Wann läuft das Fass über?


Hans-Christian Hein  / pixelio.de
Hans-Christian Hein / pixelio.de

Heute habe ich mal wieder einen interessanten Text von Rolf von Hohenhau, Präsident vom Bund der Steuerzahler in Bayern e. V., erhalten. Wie immer legt Herr von Hohenhau die Finanzkarten unverblümt auf den Tisch. Er beobachtet und recherchiert unermüdlich, damit die Machenschaften der Finanzwelt nicht in den Hintergrund geraten. Und er weiß wovon er schreibt.

 

Und wie immer geht es auch in diesem Text um Gelder. Und ja, es sind wie immer unsere Gelder, die verpokert bzw. verhökert werden. Man könnte sogar behaupten, es geht zu, wie in einem Spielcasino: Die Bank gewinnt immer! Und wir sind die vertrottelten Spieler.

 

Was mich an der ganzen Sache extrem fasziniert ist, dass das Fass nicht schon längst übergelaufen ist. Egal, ob Wachstum oder Rendite oder Ausgaben oder, oder, oder... sie halten alle Bereiche immer auf einem gewissen Niveau. Normalerweise müssten wir schon längst den weltweiten Hyperfinanzcrash haben. Haben wir auch, sie stopfen nur permanent die Löcher, so dass das System einem schweizer Käse gleicht. Nur das schon längst kein Käse mehr da ist, unser Finanzsystem besteht nur noch aus der Masse mit der es gestopft wurde. Und wir lassen uns von dem Schein trügen.

 

Hier die E-Mail von Rolf von Hohenhau:

Euro-Lobby

 (20.04.2014)

 

Es ist ja wirklich abenteuerlich, vielmehr erschreckend, wohin inzwischen diese Mischung aus Unfähigkeit, Hörigkeit und Selbstsucht der führenden Politiker und „Finanzexperten" des Euroraums geführt hat und wie jede weitere Hiobsbotschaft über das Euro-Desaster (Griechenland - inzwischen weit tiefer im finanziellen Treibsand als noch 2010 - benötigt und erhält weitere Milliardenkredite) dem Bürger dreist als Erfolg verkauft wird. Die angeblich viel zu niedrige Inflation (seit wann gibt´s denn so was?) mit behaupten 2 % (auch diese Zahl ist getürkt!) soll nun für unbegrenzte Anleihekäufe der EZB, notfalls im Billionenbereich, herhalten (obschon genau das der EZB untersagt ist).

 

Überlegen Sie einmal folgendes: Wenn Ihr Ehepartner für den gemeinsamen Haushalt zum Preis von € 10.000 einen Toaster (keinen Roadster!) zum Brötchenaufbacken kauft und Sie dafür mithaften, sollte das Grund genug sein etwas unruhig zu werden. Aber das sind Kinkerlitzchen! Denn wenn die EZB wertlosen Anleiheschrott, etwa von Portugal oder Griechenland, in Milliardenhöhe aufkauft (was lt. EZB-Draghi notfalls auch in die Billionen gehen kann!), dann sind die deutschen Bürger (also auch SIE) immer zu 27 % mit von der Partie. Und darüber sollten Sie sich wirklich aufregen, denn niemand fragt Sie, ob Sie das wirklich wollen. Diese zusätzliche, praktisch unbegrenzte Risikolast folgt regelmäßig aus dem Abstimmungsverhalten Ihres gewählten Bundestagsabgeordneten. Haben Sie sich bei ihm schon bedankt? Auch im Namen Ihrer mithaftenden Kinder und Enkel?

 

Frank Doll und Gerald Cesar von der Wirtschaftswoche haben in dem hier verlinkten Artikel vom 19.04.2014 einmal näher aufgezeigt, welche Finanzspielchen im Milliardenbereich derzeit auf IHR Risiko und IHRE Kosten ablaufen und wie Sie fortlaufend getäuscht und belogen werden, damit Sie das nicht merken und darauf nicht reagieren können. Die Lektüre dieses Artikels ist lohnenswert und wird deshalb auf unserer Startseite aktuell abgedruckt.

