Deutsche Bahn bald mit veganem Angebot


Ich bin weder Bahn-Fahrerin, noch zu 100% Vegetarierin und trotzdem finde ich dieses Angebot toll. Wenn ich an meine Zeit als Veganerin zurück denke (das war vor ca. 11/12 Jahren), da kommt mir wieder die Erinnerung hoch, dass ich in so gut wie keinem Restaurant ein vegetarisches Gericht, außer Salat und Pommes natürlich, auf der Speisekarte fand. Von vegan ganz zu schweigen. Die meisten kannten nicht mal den Begriff vegan.

 

Heute sieht das schon ganz anders aus. Die Gastronomie hat sich angepasst. Wahrscheinlich haben im Laufe der Jahre immer mehr Menschen die Spätzle und Linsen ohne die Saiten bestellt. Inzwischen findet man in jeder guten Gastronomie einen extra Abschnitt mit vegetarischen Gerichten. Sogar der Döner-Verkäufer ist heute nicht mehr geschockt, wenn man einen Döner ohne Fleisch bestellt. Hab ich früher immer gemacht und dafür tötende Blicke geerntet. Mir hat das Gemüse und der Salat mit frischer Soße immer gut geschmeckt. Falafel ist übrigens auch ein Schlager. Ich weiß noch, als der erste Falafel-Imbiss bei uns in der Stadt eröffnete, der wurde von Anfang an gut besucht. Und zu unserem Veggie-Restaurant IDEN sind sie in Massen geströmt, das tun sie auch heute noch. 

 

Das war die Entwicklung der Vegetarier. Jetzt sind die Veganer dran. Mal schauen, wie lange es dauert, bis sich die vegane Küche in den Speisekarten etabliert hat und einen eigenen Abschnitt erhält. Wo es doch manchmal wirklich ein einfaches ist, von vegetarisch auf vegan umzusteigen. Spaghetti mit Tomatensoße z. B., kommt auch sehr gut ohne Butter aus, ohne dass sie an Geschmack verlieren. Das dachte sich auch Mahi Klosterhalfen, geschäftsführender Vorstand der Albert-Schweitzer-Stiftung. Er schrieb der Leiterin der Bordgastronomie bei der Deutschen Bahn einen Brief, in dem er sie bat, auch vegane Gerichte anzubieten. Die sowieso schon vegetarischen Gerichte könnten mit kleinen Änderungen auf vegan umgestellt werden, ganz ohne Mühe und extra Kosten. Er bot auch gleich seine Hilfe bei der Umsetzung an. Als Beispiel nannte er den Erfolg bei Kaufland, die ihr veganes Angebot kurzerhand ausbauten und im Nullkommanichts Zuspruch fanden, in Form eines schnellen Abverkaufs der Produkte. 

 

Leider ist die Bahn auch hier wieder schrecklich langsam, denn erst März 2014 soll das erste vegane Pastagericht auf den Teller kommen. Was, in Gottes Namen, ist denn so schwierig daran, einfach die Butter wegzulassen? Na ja, die komplizierten Abläufe der Großkonzerne habe ich noch nie verstanden. Wahrscheinlich dauert es nur solange, weil erst noch fünf Anträge, auf fünfzig Schreibtischen landen und diese erst noch genehmigt und unterzeichnet werden müssen. Und das alles nur, um ein Stückchen Butter weglassen zu dürfen.

 

Hier könnt Ihr den Brief nachlesen:

 

Deutsche Bahn bald mit veganem Angebot


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