"Ein Garten für Alle" - Eine Initiative von Perma Vitae


Übelbach - Die erste essbare Gemeinde Österreichs
Übelbach - Die erste essbare Gemeinde Österreichs

Wer mich kennt und meinen Blog schon eine Zeit lang liest, der weiß, dass ich mich vor längerer Zeit auch einmal bemüht habe, meine Gemeinde von dem Projekt "essbare Stadt" zu überzeugen. Leider war das ein einsames Unterfangen und ich fand kaum Befürworter. Es gab wohl den einen oder anderen, der meinte es wäre eine ganz nette Sache, aber so richtig engagieren wollte sich keiner. Also ließ ich es bleiben, denn Bürger und Politiker zu überzeugen ist viel zu anstrengend und aufwendig, als dass man das als Einzelperson tun könnte.

 

Ich wollte einen Anstoß geben, eine Idee verbreiten und hatte gehofft einige Feuer zu entfachen. Aber um so etwas durchzusetzen bedarf es innovativ denkenden Bürgermeistern und Politikern. Mit solchen Schlaftabletten und konservativ eingestellten Mitbürgern, wie ich es in meiner Gemeinde erlebt habe, tritt man mit so einem Projekt keine offenen Türen ein. Schade eigentlich, denn es profitiert jeder davon. Man muss es nur begreifen.

 

Ganz anders sieht es aus, wenn man Freunde und Partner hat, die alle an einem Strang ziehen und dasselbe Ziel verfolgen. Perma Vitae ein Verein zur Förderung nachhaltiger Lebensweisen ist so eine Vereinigung Gleichgesinnter. Hier haben sich mehrere Naturfreunde vereint und sich mit der Holzerschen Permakultur beschäftigt. Nach diesem Konzept bietet der Verein Seminare an und unterstützt Projekte, die zu einer nachhaltigen Lebensweise führen. Von Deutschland über Österreich, den USA und Südamerika, überall unterstützen sie Interessierte.

 

Jetzt haben sie in Österreich die erste essbare Gemeinde ins Leben gerufen. Übelbach heißt das schöne Städtchen, dessen Bürgermeister sich von der Idee begeistern ließ. Sandra Peham, eine meiner Leserinnen und eine der Initiatorinnen des Vereins, hält mich immer wieder auf dem Laufenden und hat mir jetzt ein Video zugeschickt, in dem das Projekt Übelbach vorgestellt wird. Ganz nach Holzerschem Prinzip wird jetzt in Übelbach gepflanzt, gepflegt und geerntet. Die Resonanz der Mitbürger ist mal wieder sensationell - alle machen mit. Das stärkt außer der Gesundheit auch noch das Sozialgefüge, denn Leute, die sich vorher nicht kannten, wühlen jetzt zusammen in der Erde.

 

Vielen Dank, liebe Sandra, für diesen tollen Tipp und Euer unermüdliches Engagement der Natur und Umwelt zuliebe!!!


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Kommentare: 2
  • #1

    Traumfaenger71 (Mittwoch, 09 April 2014 12:44)

    Nicht übel - trotz dieses Ortsnamens ...

    solche Vereine haben Vorbildfunktion, in der man lernt, daß es besser ist zusammen an einem Strang zu ziehen statt anders ....

    Und wenn man sich - sofern noch möglich - an biologischen Anbau hält, tut man sich auch gesundheitlich etwas Gutes!

    Liebe Grüße,
    Traumfaenger71

  • #2

    maras-welt (Donnerstag, 10 April 2014 07:33)


    Schade eigentlich, dass es die erste Gemeinde in Österreich ist. Für mich geht dieses Prinzip viel zu schleppend voran. Wo die Natur uns doch alles bietet, was wir zur Ernährung benötigen!

    Und ja, die Holzersche Permakultur hält sich absolut an die Naturgesetze. Da gibt es nichts Chemisches oder Unnatürliches. Das ist freilich sehr gesund :-)

    Ganz LG
    Mara