Urin in sauberes Wasser umwandeln!

9 Tage Festival - 130.000 Menschen - 2.340.000 Liter Urin
9 Tage Festival - 130.000 Menschen - 2.340.000 Liter Urin

So ein richtiges Rockfestival kann schon sehr schweißtreibend sein. Das hat natürlich zur Folge, dass viel getrunken und auch ebenso viel uriniert wird. Bei einem einwöchigen Festival können da schon mal gut mehr als eine Million Liter Flüssigkeit verpinkelt werden. Und wer schon mal auf so einem Festival war, der weiß, wo das meiste davon landet: In der Erde. 

 

Rockmusik zu hören, heißt nicht, dreckig zu sein. Die Mehrzahl der Besucher legt großen Wert auf Hygiene und pflegt die morgendliche Dusche. Summiert man das Urinieren mit der Körperpflege, kommt man schnell auf unvorstellbare Mengen, die an Flüssigkeiten freigesetzt werden.

 

Was wäre, wenn man hier einen Kreislauf einbauen könnte? Wenn man das ganze Urin so aufarbeiten könnte, dass sich locker alle davon duschen könnten - mit reinem Wasser? Eine tolle Idee!

 

Auf der diesjährigen Copenhagen Creative Summit YES (Young Engineering Solutions) wird genau solch ein Konzept vorgestellt. Urin in sauberes Wasser umwandeln. Und nicht nur Rockfestivals sollen davon profitieren, nein, die Möglichkeiten sind unheimlich vielfältig. Campingplätze, Schiffe, einfach alle Veranstaltungen und Orte, bei denen viel uriniert und viel geduscht wird. Auch zum Hände waschen oder als Abwasser für die Toilettenspülung ist dieses Konzept wunderbar geeignet.

 

Wann fangen wir endlich mal an, diese innovativen, nachhaltigen und äußerst umweltfreundlichen Konzepte im großen Stil einzusetzen? Wasseraufbereitung ist nichts neues mehr und gibt es schon in den verschiedensten Varianten. Es wäre doch schön, wenn man jeden Tag ein Vollbad nehmen könnte, ohne gleich ein schlechtes Gewissen zu bekommen. Wir müssen nur so viel Wasser sparen, weil wir nicht richtig damit umgehen. Das Abwasser für die Toilette regt mich am meisten auf.

 

Quelle und weitere Informationen:

 

Clean Water Konzept aus Kopenhagen


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Kommentare: 2
  • #1

    Lichtblick (Montag, 25 November 2013 13:58)

    Es ist für mich sehr schwer nachzuvollziehen, das man für die Entsorgung von etwa 0,3 - 0,5 l Urin etwa 5 - 10 l sauberes Leitungswasser VERSCHWENDET. Es gibt Landstriche auf dieser Welt, wo Menschen Kilometerlang bei größter Hitze, schmutzige Wasserlöcher aufsuchen um den Durst zu löschen. Wir sind ein 6 Personenhaushalt und trinken viel.
    Im Durchschnitt verpinkeln wir etwa 10 l Urin, bei 25 WC Besuche. Bei dem Sparmodus von unserem Spülkasten ergibt es immer noch ein Tagesverbrauch von etwa 130 l.
    So nicht habe ich mir gesagt und meiner Familie erklärt, das Urin ja nichts anderes ist als überschüssiges Wasser aus dem Blutkreislauf mit Stoffwechselendprodukte und andere Moleküle von Arzneimittel, Drogen usw. So nahm ich ihnen den Ekel des Urins. Ich stelle für die Familienmitglieder eine Gieskanne mit 10 L Inhalt ins WC und nach dem Pinkeln dürfen sie nur einen kleinen Schucker Wasser hineinleeren, so das der Urin verdünnt und die Geruchsbildung wirksam vermieden wird. Wir sparen also alleine beim Pinkeln durch diese Sparmaßnahme etwa 120 l täglich. Wenn die Nebenkostenabrechnung kommt freut sich der Geldbeutel von über etwa 250 €.
    Bedenkt man, das der Körper eines durchschnittlichen Menschen etwa 178 l Primärurin recycelt und das Wasser wieder zurück in den Blutkreislauf befördert, dann ist der Gedanke schon gerechtfertigt, Wasser aus dem Urin zu trinken. Ich habe vor längerer Zeit diesen Test gemacht und unserer beider Urin durch Umkehrosmose gefiltert. Das Ergebnis war herrliches Trinkwasser von allerbester Qualität, nicht zu vergleichen mit dem durch Medikamente (homöopathisch gesehen) und anderen Giftinformationen verseuchte Trinkwasser.

  • #2

    maras-welt (Montag, 25 November 2013 16:44)


    Immer wenn ich ans Wassersparen denke, muss ich automatisch an Gottfried denken.
    Kennst Du Gottfried? Nein! Na dann:

    http://maras-welt.blog.de/2013/02/15/37-doku-mensch-gottfried-spassbauer-niedersachsen-15536510/

    Unbedingt anschauen - einfach spitzenklasse, der Mann!