"eBay" für Saatgut - Bitte spendet einen kleinen Betrag!!!


Manchmal tauchen Ideen auf, die so denkbar einfach wie genial sind. Dies ist eine davon:

 

Landwirte und Gärtner sammeln seit geraumer Zeit Saatgut. Dazu wurden auf der ganzen Welt Saatgut-Banken und Saatgut-Sammelstellen eingerichtet. Unermüdlich werden gute sowie alte Samen zusammengetragen und verbreitet. Jetzt wollen ein paar kluge Köpfe eine Art "ebay"-Plattform für Saatgut an den Start bringen. Leider klingt das einfacher, als es in Wirklichkeit ist, denn in vielen Teilen der Erde ist dies streng verboten.

 

Seit Jahren kämpft die ganze Welt gegen Monsanto, Dupont und Co.. Großkonzerne, die die Natur monopolisieren möchten und uns zeitgleich immer mehr von ihr entfernen. Deren Vorgehensweisen haben nichts mehr mit Natürlichkeit zu tun, sie manipulieren wertvolles Saatgut und vergiften somit Land, Lebensmittel und uns Menschen. Kaum einer glaubt mehr an das Märchen vom besseren Ertrag.

 

Das Problem hierbei ist, dass wir vielleicht bald nur noch dieses Saatgut verwenden können, da die Böden vergiftet werden. Unter dem Deckmantel des "Geo-Engeneering" werden Gifte in die Luft versprüht, die sich in unsere Böden absetzen und bis tief ins Grundwasser eindringen. Monsanto züchtet deswegen Samen, die gegen solche Gifte immun sind. Irgendwann bleibt uns gar nichts anderes mehr übrig, als deren genmanipuliertes Saatgut zu nutzen. Dann spielt es auch keine Rolle, wie viel gutes Saatgut im Umlauf ist, wenn es eh nicht mehr wächst. Das heißt, erst müssen die Flieger runter vom Himmel.

 

Aber bis dahin haben wir trotzdem die Möglichkeit uns weiterhin zu wehren, indem wir fleißig Biodiversität betreiben. Solange es noch fruchtbare Böden gibt, müssen wir sie bepflanzen und zwar mit gutem altem Saatgut. Avaaz hat hierfür eine Aktion gestartet und sammelt Geld für eine Plattform im Internet, bei der Landwirte und Gärtner Samen ver- und ersteigern können. Das passt zwar einigen Leuten mal wieder nicht, aber wenn wir viele sind, dann haben wir eine Chance.

 

Ich finde dieses Vorhaben genial und habe es auch unterstützt. Wenn jeder nur einen klitzekleinen Betrag spendet, dann kann dieses Projekt an den Start gehen und keiner kann es aufhalten. Zeigen wir es diesen Aufschneidern! Zeigen wir ihnen, dass wir kreativer und innovativer sind als sie! Zeigen wir ihnen, dass wir gemeinsam nicht zu schlagen sind!

 

HIER GEHT ES ZUR SPENDENSEITE!!!


Der beste Weg Monsanto zu stoppen!

Der Ursprung unserer Lebensmittel ist in Gefahr. Zehn Agrochemiekonzerne beherrschen 73% des kommerziellen Saatgutmarktes und mancherorts sind bis zu 93% der Saatgutsorten bereits verloren gegangen. Allein in den USA sind 85% der Apfelsorten verschwunden.

Monsanto & Co privatisieren den Ursprung der Natur. Diese Übermacht der Konzerne zerstört die nachhaltige Landwirtschaft und Nutzpflanzenvielfalt. Sie macht Feldfrüchte für Krankheiten anfällig, die unsere Ernährungssicherung gefährden könnten.

Doch Landwirte leisten Widerstand und sammeln Saat in Saatgutbanken und Scheunen auf der ganzen Welt. Jetzt haben sie ein revolutionäres Projekt entwickelt — das allererste gemeinnützige "eBay" für Saatgut, wo jeder Landwirt ein großes Angebot an Pflanzen günstiger erhalten kann als die Gen-Saat der Chemiekonzerne. Dieser globale Online-Shop könnte wieder allerlei Saatgut auf den Markt bringen und langsam das Monopol aufbrechen, das die Zukunft unserer Lebensmittel bedroht!

