Das Verschwinden der Frauen - Buchvorstellung

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Wenn man den göttlichen Gesetzen ins Handwerk pfuscht, dann kann es schon mal passieren, dass der Schuss nach hinten los geht. Dieses Spielchen treiben wir Menschen seit jeher. Aber Gott schafft es immer wieder, uns in die Schranken zu weisen und das gewünschte Gleichgewicht wieder herzustellen. Die Wege hierfür sind, wie wir wissen, unergründlich.

 

Seit Anbeginn der Menschheit herrscht der Mann über die beiden Geschlechter. Wenn wir der biblischen Geschichte folgen, dann beginnt das schon mit Adam. Der gute alte Adam, der aus Einsamkeit seine Rippe opferte, um sich eine Gespielin daraus zu formen. Und so zieht es sich durch nahezu alle Generationen, bis heute. Selbst die bekanntesten herrschenden Frauen lebten männliche Eigenschaften aus: Die Amazonen. Also, selbst die Mythologie wird von Männern beherrscht. Kaum einer Frau wurde soviel Macht zugesprochen, wie es sich für das Gesetz des Gleichgewichts eigentlich gehört. Typisch männlich eben.

 

Aus uralten Traditionen heraus, werden die Frauen noch heute unterdrückt. Die Chinesen tun es, die Inder tun es und der größte Teil Afrikas. Der Mann hat sich selbst zum einzig wertvollen Wesen erkoren und folgt diesem Dogma seit Urzeiten. Die Frau spielt dabei nur eine untergeordnete Rolle - ein Mittel zum Zweck, mehr nicht. Würde man(n) die Frau nicht benötigen, zum Gebären von weiteren Männern, dann gäbe es heute bestimmt keine einzige Frau mehr, davon bin ich überzeugt.

 

Bis zur modernen Zeit hat es der Mann allerdings irgendwie geschafft, gerade genug Frauen am Leben zu lassen, dass die Nachkommenschaft der männlichen Spezies gesichert ist (oder war das Gottes Werk?). Inzwischen haben es einige Völker so übertrieben, dass sie heute gravierende Probleme mit ihrer Population haben. Die Chinesen haben sich mit ihrer Ein-Kind-Politik ins eigene Bein geschnitten. Da ein Mann in der neuen Wirtschaftsdynastie China einfach mehr Wert ist, will natürlich jeder ein männliches Kind. Und da man nur eines haben darf, werden alle zur Verfügbarkeit stehenden Mittel dafür eingesetzt.

 

ES IST EIN JUNGE!!!

 

"Na, Shiva sei Dank! Nach zwei Abtreibungen und einer Kindstötung endlich ein Junge!". Eine in Indien gängige und traditionelle Vorgehensweise, um sich seinen weiblichen Nachkommen zu entledigen. Denn in Indien müssen die Eltern der Frau für die Mitgift aufkommen. Bei armen oder mädchenreichen Familien kann das schon mal den Ruin für eine ganze Familie bedeuten. Wer mehr über die Kindstötung in Indien wissen möchte, der kann hier einen ausführlichen Artikel von Franz Alt lesen. Erschreckend, was dort mit den Neugeborenen gemacht wurde. Zum Glück gibt es Aufklärer, wie Franz Alt oder Rüdiger Nehberg, die sich dafür einsetzen, dass solche Traditionen hoffentlich bald der Vergangenheit angehören.

 

In Afrika hingegen gibt es andere Motive, warum die Frauen dort schwinden. Aber auch hier sind die Gründe an Traditionen gebunden. Die genitale Verstümmelung bei Frauen fordert jährlich zahlreiche Todesopfer und Verstümmelungen auf Lebenszeit. Die genaue Zahl der Todesopfer, durch diese (noch aus der pharaonischen Zeit übernommenen) Tradition, kann keiner feststellen.

 

In China ist man schon soweit, dass man die Frauen aus Vietnam "importiert". Jetzt kommen die ersten Auswirkungen der Ein-Kind-Politik zur Geltung. Aber es wären nicht die Chinesen, wenn sich nicht schon eine Lösung parat hätten. Ich nehme mal stark an, dass die Importe aus Vietnam nur eine Übergangslösung sind. Den Chinesen ist es durchaus zuzutrauen, dass sie im Hinterstübchen schon fleißig an Maschinen arbeiten, die zurechtgestutzte, genetisch einwandfreie Babys produzieren. Das würde in das Gesamtbild dieser neuen Kultur passen. Wie sehr hat die Wirtschaft diese Kultur verändert. Früher hat man China mit Spiritualität und ganzheitlicher Tradition verbunden, heute denkt man nur noch an Kitsch und Kopien, an Retorten und Gentechnik. Der Fortschritt hat diese alte und weise Kultur zerstört.

 

Mara Hvistendahl, eine amerikanische Journalistin, hat nun ein Buch geschrieben, in dem es genau um diese Entwicklung geht. Das Geschlecht Frau schwindet. Dabei geht es darum, was passieren kann, wenn sich der Mensch in göttliche Gesetze einmischt. Gott hat sich schon was dabei gedacht, wenn er den Samen eines Mädchens sät. Je mehr weibliche Samen gesät werden, desto offensichtlicher ist es, dass das Gleichgewicht wieder hergestellt werden soll. Ich verfüge jetzt über keine Statistik, aber ich kann mir sehr gut vorstellen, dass wenn in Indien viele Mädchen sterben, es in den westlichen Ländern vermehrt zu weiblichen Geburten kommt. Zumal es hier im Westen häufig vorkommt, so lange Kinder auf die Welt zu bringen, bis endlich mal ein Junge das Licht der Welt erblickt. Das kann unter Umständen schon mal zu vier oder fünf Kindern führen. Das erkennt man gut daran, wenn der Jüngste ein Sohn ist und der noch drei oder vier ältere Schwestern hat. Ich sag ja: Gott lässt sich das nicht gefallen! Vielleicht ist es ja auch ganz gut, wenn eine Kultur ausstirbt, die nichts begriffen hat. Vielleicht sollen nur die spirituell entwickelten Kulturen überleben.

 

Ich hab das Buch nicht gelesen, aber schon alleine der Titel hat mich motiviert einen Artikel darüber zu schreiben, denn ich finde, dieses Thema gehört auch zur spirituellen Entwicklung der Menschheit. Wenn die Menschheit erkannt hat, dass wir nicht alles kontrollieren und manipulieren müssen, dann sind wir soweit.


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