Perenco in Guatemala: Erdöl und Gewalt

Vertriebene Gemeinde im Bezirk Petén (Foto: Gregory Lassale)
Vertriebene Gemeinde im Bezirk Petén (Foto: Gregory Lassale)

Erdöl ist schon lange kein Segen mehr. Hätte jemand Statistik darüber geführt, wie viele Menschen für Erdöl ihr Leben geben mussten (einschließlich aller Kriege), dann würde dort mit Sicherheit eine zehnstellige Zahl stehen. Ist es das wirklich wert? Für uns bestimmt nicht.

 

Perenco in Guatemala ist nur eines von vielen Gebieten, die existentiell bedroht sind, nur wegen Erdöl. Sicher gehören andere Ressourcen auch dazu, wie zum Beispiel Holz, Kohle oder Diamanten. Aber mit großem Abstand zählt Erdöl zu den Killern Nummer Eins auf unserem Planeten. Wo sich die anderen Ressourcen auf bestimmte Gebiete beschränken, kann man Erdöl nahezu überall abbauen, zu Lande, im Meer, in der Wüste, in den Regenwäldern.

 

Derzeit sitzen 30 Greenpeace-Aktivisten in Russland im Gefängnis, weil sie gegen Öl-Bohrungen in der Artkis protestiert haben. Auch hier geht es mal wieder ums liebe Erdöl. Die Arktis ist (war) noch eines der wenigen unberührten Gebiete weltweit. Es ist traurig zu sehen, dass der Kapitalismus die Welt regiert, sogar im hintersten Winkel der Zivilisation.

 

Rettet den Regenwald e. V. hat eine Protestaktion gestartet, die sich an die Behörden in Guatemala wendet.

 

Perenco Guatemala Limited, lokales Tochterunternehmen des britisch-französischen Erdölkonzerns Perenco, fördert seit 2001 Öl im Nationalpark Laguna del Tigre PLNT im Verwaltungsbezirk Petén. 2010 wurde die Konzession des Unternehmens um 15 Jahre verlängert. Die Entscheidung, die Ausbeutung des Öls in dem Naturschutzgebiet fortzusetzen, ist stark umstritten.

In der Vertragsverlängerung des Erdöl-Vertrags Nr. 2-85 wurde unter anderem eine starke Militarisierung des Gebietes durch ein „grünes Bataillon“ festgelegt. Dieses wird direkt durch die Ölgesellschaft Perenco G.L. mitfinanziert. Seit 2010 hat sich die Anzahl der anwesenden Militärtrupps verdreifacht, und die Gemeinden fühlen sich unterdrückt und von den Soldaten eingeschüchtert.

 

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