Endlich: Alle 30 Greenpeace-Aktivisten dürfen nachhause


Bemerkenswerte Menschen, die ihr Leben und ihre Freiheit riskieren
Bemerkenswerte Menschen, die ihr Leben und ihre Freiheit riskieren

Es war schon ein leidiges Hin und Her. Auch wenn sie schon vor wenigen Wochen auf Kaution frei kamen, stand es doch immer in der Schwebe, ob sie nicht doch noch angeklagt und verurteilt werden. Am Mittwoch jedoch, hat das russische Parlament eine weitreichende Amnestie verabschiedet, die auch die Aktivisten von Greenpeace umfasst.

 

Aufatmen nach drei Monaten absoluter Ungewissheit also. Jetzt ist klar, dass gegen die 28 Aktivisten und zwei Journalisten keine weiteren rechtlichen Schritte unternommen werden. Dass sie nicht länger eines Verbrechens ("Rowdytum") angeklagt sind, das sie nicht begangen haben.

 

Doch bei aller Erleichterung bleibt ein fader Beigeschmack. Denn für die Arktis gibt es keine Amnestie. Mit Hochdruck bereitet Gazprom als weltweit erster Konzern die Förderung von Öl aus arktischen Gewässern vor. In wenigen Wochen wird voraussichtlich der erste Tanker aus dem russischen Nordmeerhafen Murmansk starten, um arktisches Öl nach Europa zu bringen. 

 

Und wie ich Greenpeace kenne, schreckt es sie nicht ab, weiter gegen die Ölbohrungen in der Arktis zu kämpfen. Dieses Mal müssen sie es nur geschickter anstellen. Wie, das wird sich noch herausstellen. Aber es wäre nicht Greenpeace, wenn sie sich davon einschüchtern lassen würden.


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