Gift auf unserer Haut - Leder und Pelze (Doku + Petition)

Sie sind so schön weit weg, die Füße der Kinder aus Bangladesh, die in giftigen Chemikalien stehen - stundenlang! -, nur damit wir Schuhe und Taschen aus echtem Leder für 20 Euro kaufen können. Schutzkleidung gibt es nicht, die wäre ja viel zu teuer, außerdem gibt es ja genug Bangladescher, die die schmutzige, giftige Drecksarbeit für uns erledigen, für wenig Geld. Da kommt es auf paar mehr oder weniger eh nicht an. Wer so denkt, ist menschenverachtend. Denn eines ist sicher: Sie machen es nicht zum Spaß oder um ihren Lebensstandard zu erhöhen, hier geht es ums nackte Überleben. 

 

Selbstverständlich schließe ich mich hier nicht aus, nicht das ich so gedacht hätte, mir war aber das Ausmaß nicht bewusst. Bislang habe ich mich auch immer gefreut, wenn ich Schuhe oder eine Tasche zum Schnäppchenpreis bekommen habe und das aus echtem Leder. Hauptsache "natürlich" war hier die Devise. Ich habe mir nie Gedanken gemacht, woher das Leder stammt, ich hielt es bisher immer für ein Nebenprodukt. Aber dass es eines der wichtigsten Nebenprodukte aus der Schlachterei ist, dass war mir nie klar. Wir sind ja schließlich Weltmeister im Verdrängen. Bis ich diese Woche einen Aufruf von Peta erhielt. Ab da hab ich mich informiert und mir wurde schlecht von den Zuständen die dort herrschen. Dann hab ich mir noch die 37° Doku "Gift auf unserer Haut" angeschaut und das war`s dann für mich.

 

Bangladesh ist sowieso ein gebeuteltes Land. Die Textil- und Lederindustrie hat dieses Land voll im Würgegriff. Fabrikhallen brennen, Chemikalien verseuchen die Flüsse und Kinder verhungern. Doch eigentlich müsste die Wirtschaft dort boomen, bei soviel Absatz. Tut sie aber nicht, weil auch hier wieder nur die Großkonzerne verdienen - oder sollen wir sie Sklavenhändler nennen? Das würde es wohl besser treffen.

 

Jetzt wo ich mir dessen bewusst bin, werde ich das von Peta angebotene "Lederfrei-Versprechen" abgeben und einhalten. Ich bin nur noch am Überlegen, was ich mit meiner superbequemen und absolut robusten Lederjacke machen werde. Verkaufen will ich sie nicht, die Leute sollen ja weg vom Lederkauf. Wegwerfen ist auch keine Option, dafür war sie zu teuer. Da bleibt mir eigentlich nur übrig, sie solange zu tragen, bis sie nicht mehr tragbar ist. Vielleicht fällt mir ja eines Tages eine Lösung dazu ein.

 

Hier kann man sein "Lederfrei-Versprechen" abgeben:

 

Peta - Lederfrei-Versprechen


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