Wenn Teile der Seele zurückbleiben - Organspende und ihre Folgen


Eine unvollständige Seele kann nicht aufsteigen
Eine unvollständige Seele kann nicht aufsteigen

Wann tritt die Seele in den Körper und wann tritt sie wieder aus? Das ist wohl seit jeher eine der strittigsten Fragen in Philosophie, Wissenschaft und Religion.

 

Gesetzlich ist geregelt: Bis zur 12. Schwangerschaftswoche darf man den Fötus entfernen, obwohl der Herzschlag schon ab der 3. SSW beginnt. Hier könnte man meinen, das Herz sei nicht ausschlaggebend. Gilt der Mensch nur als Mensch, wenn alle seine Organe voll funktionsfähig sind? Zumindest in der Medizin scheint das so zu sein.

 

Beim Sterben ist es genauso, wenn eines der lebensnotwendigen Organe ausfällt, spricht man schon vom Tod eines Menschen. Der Mediziner beliebtester Tod ist der Hirntod. Wenn das Hirn nicht mehr funktioniert, ist der Mensch, laut Medizin, klinisch Tod. Mit der Seele haben die Mediziner nichts am Hut. Sie glauben nicht an die Seele und auch nicht an Wunder, sondern nur an den Profit. Und obwohl es genügend Fälle gibt, die das Gegenteil beweisen, hält man daran fest.

 

Einer der Fälle ist Wioletta, eine 19-jährige Polin, die bei einem Autounfall schwer verunglückte. Man diagnostizierte relativ schnell den Hirntod und wollte sie schon zur Organspende vorbereiten, als der Vater instinktiv ablehnte. Er sagte, sie lebe doch noch, ihr Herz würde doch noch schlagen. Für die Mediziner war das kein Argument. Hirn tot, alles tot. Der Vater suchte in seiner Verzweiflung Prof. Dr. med. Jan Talar, Rehamediziner, auf und flehte ihn an, sich seine Tochter anzuschauen. Dieser ließ Wioletta in seine Klinik verlegen und rehabilitierte Wioletta so weit, dass sie heute glücklich verheiratet ist. Wäre der Vater nicht so hartnäckig gewesen, würden heute sämtliche lebensfähigen Organe in anderen Menschen weiterleben. [Hier das Video von Wioletta]

 

Viele Sterbende konnten leider nicht auf den Instinkt und die Hartnäckigkeit ihrer Angehörigen vertrauen. In der Regel werden die Angehörigen von potenziellen Organspendern einfach nur überrumpelt und die Schocksituation wird schamlos ausgenutzt. Man redet den Angehörigen ein, sie wären verantwortlich für den Tod vieler Menschen, wenn sie nicht die Organe ihres geliebten Angehörigen freigeben. Man redet ihnen ein, es gäbe keine Chance mehr für den Hirntoten. Es wird nicht alles dafür getan, den Sterbenden zu begleiten und seine Seele vollständig aufsteigen zu lassen, nein, es wird alles dafür getan, dass die Angehörigen sich für das Töten des Sterbenden entscheiden. Denn nichts anderes ist es: Man tötet einen Sterbenden. Das ist Euthanasie (aktive Sterbehilfe).

 

Euthanasie ist ein Töten auf Verlangen. Leider kommt im Falle der Organspende das Verlangen nicht vom Sterbenden selbst, sondern von den Medizinern. Nicht einmal die Angehörigen wollen das, sie sträuben sich bis zuletzt, können aber, aufgrund des Zeitdrucks, nicht richtig darüber nachdenken und abwägen. Würden sie darüber nachdenken und sich informieren, dann hätten wir keine Organspender mehr. Das ist der Grund, warum so verfahren wird. Die Mediziner wissen das. 

 

Das Ehepaar Focke hatte solch ein Erlebnis. Ihr Sohn wurde durch einen Unfall schwer verletzt. So schwer, dass das Hirn aussetzte und er somit prädestiniert war für eine Organspende. Den Eltern machte man das relativ schnell klar. Der Vater dachte, wenn er die Organe seines Sohnes spendet, hätte der Tod seines Sohnes noch einen Sinn. Erst viel später wurde dem Vater bewusst, dass sein Sohn im Sterben lag und nicht tot war. Er unterschrieb praktisch sein Todesurteil. Auf Grund dessen gründete seine Frau Renate Focke den Verein Kritische Aufklärung über Organtransplantation KAO e.V, um andere Menschen vorab zu informieren, damit diese nicht das gleiche Schicksal erleiden. [Hier zwei Videos zum Thema: Video1 und Video2]

 

