Bio-Babynahrung mit genmanipuliertem Gemüse entdeckt

Und schon wieder ist Hipp in einen Lebensmittelskandal verstrickt. Das letzte Mal ging es um die Tochterfirma von Hipp Bebivita. Doch dieses Mal steht Hipp nicht alleine da. Dieses Mal befindet sich Hipp in guter Gesellschaft mit Demeter, der Biomarke.

 

Zählt auch hier wieder einfach nur: Je größer, desto korrupter? Ich kann einfach nicht verstehen, warum solche Unternehmen sich auf so etwas einlassen bzw. ihre Analysen nicht stark genug ausweiten. Der Kunde bezahlt es doch. Bei Alnatura und Bioland funktioniert es doch auch, obwohl ich bei Alnatura auch schon Inhaltsstoffe (z. B. Jod im Kräutersalz) bemängelt habe, aber Gentechnik ist nochmal ganz was anderes. Außerdem ist das Jod sehr deutlich gekennzeichnet und der Verbraucher kann sich entscheiden. Kann er aber nicht, wenn er nicht weiß, dass sich genmanipuliertes Gemüse im Gläschen befindet. Wenn es nicht einmal die Firma weiß, die diese Produkte herstellt und verkauft! (Da muss ich doch gleich mal mit dem Auge zwinkern!)

Bildquelle: clatl.com
Bildquelle: clatl.com

Die CMS-Hypride, um die es hierbei geht, sollen harmlos sein und nur den einen Zweck erfüllen: Monsanto & Co. den Profit zu sichern. Bei genmanipulierten Pflanzen dieser Art, ist es nicht mehr möglich neues Saatgut anzulegen. Die Pflanze wird praktisch unfruchtbar gemacht - sterilisiert. So wird der Landwirt gezwungen, immer wieder neues Saatgut bei Monsanto & Co. einzukaufen. Dafür sollen aber auch die Erträge hoch sein - na dann...

 

Jetzt müssen die Hersteller mal wieder hinter sich aufräumen und die Fehlerquellen aufdecken. Rückholaktionen, Imageschäden, Vertrauensbruch, das alles hätten sie sich sparen können, hätten sie ihre Kontrollen engmaschiger durchgeführt. Jetzt wird der Verbraucher mal wieder gefordert, doch einmal mehr nachzufragen und sich einmal mehr zu informieren. Blindes Vertrauen kann man schon lange in kein Unternehmen mehr stecken, zumindest nicht ab einer gewissen Größe. Und was die Werbung verspricht, dass darf man eh nicht glauben. Je mehr ein Produkt beworben wird, desto mehr würde ich mich fragen, was damit nicht in Ordnung ist, denn ein gutes Produkt muss nicht zur Marke gemacht werden, das macht sich selbst zur Marke und zwar durch Transparenz und Qualität.

Bildquelle: mamiweb.de
Bildquelle: mamiweb.de

Ich weiß, dass es manchmal schwierig ist, auf solche vorgefertigten Produkte zu verzichten, aber in einigen Bereichen lohnt es sich schon, selbst in die Massenproduktion zu gehen. Babys sind noch so anspruchslos. Sie brauchen keine Gewürze, keine Zusatzstoffe und Konservieren kann man indem man einfriert. So gibt es die Möglichkeit Essen für das Baby in großen Mengen vorzubereiten und dann portionsweise einzufrieren. So hab ich das lange Zeit gemacht. Und `ne Banane oder ein Apfel für Zwischendurch sind schnell zermatscht, da brauch ich keine Gläschen von Hipp & Co..

 

Da appeliere ich doch an alle Mütter: Nehmt Euch die zwei bis drei Stunden im Monat Zeit, um für Euer Baby die Nahrung selbst herzustellen. Sie brauchen keine große Abwechslung! (Obwohl hier die Meinungen stark auseinander gehen - aber das muss jeder für sich entscheiden! Wer möchte, kann das alles auch abwechslungsreich gestalten.)

 

Ich habe meinem Sohn sechs Monate lang fast immer das Gleiche gegeben: Kartoffeln, Karotten, Rindfleisch und Rapsöl und das zu einer unappetitlich aussehenden Pampe verrührt. Zwischendurch noch gematschtes Obst oder Fruchtjoghurt und das war`s auch schon. Er hat sich nie beschwert und ist gesund und munter. Manchmal ist weniger mehr! Für unterwegs kann man Obstbreis oder selbstgemachten Fruchtjoghurt sehr gut in Gläschen abfüllen. Ist genauso praktisch, aber eben wesentlich gesünder. Das alles hat noch einen Vorteil: Das Kind gewöhnt sich nicht an den Geschmack von Fertignahrung, sondern es weiß, wie frisches Essen schmeckt. Das setzt allerdings voraus, dass es später auch keine Fertignahrung bekommt. Sonst hat man ein Problem. 

 

Bezugsquelle: ntv.de


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