Endlich! Seit 1. November gibt es das dritte Geschlecht

Welch ein schöner Augenblick: Ein Kind kommt zur Welt! Für beide, Mutter wie Vater, ist das normalerweise ein erhebender Moment. Sollte man in der Schwangerschaft keine eindeutige Benennung des Geschlechts gewollt haben oder es war während der Ultraschalluntersuchungen nichts erkennbar, dann lautet die wohl erste Frage an die Hebamme: Ist es gesund? Die zweite Frage wird dann lauten: Was ist es denn, ein Junge oder ein Mädchen? Wenn man dann zur Antwort bekommt: Es ist gesund, aber ob es ein Junge oder ein Mädchen ist, das können wir ihnen leider nicht sagen. Das, würde ich sagen, ist erstmal ein Schock. Aber so weit so gut. Mit dieser Nachricht müssen die Eltern ersteinmal leben.

 

Während die Eltern noch am Überlegen sind, was sie jetzt machen sollen, steht auch schon das Standesamt vor der Tür. Sie wollen einen Namen und ein Geschlecht. Bisher kam man um diese Entscheidung nicht herum. Die Folgen davon waren, dass die Eltern sich, innerhalb kürzester Zeit, für ein Geschlecht entscheiden mussten, es gab weder einen Aufschub, noch eine Alternative.

 

Das nennt man dann "Intersexualität", wenn ein Geschlecht nicht eindeutig festgestellt werden kann. Das wäre dann das "dritte Geschlecht". Dafür gibt es verschiedene Ursachen und genau deshalb ist es so wichtig, dass sich die Eltern ganz in Ruhe informieren und ihr Kind eventuell neutral erziehen können. Wie aber, hat unsere schräge, perverse, absurde Regierung so etwas bisher gehandhabt? Na, ganz einfach. Man redet den Eltern ein, dass kaum oder gar keine Hoden vorhanden sind, weshalb die Wahl zu einem Mädchen naheliegender ist. Schwupp di wupp wird das Kleinkind kastriert, ihm die Hoden entfernt, die in so einem Fall schon vorhanden, allerdings nach innen gewachsen oder fast nicht ausgeprägt sind, und pumpt es jahrelang mit weiblichen Hormonen voll. Das ist kein Witz!

 

Selbst wenn das Geschlecht genetisch nachweisbar ist, war das bisher die gängige Praxis. Unvorstellbar! Ob jemand eine Frau oder ein Mann ist, so etwas lässt sich bei weitem nicht auf die Genitalien reduzieren. Ganz viele, sogenannte "Transsexuelle", fühlen sich nach der Pubertät im falschen Körper gefangen. Auffällig dabei ist oft, dass es sich hierbei um ganz "normale" Menschen handelt, die diesen Wandel miterleben müssen, ohne Bescheid zu wissen, was ihnen als Kleinkind angetan wurde. 

 

Seit dem 1. November gibt es in Deutschland das "dritte Geschlecht". Eine reife Leistung, dass man im Jahre 2013 endlich erkannt hat, dass es manchmal Dinge im Leben gibt, die sich nicht so einfach in das Schwarz-Weiß-Denken unserer Gesellschaft hineinpressen lassen. Es ist schon sehr lange bekannt, das die Geschlechterentwicklung manchmal einige Zeit benötigt. Der bekannteste Fall ist das Bauerndorf Salinas im Südwesten der Dominikanischen Republik, dort entdeckte Prof. Julianne Imperato-McGinley schon 1971 dieses Phänomen. Vielleicht hat der eine oder andere den Begriff: "Guevedoce - Eier mit 12" schon mal gehört oder gelesen. Und obwohl dieses Phänomen seit langem bekannt ist, hat man sich bisher vehement geweigert, dieses Tabu zu brechen und entsprechende Maßnahmen zu ergreifen. 

 

Jetzt kann man nur hoffen, dass die Eltern solcher Kinder, dieselbe Reife entwickelt haben und das Kind bei seiner Geschlechterentwicklung unterstützen, ihm die nötige Zeit geben und es hineinwachsen lassen. Wenn man die Kinder lässt, dann zeigen sie einem ganz genau, in welche Richtung es sie hinzieht.

 

Hier noch ein paar gute Artikel über das Thema:

 

Mann, Frau, Zwitter – „Unter Hitler wäre ich ins KZ gekommen“

 

Eva war zuerst da!

 

Das geformte Geschlecht


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Kommentare: 2
  • #1

    MariaAnders (Samstag, 23 November 2013 13:26)

    Finde ich auch gut. Vor allem weil man heute die Möglichkeit hat, einen genetischen Test zu machen. Danach weiß man doch Bescheid, ob es ein xy oder xx ist und kann dem Kind Zeit lassen, zu wachsen.

  • #2

    Lotte (Samstag, 06 September 2014 22:29)

    @ maria anders
    leider ist es nicht ganz so einfach. es gibt auch xxy.


    und ich finde, !neutral! sollte man jedes kind erziehen, ganz gleich, ob xx, xy oder xxy oder was weiß ich.