Die Guerilla-Taktiken der Palmöl-Firmen


Seit knapp drei Jahrzehnten bekämpft Asiatic Persada die Indigenen
Seit knapp drei Jahrzehnten bekämpft Asiatic Persada die Indigenen

Bis jetzt haben sie durchgehalten, doch jetzt kamen die Soldaten mit ihren scharfen Waffen und den Bulldozern und haben alles blatt gemacht, was ihnen im Weg stand: „Am Morgen des 11. Dezember rüttelten plötzlich Männer an meiner Tür", berichtet der 41-Jährige Basron aus der Siedlung Pinang Tinggi. Insgesamt 1.500 Männer haben in der Provinz Jambi auf Sumatra die wehrlosen Ureinwohner der Suku Anak Dalam in ihren Hütten überfallen und vertrieben. Anfang Dezember 2013 wurden mindestens 296 Häuser in vier Siedlungen geplündert und zerstört.

 

Feige und unter dem Schutz des Militärs bahnen sich die Palmöl-Konzerne den Weg durch den Regenwald und sie machen vor nichts halt. Ureinwohner, Tiere, Pflanzen, nichts ist mehr sicher vor der Beimischungspflicht von Biosprit, welche die EU beschlossen hat. Zudem ist Palmöl eine günstige Alternative zum Beimengen in Kosmetika und Lebensmitteln. Die Zerstörung nimmt ein unglaubliches Maß an.

 

An dieser Stelle möchte ich mal wieder aufrufen, explizit nach Produkten zu schauen, die palmölfrei sind. Hierzu gibt es auf dieser Seite eine Menge Alternativen: Umweltblick.de. Es reicht schon, einen kleinen Blick darauf zu werfen und alltägliche Produkte, wie z. B. Shampoos oder Brotaufstriche, auf Dauer auszutauschen. Man muss also nicht mit der Liste in der Hand einkaufen, sondern kann Schritt für Schritt umsteigen. Mit dem Biospirt ist es das Gleiche: Finger weg vom Biosprit! Und wir wissen ja: Wenn es keiner mehr kauft, dann wird es auch nicht mehr beigemischt, denn hier zählt natürlich nicht der Umwelt-, sondern lediglich der Profitfaktor.

 

Hier geht es zur aktuellen Protestaktion von Rettet den Regenwald e. V.:

 

Indonesien: Terror und Vertreibung für Palmöl


Dir gefällt dieser Artikel? Dann teile ihn mit Deinen Freunden!

Kommentar schreiben

Kommentare: 0