E-Mail-Aktion: Gesundheitsschwindel stoppen!


Actimel für eine gute Darmflora, Red Bull für mehr Energie, zuckerfreie Bonbons und Getränke gegen Karies, Margarine gegen Herzinfarkt und, und, und... Die Industrie bietet uns supergesunde Produkte an, da dürfte es uns eigentlich an nichts fehlen. Warum sich dann noch groß Gedanken machen, wenn man schon alles Gesunde im Supermarkt bekommt? Ganz einfach: Weil das Zeug nichts taugt. 

 

Wer gesundheitliche Probleme hat, sollte die mit gesunden frischen Lebensmitteln in den Griff bekommen und nicht mit gepanschten Fertigprodukten aus dem Supermarkt. Statt Actimel kann man sich seinen Joghurt-Drink sehr gut selbst mixen. Da weiß man wenigstens was drin ist. Für mehr Energie kann man sich ballaststoffreich ernähren und Sport treiben, sich zumindest bewegen und oft an die frische Luft gehen. Dasselbe gilt vorbeugend für den Herzinfarkt. Sicher kann man diese Produkte konsumieren (wer`s mag), aber bloß nicht in dem Glauben, sie würden unsere Gesundheit und somit unser Wohlbefinden fördern. Die meisten dieser Produkte bewirken nämlich genau das Gegenteil, sie schwächen den Körper, ja, machen ihn bei hohem und regelmäßigem Konsum sogar krank.

 

Foodwatch findet das auch und hat deshalb wieder eine E-Mail-Aktion ins Leben gerufen:

 

Joghurt gegen Erkältung und Margarine gegen Herzkrankheiten, zuckrige Soft Drinks als Sport-Getränk und salzige Wurst als vermeintlich gesunder Snack für Kinder: Lebensmittelhersteller suggerieren häufig, ihre Industrieprodukte wären geradezu Wundermittel für die Gesundheit. Doch Verbraucher werden mit solcher Gesundheitswerbung regelmäßig getäuscht und in die Irre geführt. Mit neuen Regeln - der sogenannten Health-Claims-Verordnung - wollte die Europäische Union Konsumenten eigentlich vor irreführenden Gesundheitsversprechen schützen. Seit einem Jahr müssen sich Lebensmittelhersteller daher ihre gesundheitsbezogenen Werbeaussagen (sogenannte "Health Claims") genehmigen lassen. Alle Werbesprüche, die nicht zugelassen werden, sind in Zukunft verboten. Tausende Anträge von Herstellern auf Genehmigung ihrer Werbesprüche wurden bereits abgelehnt. Übrig blieben bisher rund 250 Werbebotschaften, die geprüft wurden und erlaubt sind. Das klingt erst einmal gut.

Doch ein foodwatch-Produktcheck hat jetzt gezeigt: Der Gesundheitsschwindel geht trotzdem munter weiter - ganz legal! Das Problem: Die EU bewertet oft nur isolierte Effekte einzelner Zusätze, nicht jedoch, ob ein Lebensmittel insgesamt empfehlenswert ist. Für die Lebensmittelkonzerne also kein Problem, wie der foodwatch-Test entlarvte: Danone & Co. mischen jetzt einfach billige Vitamine oder Mineralstoffe in Soft Drinks, Süßigkeiten oder salzige Wurst und dürfen diese dann zu überteuerten Preisen ganz legal mit Gesundheitswerbung vermarkten.

Doch genau wie zuckriger Danone-Joghurt nicht vor Erkältung schützt, machen künstlich zugesetzte Vitamine aus fettig-salziger Salami kein gesundes Produkt und Mineralstoffe aus einem Soft Drink kein sportliches Getränk. Selbst umstrittene Produkte wie Red Bull oder Becel pro.activ dürfen Gesundheitswerbung tragen - das kann für Verbraucher sogar gefährlich werden.

 

Hier geht`s zur E-Mail-Aktion:

 

Gesundheitsschwindel stoppen!


Dieser Artikel gefällt Dir? Dann teile ihn mit Deinen Freunden!

Kommentar schreiben

Kommentare: 1
  • #1

    MariaAnders (Freitag, 13 Dezember 2013 23:12)

    Ich habe mir jetzt einen Entsafter gekauft. Die gibt es in unterschiedlichen Größen und man kriegt super Frucht- und Gemüsesaft. Ich meine, man erhält so Saft, in dem wirklich noch Vitamine sind und man spart den tetrapak.

    Nach fast 20 Jahren Müll trennen ( Berlin war damals Vorreiter), stört mich einfach, dass ich ständig so viel Müll sortieren muss. Ich kann den Plastikmüll nicht mehr sehen. Dazu kommt, dass wir Apfelbäume und anderes Obst haben, da lohnte sich ein größeres Gerät. Es gibt aber auch kleinere Mulitentsafter, da kann man jeden Karottenrest und halben Apfel verwerten und es ist gesund. Hoffe ich zumindest :-)

    Generell kann man sagen, dass diese Zucker-Yoghurte im Plastikbecherle alles andere als gesund sind. Jedes vorpräparierte Lebensmittel von der Pastasauce bis zum Kloßteig oder richtigen Fertiggerichten wie Ravioli oder Sojaschnitzel sind nicht gesund, sondern mit Zusatzstoffen präpariert, die entweder fettsüchtig, zuckerkrank oder schwerfällig machen.