Verbot - Gesetz durch bringt.