Worum es aber eigentlich geht ist, dass sich die Seele der Betreffenden, nicht komplett vom Körper lösen kann, sondern nur ein Teil von ihr. Der Rest lebt in anderen Körpern weiter. Die Seele wurde zerrissen. Es gibt sehr viele Berichte darüber, dass die Organempfänger gar nicht glücklich über ihr neues "gebrauchtes" Organ sind. Vor allem Kinder spüren instinktiv, dass das gespendete Organ eine eigene Seele in sich trägt, weshalb gerade Kinder eine Organspende ablehnen und lieber sterben. [Hier ein Beispiel]. Man hört auch von Persönlichkeitsveränderungen nach einer Organtransplantation. In jedem Fall aber, stößt der Körper das fremde Organ ab, weshalb ein Leben lang Medikamente eingenommen werden müssen. Das alleine ist schon ein Zeichen dafür, dass dieses fremde Organ nicht dorthin gehört.

 

Da es jeden jederzeit treffen kann, sollte man sich vorab gut informieren, um nicht in diese Falle zu geraten, in die man unweigerlich als Angehöriger hineinfällt. Es gibt die Möglichkeit, sich hier einen Organspendeausweis auszudrucken, diesen auszufüllen und immer bei sich zu tragen. Aber Achtung, in vielen Ländern gilt dieser Ausweis nicht. In Österreich zum Beispiel muss man sich extra registrieren lassen.

Zudem kann man mit seinen Angehörigen darüber sprechen und ihnen den eigenen Standpunkt klarmachen, damit sie nicht in einen Gewissenskonflikt geraten, der einen ein Leben lang verfolgen kann. Vorallem die Eltern und Geschwister fühlen sich nach so einer Entscheidung schuldig. Wer sich genau informieren will, der kann dies über diese Seite tun. Hier wurden viele Beispiele, Argumente und Einzelfälle zusammengetragen. Es lohnt sich, da einen Blick hineinzuwerfen.

 

Wir dürfen bei allem auch nicht die Menschen vergessen, die auf ein Organ warten. In dieser Doku geht es ums Geschäft mit dem Handel und darum, die Menschen dazuzubringen, sich lieber auf ein Spender-Organ zu konzentrieren, darauf zu hoffen und zu warten, anstatt die letzten Jahre gut zu leben. Alleine die Warterei ist Kräfte zehrend.


Vom fremdbeseelten Menschen zum Cyborg

Carmat – Innovatives High Tech Organ aus Frankreich
Carmat – Innovatives High Tech Organ aus Frankreich

Eine Alternative zur Organspende ist das künstliche Organ. Wissenschaftler und Forscher sind schon seit geraumer Zeit damit beschäftigt, künstliche Organe herzustellen, die die Lebenserwartung mindestens genauso steigern, wie ein biologisches Organ.

 

Ich hatte erst kürzlich von der Niere aus dem 3D-Drucker berichtet [zum Artikel]. In Frankreich haben Forscher jetzt ein künstliches Herz entwickelt, welches eine Lebensdauer von ca. 5 Jahren hat und dann erneuert werden kann [zum Artikel]. Zuvor hat man lediglich Gelenke ersetzt oder Verbindungen in den Körper verpflanzt.

 

Warum nur ist es für Forscher so schwierig ein Organ nachzuahmen? Hat es vielleicht damit zu tun, dass Organe über einen Seelenanteil verfügen? Gehen gerade bei Organen Seelenanteile verloren? Das würde ja heißen, dass man beim Austausch eines biologischen Organs in ein künstliches, einen Seelenanteil entfernt. Hier stehen wir wieder vor dem gleichen Problem. Und ich halte das Herz für ein stark beseeltes Organ, wenn nicht sogar das beseelteste.

 

Warum beschäftigen wir uns nicht mit der Heilung des Organes, sondern mehr mit der Erneuerung? Alles hat seinen Grund. Jeder Mensch lebt hier nach seiner Bestimmung. Ich denke, jeder Mensch trägt einen göttlichen Plan in sich und wir pfuschen ständig an diesem Plan herum. Wir möchten aus dem Menschen einen Cyborg machen, Ersatzteillager anlegen und Organe züchten, auf die man jederzeit zurückgreifen kann. Dabei verlieren wir völlig den Bezug zu uns selbst. Wir stellen uns nicht mehr die Frage: "Warum gerade ich?", sondern vertrauen auf die Forschung, die wird es schon richten.

 

Das Leben ist so einzigartig. Wir sollten jedem Leben die Chance geben, so gelebt zu werden, wie es seine Bestimmung ist. Wir sollten aufhören, ein Leben nur noch anhand der Körperfunktionen zu definieren. Was hat ein Leben für einen Sinn, wenn man die meiste Zeit gar nicht gelebt hat, sondern nur Zeit damit verbringt, seinen Körper, auf Teufel komm raus, am Funktionieren zu halten?