Es könnte die innovativste Idee sein, die die Landwirtschaft in den letzten Jahrzehnten gesehen hat — und der beste Weg, Monsanto zu stoppen. Doch Chemiekonzerne schikanieren und verklagen oft diejenigen, die ihnen in die Quere kommen und deswegen bitten uns die Landwirte um Unterstützung. Wenn wir jetzt genug Geld sammeln, können wir zur Eröffnung des Online-Shops beitragen, die Saatgutlagerung in entscheidenden Ländern fördern, Werbemaßnahmen finanzieren und Geld für den nötigen Rechtsbeistand bereitstellen.


Über Jahrtausende hinweg wurde der Ackerbau von Landwirten betrieben, die Saatgutsorten selber auswählten, wieder aussähten und züchteten. Dann überzeugten Agrochemiekonzerne viele Regierungen, ein industrielles, auf Monokulturen basierendes, Geschäftssystem zu fördern. Die Unternehmen versprechen Landwirten höhere Ernteerträge und Einkommenssteigerungen und verleiten sie oft zu mehrjährigen Verträgen mit teurer Gen-Saat und Pestiziden. Mit Patentrechten und Nutzungsvereinbarungen zwingen sie Landwirte dann, ihre traditionellen Methoden des Nachbaus und der Innovation zu verwerfen.

Über die Langzeitfolgen von Gen-Pflanzen ist man sich noch nicht einig, doch Experten sagen, dass aufgrund eines Mangel an unabhängigen Studien ernstzunehmende Gesundheitsrisiken von einigen Gen-Lebensmitteln ausgehen. Es gibt außerdem keine klaren Beweise dafür, dass die Einführung von Gen-Saat den Landwirten mehr Einkommen oder den Menschen auf der Welt mehr Nahrung beschert hat. Tatsächlich sind unabhängige Kleinbauern oftmals vom Markt gedrängt worden und haben in Extremfällen Selbstmord begangen, um Schulden zu vermeiden.

Die schwerwiegenden Folgen betreffen bei Weitem nicht nur Landwirte. Laut der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der UNO sind über drei Viertel der genetischen Vielfalt unserer Nutzpflanzen aufgrund von Konsolidierung und Industriemethoden verloren gegangen. Das ist nicht zu unterschätzen: Wenn wir auf großen Landflächen nur eine Pflanzenart anbauen — anstatt im Rotationsverfahren und in größerer Vielfalt zu pflanzen — werden unsere Höfe anfälliger für Krankheiten. Gentechnik kann womöglich bestimmte Ernteerträge steigern, doch ohne Saatgutvielfalt und regionsspezifische, nachhaltige Anbaumethoden, die eine Anpassung an schwankende Umweltbedingungen möglich machen, könnte unsere weltweite Ernährungssicherung auf dem Spiel stehen.

Doch die Krise ist nicht unüberwindbar. Die Konzerne sind erst seit ein paar Jahrzehnten auf dem Vormarsch und Landwirte haben überall Saatgut aufbewahrt. Mit breiter Unterstützung könnte der Online-Shop für Saatgut dazu beitragen, unsere Lebensmittel zurückzugewinnen. Ein Zusammenschluss von mehr als 20 Gruppen und Vorreitern in der nachhaltigen Landwirtschaft, wie zum Beispiel das Center for Food Safety und die Aktivistin Vandana Shiva, sind startklar. So können unsere Spenden helfen:

  • Direkte Unterstützung für Saatgut-Initiativen in Afrika, Asien, Europa und Amerika bieten.
  • Zur Erstellung einer erstklassigen Webseite für den Online-Shop beitragen, der Landwirte aus aller Welt miteinander verbindet und es ihnen ermöglicht, auf legale Weise Saatgut zu verkaufen und Erfahrungen auszutauschen.
  • Den gemeinnützigen Saatgutmarkt durch die Finanzierung von Rechtshilfe gegen rechtliche Angriffe von Monsanto und anderen Unternehmen verteidigen.
  • Mit Werbeinformationen dafür sorgen, dass sich Landwirte überall auf der Welt anschließen.
  • Mit Kampagnen dafür sorgen, dass unser bestehendes Saatgut besser gegen Patente und die Übermacht der Konzerne geschützt ist.