 

Den Kern des Übels dieser Tricksereien bilden die europäischen Großparteien. Deren Strukturen wurden und werden im Kleinen und Großen auf nationaler und europäischer Ebene fortwährend genau von den Interessensgruppen komplett unterwandert, die vom Euro, der Schuldumwälzung (die Risiken der Hochfinanz werden sozialisiert, deren Gewinne privatisiert) und Schuldenausdehnung am meisten profitieren und mit der Euro-Exitdrohung und ihren Folgen die Politik immer machtvoller und peinigender beherrschen.

 

Dieses genauestens durchdachte und geplante Szenario ist in der Konstruktion und Formulierung der ESM-Superbank glasklar angelegt, wie wir in unserer ESM-Kommentierung von 2012 und zahlreichen Folgekommentaren aufgezeigt haben. Gouverneur des ESM ist Dr. Wolfgang Schäuble, weniger ein ausgewiesener Bankspezialist, dafür aber ein wirklich hervorragender Handlanger der Hochfinanz!

 

Die Bankenunion komplettiert dieses Bild, indem über den Bankenabwicklungsfond der Öffentlichkeit Scheinsicherheit vorgegaukelt wird, während er in Wirklichkeit die Situation verschlimmert, da ganz offensichtlich im Notfall auf die Gelder und Garantien des ESM (widerrechtlich) zurückgegriffen werden soll, für die natürlich SIE haften, wer denn sonst! Wäre der Fond denn irgendwann mit € 55 Milliarden (= 0,22 %) aufgefüllt, stünden ihm potentiell bis zu € 21 - 25 Billionen Risiken von Finanzinstitutionen (= 100 %) gegenüber. Eine tolle Einrichtung also, vor allem für die Komplizen der Schmarotzer und Abgreifer, die zukünftig in diesem Geldverschiebebahnhof tätig sein werden! Gewissermaßen eine Neuauflage der ach so erfolgreichen Treuhandanstalt im europäischen Superformat.

 

Die EZB, Oberkontrolleur und Bock im Garten der Bankenunion, macht inzwischen eh was sie will. Auch das Recht liegt am Boden: Es gibt zwar einige unermüdliche Kläger, die wie Geistesbrüder von Don Quichotte gegen die verrotteten Windmühlen der Justiz anrennen und gelegentlich Scheinerfolge melden, aber letztlich keine Richter mehr, die den Bürger vor Fehlverwendung und Veruntreuung ihrer Steuern durch ESM und EZB schützen bzw. – noch schlimmer! – verhindern, dass durch ständige Kreditausweitung (= Aufkauf weitgehend wertloser Anleihen + Rettungskredite) die Garantierisiken der Bürger für Handlungen der ESM-Bank und der EZB in den Billionenbereich bzw. ins Unermessliche steigen.

 

Der seit 2010 zusätzlich geschaffene, fast unbegrenzte Kredit kreist seit Jahren ausschließlich in den Händen der Hochfinanz, erzeugt dort - durch Bürgergarantien – abgesicherte Gewinne die wiederum in Sachwerte fließen und die große Umverteilung beschleunigen. Letztlich ist es so, dass diejenigen, die am schuldenfinanzierten Euro-System aberwitzig verdienen, das System durch Erzeugung von Angst am Laufen halten. Dazu geben unsere Politiker die willfährigen Marionetten, der Totengräber Martin Schulz immer plump und derb vorweg. Damit aber niemand merkt was abläuft, wird dem letztlich ahnungslosen und gutgläubigen Volk von seinen ach so vertrauenswürdigen Abgeordneten die Geschichte vom Happyend und der heilenden Wirkung des Euro vorgegaukelt. Die europäische Flotte mitten im Sturm unter teils unfähiger, teils fremder Kommandogewalt!

 

Es schauert einen zutiefst, wenn man hinter den Vorhang blickt, die bewegten Hände der Strippenzieher sieht und die absehbaren Folgen all dieser Täuschungen erkennt.
Folgen Sie dem Beispiel von über 51.000 wachen Mitbürgern

 

Wehren Sie sich dagegen:

 

www.stop-esm.org

 

Widerstand muss Zeichen setzen!

 

Rolf von Hohenhau

(Präsident)

 

Herausgeber
Bund der Steuerzahler in Bayern e.V.
Nymphenburgerstrasse 118
80636 München
Telefon +49 (0) 89 / 126008 - 0
Telefax +49 (0) 89 / 126008 - 27
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http://www.steuerzahler-bayern.de


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