Lügenbaron Oettinger in seinem Element

Die Sterne wirken schon fast wie ein Heiligenschein
Die Sterne wirken schon fast wie ein Heiligenschein

Vom EU-Kommissar Günther Oettinger kann sich Baron Münchhausen noch ein paar Scheiben abschneiden. Der nämlich biegt es sich ständig so zurecht, wie er es gerade braucht. Das er ein Schößling der Atomlobby ist, ist kein Geheimnis, aber wenn er schon Dinger dreht, dann sollte er es wenigstens so tun, dass man es ihm später nicht mehr nachweisen kann. Auf der anderen Seite ist es ja auch völlig egal, denn außer einem kurzen Artikel in der Süddeutschen Zeitung, hat er nichts zu befürchten. Sein Kurs bleibt bestehen.

 

Auch das Umweltinstitut München e. V. schreibt in seinem Newsletter:

 

Dass Günther Oettinger beim Thema Energiepolitik ein eher zweifelhaftes Verhältnis zur Realität hat, ist längst bekannt. Doch dass unliebsame Ergebnisse aus seiner eigenen Behörde kommentarlos aus den Berichten gestrichen werden, ist Bürgertäuschung in einer neuen Qualität.

Der EU-Kommissar hat stets darauf hingewiesen, dass die angeblich viel zu hohe Förderung der erneuerbaren Energien die Bürgerinnen und Bürger Europas über Gebühr strapaziere. Ein Papier aus der eigenen Generaldirektion, das der Süddeutschen Zeitung vorliegt, rückt die Fakten wieder ins rechte Licht: Von den über 130 Milliarden Euro, mit denen der europäische Energiemarkt subventioniert wurde, flossen lediglich 30 Milliarden in erneuerbare Energien. Weitaus höher subventioniert wurden Atom-, Kohle- und Gaskraftwerke.

Weil diese Ergebnisse Herrn Oettinger gar nicht gefallen, wurde kurzerhand beschlossen, die entsprechenden Passagen zu streichen. Auf Anfrage der SZ wurde mitgeteilt, solche Zahlen hätte es nie gegeben. Eine dreiste Lüge: Der Zeitung lag bereits eine Version mit den Zahlen vor, die in der Endfassung gestrichen wurden. Die Streichung wurde sogar noch mit "Änderungen verfolgen" markiert.
Nicht erneuerbare Energien sind die Preistreiber am Strommarkt, sondern die planlose Förderung der unflexiblen Atom- und Kohlemeiler, die die Netze verstopfen.

 

Quelle: Umweltinstitut München e. V.


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