Wie Massenmedien Whatsapp diskreditieren!


Online-Artikel aus dem Handelsblatt
Online-Artikel aus dem Handelsblatt

Derzeit macht eine Meldung die Runde durchs Netz, die viele Nutzer von Whatsapp erschreckt und verunsichert. Die AGBs des Messenger-Dienstes sollen uneingeschränkte Nutzungsrechte von sämtlichen Bildern an Whatsapp vergeben. So weit die Schlagzeilen. 

 

Da haben wir zum einen das Handelsblatt, welches die Lawine losgetreten hat, mit diesem Artikel. In dem Artikel steht unter anderem: "Wer WhatsApp nutzt, überträgt in den so genannten Status-Meldungen alle Rechte seiner Kommunikation an das Unternehmen aus dem Silicon Valley." Hier sieht man mal wieder, wie zwei kleine Wörter, den ganzen Inhalt verdrehen können. Dort heißt es man würde alle Rechte in den Status-Meldungen vergeben. Man vergibt allerdings lediglich die Rechte für die Status-Meldungen und die Rechte für die Profilbilder und nicht wie dargestellt an sämtlichen Bildern und der Kommunikation. Diese Regelung ist notwendig, da jeder die Status-Meldung und das Profilbild sehen kann, der die Telefonnummer des Nutzers kennt.

 

Weiter heißt es: „Die Kunden stimmen jedenfalls in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen zu, dass WhatsApp alle Inhalte, Bilder und ähnliches ohne Einschränkung und in allen Medienformaten und über alle Kanäle weiterverbreiten kann“, sagt Rolf Becker, Rechtsanwalt in der Kölner Kanzlei Wienke & Becker im Handelsblatt. Das sehen allerdings nicht kommerzielle Medien ganz anders. Chip.de zitiert dazu, in diesem Artikel: "Die nicht exklusive, kostenfreie Lizenz, die man WhatsApp überträgt, erstreckt sich auf Status-Beiträge, zu denen eben keine Privatnachrichten und Gruppenchats gehören." Ein weitaus besser recherchierter und umfangreicherer Artikel kommt jedoch von Andreas Rickmann, Journalist für soziale Medien: WhatsApp kann mit privaten Chat-Fotos werben? Ein Märchen.

 

Es soll jetzt nicht heißen, dass Whatsapp, Facebook und Co. die seriösesten Plattformen sind, sie sind mit Sicherheit verbesserungswürdig. Was aber aus den Mainstream-Medien mal wieder daraus gemacht wird, ist bemerkenswert. Die Masse übernimmt solche Meldungen und verbreitet sie unrecherchiert. Sogar Anwälte übernehmen es Eins zu eins (siehe Video). Die wenigstens setzen sich hin und schauen sich alternative Medien an. Deshalb hier wieder meine Bitte an ALLE: Glaubt nicht immer alles, was der Mainstream verbreitet, sondern macht Euch die Mühe und schaut Euch verschiedene alternative Beiträge an.

 

Hier noch eine reißerische Meldung des Nachrichten-Senders NTV, der die Schlagzeilen unrecherchiert übernommen und verbreitet hat. Man bedenke, dass Nachrichten auf NTV den ganzen Tag rund um die Uhr laufen, es gelingt einem also kaum, daran vorbei zu kommen.


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Kommentare: 1
  • #1

    Katja (Mittwoch, 03 September 2014 10:10)

    Jedem Nutzer sollte einfach klar sein, worauf er sich bei diesen sozialen Netzwerken einlässt und krtische Stimmen sollten erlaubt sein, denn ansonsten fallen vielen die Gefahren garnicht auf.