Das Kybalion - Die 7 hermetischen Gesetze


Die französische Ausgabe des Kybalion (1908)
Die französische Ausgabe des Kybalion (1908)

Was habe ich mit dem Kybalion zu schaffen? Nichts. Und was mit den sieben hermetischen Gesetzen? Alles und/oder Nichts. Verwirrt? Naja, ich auch und wiederum auch nicht, denn darum geht es: Die Dinge in ihrer Gesamtheit zu betrachten. So oder so ähnlich könnte man es beschreiben oder auch nicht. Natürlich geht es um wesentlich mehr, aber dazu später.

 

Wie ich darauf komme? Wie immer führte eins zum andern. Ich weiß schon gar nicht mehr wonach ich anfänglich gesucht habe, wenn ich überhaupt gesucht habe, auf jeden Fall habe ich ein bisschen rumgesurft und bin dann schließlich beim Alpenparlament.tv gelandet. Dort sah ich ein Video-Gespräch in dem es um ein Kinderbuch geht: Das Buch des Lebens. Und dieses Buch behandelt die sieben hermetischen Gesetze, eben nur kinderleicht und verständlich. So zumindest versprechen es die Gesprächsteilnehmer.

 

Da mich dieses Buch neugierig gemacht hat und ich einen kleinen Sohn habe, der genau im richtigen Alter ist, suchte ich danach. Dabei bin ich auf ein weiteres Gespräch gestoßen, welches ich noch interessanter fand (die Quellen gibt es zum Schluss). Und dort wurde das Kybalion erwähnt. Tja und so bin ich beim Kybalion gelandet.

Das Kybalion ist ein unter Esoterikern und Okkultisten populäres Buch, welches erstmals auf englisch im Dezember 1908 in Chicago veröffentlicht wurde. Das Werk beinhaltet sieben „hermetische Prinzipien“. Die Autorschaft ist nicht ganz geklärt, da die Urheber anonym blieben und das Buch selbst nur auf „drei Eingeweihte“ verweist.

 

Inhaltlich bezieht sich das Buch auf die Aussagen der Tabula Smaragdina und des Corpus Hermeticum. Laut Kybalion war jener Hermes ein ägyptischer Meister und Begründer der esoterischen Lehren die u. a. Alchemie und Astrologie umfassten. Die im Buch enthaltenen „hermetischen Prinzipien“ sollen einen Schlüssel bilden, um an die Bedeutungen hermetischer Texte herangeführt zu werden. Das Ziel der hermetischen Alchemie ist laut Buch keineswegs die Herstellung eines Steins der Weisen, welcher unedle Metalle je nach Perfektion desselben in Gold oder Silber transmutiert, sondern die Umwandlung von mentalen Schwingungen in andere mentale Schwingungen. Somit wird im Kybalion vor allem von geistiger und nicht materieller Alchemie gesprochen. Grundlage dieser Auffassung ist die im Buch vertretene Ansicht, dass das „All“ geistiger Natur ist. Dessen Struktur wird nun in sieben „Prinzipien“ näher erläutert:

 

  1. Das Prinzip der Geistigkeit: „Das All ist Geist; das Universum ist geistig.“
  2. Das Prinzip der Analogie (Entsprechung): „Wie oben, so unten; wie innen, so außen; wie der Geist, so der Körper“. Die Verhältnisse im Universum (Makrokosmos) entsprächen demnach denen im Individuum (Mikrokosmos) – die äußeren Verhältnisse spiegelten sich im Menschen und umgekehrt. Veränderungen im mikrokosmischen Bereich wirkten sich folglich auch auf die Gesamtheit aus (Magie).
  3. Das Prinzip der Polarität: „Alles ist zweifach, alles ist polar; alles hat seine zwei Gegensätze; Gleich und Ungleich ist dasselbe. Gegensätze sind ihrer Natur nach identisch, nur in ihrer Ausprägung verschieden; Extreme begegnen einander; alle Wahrheiten sind nur Halb-Wahrheiten; alle Paradoxa können in Übereinstimmung gebracht werden.“
  4. Das Prinzip der Schwingung: „Nichts ruht; alles ist in Bewegung; alles schwingt (siehe 5.).“
  5. Das Prinzip des Rhythmus: „Alles fließt – aus und ein (siehe 4.); alles hat seine Gezeiten; alles hebt sich und fällt, der Schwung des Pendels äußert sich in allem; der Ausschlag des Pendels nach rechts ist das Maß für den Ausschlag nach links; Rhythmus gleicht aus.“
  6. Das Prinzip der Kausalität (Ursache und Wirkung): „Jede Ursache hat ihre Wirkung; jedes Phänomen hat seine Ursache; alles geschieht gesetzmäßig; Zufall ist nur ein Begriff für ein unerkanntes Gesetz; es gibt viele Ebenen von Ursachen, aber nichts entgeht dem Gesetz.“
  7. Das Prinzip des Geschlechts: „Geschlecht ist in allem; alles trägt sein männliches und sein weibliches Prinzip in sich; Geschlecht offenbart sich auf allen Ebenen.“ [Wikipedia]

Der Autor war so begeistert von der göttlichen Ordnung (so kann man die hermetischen Gesetze auch nennen), dass er sich sagte, seine Kinder sollten auch in den Genuss dieser Erkenntnis kommen. Nur wie erklärt man kleinen Kindern die sieben hermetischen Gesetze, wenn es schon die meisten Erwachsenen nicht mal verstehen? Natürlich, in einem Kinderbuch. Ist ja auch naheliegend. Und so hat der Autor, Alexander Grogg, die Gesetze in eine Reihe von Abenteuern gepackt, die Tim, ein kleiner Waisenjunge erlebt. Denn die Gesetze nur rein theoretisch zu lesen und dann zu verstehen, das fällt, glaube ich, jedem schwer. Wenn man aber die Zusammenhänge versteht und begreift, wann und wie die Gesetze praktisch genutzt werden können, dann kann man sie selbst anwenden und seine eigenen Erfahrungen damit sammeln. 

 

Ich habe mir das Buch jetzt bestellt. Leider gibt es das Buch noch nicht gebraucht zu kaufen, da es erst im Mai veröffentlicht wurde. Meinem Sohn habe ich die Geschichte schon angekündigt und er freut sich schon sehr darauf, von mir eine längere Geschichte zu hören. Und Abenteuer sind für Kinder sowieso immer spannend. Mal sehen, wenn es was taugt, dann strebe ich eine Vorleserunde an. In unserem Kinder- und Jugendhaus könnte man das anbieten. Aber jetzt schauen wir erst einmal, was dieses Buch für Geheimnisse preisgibt.

 

Hier kann man das Buch bestellen:

 

Buch des Lebens

 

Hier der Link zum Gespräch beim Alpenparlament.tv:

 

“Buch des Lebens“ – Das wertvollste Buch über die hermetischen Gesetze

 

Und hier das tolle Gespräch von TimeToDo:


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