Protestaktion: Ghanas Atiwa-Regenwald muss geschützt werden

Fotos: Piotr Naskrecki
Fotos: Piotr Naskrecki

Eine unglaubliche Artenvielfalt. Wo gibt es so etwas noch? Im Atiwa-Regenwald in Ghana. Aber nicht mehr lange, denn auch hier wollen die Erdräuber ihre Lager aufschlagen. Bauxit ist der Stoff ihres Begehrens. Aus Bauxit stellt man Aluminium her und die zivilisierten Länder lieben Aluminium.

 

Atiwa wurde wegen seiner außergewöhnlichen Biodiversität zum Schutzgebiet erklärt – insgesamt 260 Quadratkilometer. Doch unglücklicherweise liegen die Schätze nicht nur zwischen Himmel und Erde, sondern auch im Boden: Atiwa ist reich an Bauxit. Und das will die Regierung nun fördern und vermarkten.

 

„Unsere Wälder sollen an Bergbaufirmen verschachert und in Gruben verwandelt werden”, schreibt Daryl Bosu von der Nichtregierungsorganisation A Rocha Ghana – „ohne Rücksicht auf die unbezahlbaren Naturressourcen, von denen wir leben.”

 

Der Atiwa-Wald versorgt mit seinen Quellen fünf Millionen Menschen mit Trinkwasser. Er liefert den Waldbewohnern Nahrung, Medizin, Material für den Hausbau, Werkzeug und Kleidung. Und er schützt sie vor Überschwemmungen und Dürre. 

 

In den letzten Jahren haben internationale Firmen Genehmigungen für Bodenuntersuchungen erhalten. „Alles findet hinter verschlossenen Türen statt”, so Daryl Bosu. Er befürchtet, dass die Regierung die Bevölkerung vor vollendete Tatsachen stellt.

 

Noch ist Zeit zum Handeln. A Rocha Ghana hat sich mit mehreren Gruppen zu einer Anti-Bergbau-Koalition zusammengeschlossen (Coalition for NGOs Against Mining in Atiwa, CONAMA). Sie fordern von Ghanas Regierung, den Atiwa-Regenwald vor jeglicher Ausbeutung zu bewahren und ihn zum Nationalpark zu erklären. Damit das Gebiet effektiv und konsequent geschützt werden kann.

 

Hier geht es zur Protestaktion:

 

Ghanas Atiwa-Regenwald muss geschützt werden


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