Sierra Leone: Für Palmöl-Protest in den Knast

Sierra Leone ist sowieso schon ein gebeuteltes Land. Jetzt kommt zu den Blutdiamanten und dem Bürgerkrieg auch noch die Palmöl-Industrie hinzu, als hätten die Einwohner nicht schon genug Probleme. Ausländische Firmen kaufen in Afrika riesige Landflächen auf – zumeist gegen den Willen der Einwohner. Im Pujehun-Distrikt im Südosten von Sierra Leone hat die Regierung der belgisch-luxemburgischen Socfin-Gruppe 65 Quadratkilometer Land für Ölpalmplantagen verpachtet.

 

Die Natur und traditionelle Landwirtschaft sollen industriellen Monokulturen weichen, das dort produzierte Palmöl in den Export nach Europa für Lebensmittel, Chemieprodukte und Biodiesel gehen.

 

Die auf dem Land lebenden Einwohner wurden nicht gefragt, sie stehen vor dem Ruin. Für mindestens fünfzig Jahre müssen sie der Firma ihren Grund und Boden überlassen.

 

Die von dem Ölpalm-Projekt betroffenen 24 Dörfer haben die Malen Landbesitzervereinigung (MALOA) gegründet, um ihre Rechte besser zu verteidigen. Doch wer sich gegen den Landraub wehrt, dem droht Gewalt. Anfang Oktober wurden fünf führende Mitglieder der Vereinigung verhaftet und ins Gefängnis gesteckt, weil sie angeblich Ölpalmen auf einer Socfin-Plantage ausgerissen haben sollen.

 

Hier geht es zur Protestaktion von Rettet den Regenwald e. V.:

 

Sierra Leone: Für Palmöl-Protest in den Knast


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