Das Internet - Ein revolutionärer Selbstläufer?


Foto: Wikipedia
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Das Internet ist eine Vernetzung, die ihresgleichen sucht. Mit einer ebenso rasanten Entwicklung. Ich kann mich noch an die ersten Tage erinnern, als ich Zugang zum Netz erhielt. Es war gigantisch, obwohl es so vor sich herschneckte, dass man schon fast einen Kaffee zwischendurch kochen konnte, wenn man eine Seite laden wollte, die mit einem Bild bestückt war.

 

Die ersten Websites allerdings beinhalteten reinen Text. Das CERN-Projekt hat vor ca. einem Jahr die erste Website wieder online gestellt. Klickt sie mal an, einfach zum Vergleich. Denn viele können sich gar nicht mehr erinnern bzw. haben noch nicht das Alter erreicht, um aus solch einer Erinnerung schöpfen zu können.

 

Als ich in den späten Neunzigern angefangen habe, meine eigenen Seiten zu kreieren, las ich überall die Empfehlung, so wenig Bilder wie möglich einzupflegen und wenn, dann mit einer geringen Auflösung, weil es den Usern sonst zu langweilig wird und sie wieder wegklicken, wenn die Seite zu lange lädt. Google hat sich diese Empfehlung zu Nutze gemacht. Wo man bei Lycos (die Websuche mit dem Labrador) überladen wurde, funzte es bei Google blitzeschnell. Das war für jeden User eine neue Erfahrung. Endlich ging etwas schnell voran. Und so forderte der User mit der Zeit immer mehr Schnelligkeit und Vernetzung.

 

Die vielen Technikbegeisterten sahen sich immer neueren Herausforderungen gegenüber und das Internet machte es möglich, dass selbst Garagennutzer, wie Bill Gates und Co., über ihre Grenzen hinaus konnten. Der Wettbewerb im Internet wurde geboren. Immer schneller, immer weiter und mit immer mehr Medien, das war das Ziel. Ein Programm nach dem anderen kam auf den Markt. Und wenn einer ein Programm herausgebracht hatte, wollte es ein anderer besser machen oder sogar kostenlos anbieten. Die Freeware wurde geboren. Revolutionäre Computerfreaks durchbrachen den kontrollierten Software-Markt. Heute kann man sich nahezu jedes Programm als Freeware runterladen. Und sogar Zwölfjährige programmieren schon die tollsten Programme.

 

Wo früher noch die E-Mail als Kommunikationsmittel Nr. 1 galt, stehen heute längst Sozialnetzwerke an oberster Stelle, zumindest für den kurzen Austausch oder zum Zwecke der Selbstpräsentation. Selbst ein gut ausgebauter E-Mail-Verteiler erreicht nicht so viele User, wie eine öffentliche Website. In Sekundenschnelle können Tausende von Usern ein und dasselbe anschauen, z. B. neueste Meldungen oder Videos. Und man benötigt keinen wochenlangen Computerkurs mehr, um sich einen Account einzurichten. Das geht heutzutage Babyleicht und in weniger als fünf Minuten. 

 

Einmal im Internet - immer im Internet! Das ist eine, aus dieser Entwicklung entstandene, Grundregel. Durch diese vielfältigen, einfachen Werkzeuge ist ein unaufhaltsames Netzwerk entstanden. Ist eine Meldung im Internet, kann sie in Sekundenschnelle tausendfach kopiert werden. Sie wird geteilt, rebloggt, editiert, zum Video bearbeitet, und, und, und... Es gibt zig Möglichkeiten eine Meldung zu verbreiten. Wie ein Virus, der gegen alles resistent ist. Und das ist die Gefahr, die die Obrigkeit darin sieht. Da nützt es auch nichts, wenn die NSA die Leitungen abhört oder die E-Mails liest. Aus den Köpfen der Menschen können sie es nicht löschen - noch nicht! Das Internet ist ihnen entglitten.

 

Was hat das Internet noch aus uns gemacht? Es hat uns souveränisiert! Ich weiß nicht einmal, ob es das Wort souveränisiert überhaupt gibt, aber es passt am besten zu dem was ich damit meine. Wir denken nicht mehr eingleisig, wir informieren uns vielfältig und wir glauben nicht mehr jeden Schrott, den man uns vor die Augen schreibt. Wir äußern unsere Meinung, wir tauschen uns aus. Wir verbünden uns. Wir revolutionieren. Wir haben uns unabhängig gemacht. Und er Bedarf ist da. Die Nachfrage ist da.

 

Zu diesem Thema gibt es noch einen kurzen, aber aussagekräftigen Videoausschnitt von Prof. Dr. Peter Kruse. Er hat erkannt, wo das Internet uns hinführt. In einen revolutionären unaufhaltsamen Umschwung!


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