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Kommentare: 5
  • #1

    Traumfaenger71 (Dienstag, 31 Dezember 2013 11:53)


    Vertrauen wir darauf, daß der Körper sich selbst heilt - rennen wir nicht wegen jedem Anzeichen gleich zum Weißkittel!

    Fieber zum Beispiel, ist ein Zeichen des Heilungsprozesses - kein Krankheitssymptom ... wieso gleich zum Arzt rennen und sich mit Antibiotika vollstopfen lassen!

    Wenn man Menschen mit einem gesegneten Alter trifft, erfährt man oft, daß sie während ihres Lebens kaum beim Arzt waren, sondern eine gesunde Ernährung und Lebensweise bevorzugt haben!

    Medizin und Pharmaindustrie ist nichts weiter, als Profitgier - es gibt nur noch wenige Idealisten, die den Eid des Hippokrates als obere Maxime wertschätzen!

    Deswegen wünsche ich Dir, liebe Mara, für das kommende Jahr 2014, vor allem eine blendende Gesundheit!! Desweiteren viel Glück, Zufriedenheit und Freude!!

    Liebe Grüße,
    Traumfaenger71

  • #2

    MariaAnders (Dienstag, 31 Dezember 2013 13:05)

    Ein schwieriges Thema. Ich selbst lehne Organspenden ab. Menschen sind keine Ersatzteillager. Sondern sie sind, wie du schon sagst, beseelt. Es gibt vieles was man heute machen kann. Herzschrittmacher, Dialyse, Blutwäsche, etc. Aber einen Menschen aus neuen Teilen zusammenzubasteln, ist für mich nicht nur aus ethischen Gründen kritikwürdig.

    Ich kann mir nicht vorstellen, dass man sich so wohl fühlen kann, weil man nicht mehr mit sich im Reinen, mit sich Eins ist. Depressionen und Schlimmeres werden bei den meisten Betroffenen die Folge sein.

    Viele hatten ja auch in den letzten Monaten oder Wochen einen Aufruf der Krankenkassen im Briefkasten. Man solle sich doch zu Lebzeiten einverständig erklären, dass für den Fall des eigenen Todes die Organe gespendet werden dürfen. Man merkt schnell, wie geschmacklos dieser Aufruf ist, weil eine Gänsehaut beim Lesen dieser Zeilen entsteht. Es geht gegen unsere Instinkte und gegen unsere Bestimmung.

    Auch ist es üblich, dass die sogenannten "Hirntoten" vor der Spenderorgan-Entnahme narkotisiert werden müssen, da sich der Körper des "Toten" sonst bei der Entnahme wehrt. Das sagt eigentlich schon alles.

  • #3

    maras-welt (Dienstag, 31 Dezember 2013 19:05)


    Hi Ihr Lieben!

    Mir ist aufgefallen, dass es immer mehr Menschen so sehen. Wir lassen uns von den Medizinern nicht mehr für blöd verkaufen. Ein Tabu-Thema bricht. Ich denke, dass gerade der Aufruf der Krankenkassen zu einer neuen Diskussion geführt hat, nachdem über den letzten Skandal schon längst wieder Gras drüber gewachsen ist.

    Ich habe eine tolle Mail zum Thema erhalten, die werde ich noch posten - sehr interessant!

    Ganz LG
    Mara

  • #4

    Lichtblick (Mittwoch, 01 Januar 2014 14:19)

    Traumfänger und MariaAnders haben recht. Mit der Kirlianfotografie kann man das Energiefeld (Aura) des Menschen betrachten. Wenn ein Mensch eines natürlichen Todes gestorben ist, verschwindet dieses Energiefeld. Entfernt man ein Teil, zerstört man das Ganze. Jedes Organ hat auch sein eigenes Energiefeld das sich nun mit einem anderen Energiefeld überlagern muß. War der Spender ein Verbrecher oder korrupter Mensch, wird diese negative Energie übertragen und der neue Besitzer wird Depressiv oder ändert sein Wesen. Auch das Immunsystem akzeptiert fremde Organe nicht, deswegen diese Menschen lebenslang Immunsupressiva verabreicht bekommen. Fazit: Neus Organ, aber lebenslang ein schwächelnder Mensch, dem schon bei einer normalerweise harmlosen Erkältung eine Lungenentzündung droht.

  • #5

    Andi (Sonntag, 02 November 2014 12:57)

    Hier ist ein "Nicht-Organspendeausweis"
    http://www.kritischebioethik.de/nicht-organspendeausweis-21-12-04.pdf

    Alle weiter Informationen sind hier
    http://www.organspende-aufklaerung.de/organspende_einfuehrung.html