Gentechnik-Mais doch nicht sicher: Behörde zieht Bewertung zurück


Offizielles EFSA-Logo
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Die EU-Lebensmittelbehörde EFSA ist eine Institution, die sich normalerweise von der Lobby leiten lässt. Fast ohne Einschränkung, nehmen sie gefälschte, manipulierte oder nicht komplett einsehbare Studien zur Grundlage für ihre Entscheidungen, ob ein Lebensmittel zugelassen wird oder nicht. Die EFSA steht immer wieder in der Kritik, weil viele ihrer Experten enge Kontakte zur Industrie haben. Bei den 19 Mitgliedern des Gentechnik-Gremiums liegen bei mindestens 11 Hinweise auf Interessenkonflikte vor, wie aus einem im Oktober veröffentlichten Bericht von Corporate Europe Observatory hervorging. Umso mehr verwundert es nun, dass sie jetzt eine Bewertung zurücknehmen. War der öffentliche Druck nun doch zu hoch?

 

Noch im März hatten ihre Experten behauptet, der transgene Mais 59122 der US-Agrochemiekonzerne Dow und Dupont sei genauso sicher wie konventionelle Pflanzen. Doch nun gebe es „neue wissenschaftliche Informationen“, teilte die Behörde am Donnerstag auf ihrer Website mit. Die Annahme, Schmetterlinge und Bienen würden durch den Mais nicht geschädigt, könne daher nicht so stehen gelassen werden. Sie empfiehlt nun, weitere Studien durchzuführen. Kritische Beobachter hatten schon vorher vor den Risiken von „Herculex“, wie der Mais auch heißt, gewarnt und gravierende Mängel in der Risikobewertung festgestellt.

[Quelle und weiter]

 

Mich würde brennend interessieren, wer sich da besonnen hat. Jetzt müssen nämlich auch andere genetisch veränderte Pflanzen ins Visier genommen und neu überprüft werden. Das zumindest wäre die logische Konsequenz daraus. Aber schön, dass die EFSA endlich den Mumm hat, eine eigene Empfehlung in Frage zu stellen. Dann gibt es ja noch Hoffnung!


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