Seit Jahren zwingt Monsanto Landwirten (und allen von uns) seine Gen-Saat und seine Vision der industriellen Landwirtschaft auf. Doch wenn wir alle einen Beitrag leisten, können wir dieses revolutionäre Saatgutprojekt ins Rollen bringen und Apfel-, Birnen und Tomatensorten für künftige Generationen schützen!

 

"Einen Samen zu pflanzen bedeutet, die größten Mysterien des Universums zum Leben zu erwecken." In diesen Samen liegen die Ursprünge und das Mysterium des Lebens verborgen. Unterstützen wir diese Bewegung, um dieses Mysteriums vor der kompletten Kontrolle der Konzerne zu schützen und dazu beizutragen, Tausende von Nutzpflanzen zurückzugewinnen, die bereits verloren geglaubt waren.

Mit Hoffnung und Entschlossenheit,

Alice, Maria Paz, Nick, Emma, Ricken, Antonia, Patricia, Mais, Emily, Diego und das ganze Avaaz-Team

 

HIER GEHT ES ZUR SPENDENSEITE!!!

WEITERE INFORMATIONEN:

Selbstmord-Serie: Tausend indische Bauern gehen in den Tod (Spiegel)
http://www.spiegel.de/wirtschaft/selbstmord-serie-tausend-indische-bauern-gehen-in-den-tod-a-446922.html

Alternative Nobelpreisträgerin über Gentech: "Die sind auf Lügen spezialisiert" (TAZ)
http://www.taz.de/!77350/

Und auf Englisch:

Bericht 2013: Aufwachen bevor es zu spät ist (UN Conference on Trade and Development)
http://unctad.org/en/PublicationsLibrary/ditcted2012d3_en.pdf

Wieviele Bauern bauen weltweit Gen-Pflanzen an? (EuropaBio)
http://www.europabio.org/how-many-farmers-plant-gm-worldwide

Amerikanische Bauern fordern Rechte ein: Monsantos Klagen häufen sich (Mother Earth News)
http://www.motherearthnews.com/homesteading-and-livestock/monsanto-lawsuits-from-family-farmers-zwfz1302zkin.aspx#axzz36IwTZWF7

Landleben im Polizeistaat Monsantos (Truth Out)
http://truth-out.org/news/item/16985-life-in-the-rural-police-state-of-monsanto

Von 1903 - 1983 hat die Welt 93 Prozent der wichtigsten Saatgutsorten verloren (National Geographic)
http://ngm.nationalgeographic.com/2011/07/food-ark/food-variety-graphic

Norwegen investiert 23,7 Mio Dollar in Nutzpflanzenvielfalt, um Bauern bei der Einstellung auf den Klimawandel zu helfen (FAO)
http://www.fao.org/news/story/en/item/197662/icode/

Welternährungstag 2004 unterstreicht die Wichtigkeit der Biodiversität für weltweite Ernährungssicherung (FAO)
http://www.fao.org/NEWSROOM/EN/news/2004/51140/index.html

Die politische Macht von Agrarindustrie und Ernteversicherungslobby (Taxpayers for Common Sense)
http://www.taxpayer.net/images/uploads/downloads/Political_Power_of_Farm_And_Crop_Insurance_Lobbies_Fact_Sheet.pdf

Kartelle an erster Stelle (ETC)
http://www.etcgroup.org/sites/www.etcgroup.org/files/CartelBeforeHorse11Sep2013.pdf


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