Der neue Bakterienkiller: Libellenflügel


Diplacodes bipunctata - Eine australische Libelle, auch "wandernder Pfeil" genannt, zerstört 450.000 Bakterien pro cm² in einer Minute
Diplacodes bipunctata - Eine australische Libelle, auch "wandernder Pfeil" genannt, zerstört 450.000 Bakterien pro cm² in einer Minute

Krankenhauskeime lernen, sie werden resistent, sie vermehren sich und sie töten. Da nützt es auch nichts, wenn sich die Krankenschwester im Sekundentakt die Hände desinfiziert. Ich weiß, dass z. B. Besucher von Kranken, es nicht so eng sehen mit der Hygiene und auch mal mit einem Husten oder Schnupfen antanzen.

 

Die Alternativen raten jedem, der sich einer Operation unterziehen muss, eine drei-Tages-Kur mit kolloidalem Silber, d. h. man sollte drei Tage lang Silberwasser trinken und seinen Körper auf Keime vorbereiten. Denn gegen Silberwasser ist bisher noch kein Keim resistent geworden.

 

Die Natur hat uns schon immer Schutz gegen Bakterien geboten. Propolis, eine von Bienen hergestellte harzartige Masse mit antibiotischer, antiviraler und antimykotischer Wirkung, ist wohl das bekannteste antibakterielle Naturmittel. Ich vermute mal, es gibt zig tausende antibakterielle Mittelchen, die wir noch gar nicht entdeckt haben. Wie sonst könnte sich die Natur vor unseren Bakterien schützen?

 

Forscher haben jetzt eine Libellenart entdeckt, deren Flügel, durch unglaublich viele Mikronadeln, Bakterien förmlich aufschlitzen können und somit lebensunfähig machen. Dabei handelt es sich um die australische Libelle Diplacodes bipunctata, auch "wandernder Pfeil" genannt. Immerhin schafft es die Libelle 450.000 Bakterien pro cm2 in der Minute zu zerstören - unglaublich!

 

Die Forscher wollen nun ein Material mit ähnlichen Eigenschaften entwickeln. Als vielversprechend erwies sich sogenanntes schwarzes Silicium: Es entsteht, wenn „normales“ Silicium mit Ionen oder ultrakurzen Laserpulsen beschossen wird. Seine Oberfläche ist mit Nadeln übersäht, die mit 500 Nanometern klein genug sind, um Bakterienzellen aufzustechen. Für Menschen fühlt sich eine solche Oberfläche hingegen völlig glatt an.

 

Ich bin froh, dass die Forscher sich nur ein Beispiel daran nehmen und einen Vorgang nachahmen möchten, welcher ähnliche Eigenschaften besitzt. Entsetzlich wäre es nämlich, wenn man, eigens zu diesem Zwecke, Libellen züchten und ihnen die Flügel herausreißen würde. Abschauen ist in Ordnung, eine weitere Art zunichte machen hingegen nicht.

 

Quellen und weitere Artikel zum Thema:

 

Gute-Nachrichten.com

 

PM-Magazin


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