Papst Franziskus: "Zwei oder drei Jahre - und dann: ab ins Haus des Herrn!"


Mal schauen, ob ihm das Tor zum Himmels geöffnet wird
Mal schauen, ob ihm das Tor zum Himmels geöffnet wird

Erst Anfang Juli habe ich die Frage gestellt: Tritt auch Papst Franziskus bald zurück? Dies stand allerdings im Zusammenhang mit dem Kinderschänder-Skandal rund um den "Neunten Zirkel". Wie es nun aussieht, liebäugelt er tatsächlich mit einem Rücktritt und zwar aus gesundheitlichen Gründen. Er wolle es Papst Benedikt gleich tun und sich vom Amt zurückziehen, sollte er nicht mehr in der Lage dazu sein. 

 

Seit seinem Amt als Papst kommt er immer häufiger in Konflikt mit Kindesmissbrauch durch Geistliche. Er bittet offiziell um Verzeihung, trifft sich mit Opfern und redet offen darüber. "Wir müssen alles Mögliche tun, damit diese Sünden nicht mehr vorkommen", betonte Franziskus in dem Artikel. Kein Papst zuvor, hat sich so mit diesem Thema auseinandergesetzt wie Franziskus. Auffallend oft äußert er sich "über den Wolken", also, während er in einem Flugzeug sitzt, zu diesem Thema (siehe Artikel). Es ist nicht das erste Mal, dass er solche Themen während einer Rückreise aufgreift. Hat es damit zu tun, dass er sich dort Gott am nächsten fühlt?

 

Schon wieder "über den Wolken" spricht er auch von einem möglichen Rücktritt - aus gesundheitlichen Gründen. Auf dem Rückflug von seiner Reise nach Südkorea sagte er, dass er einen Rücktritt nicht ausschließe, auch wenn es einigen Theologen nicht gefällt. Er werde "beten und das Gleiche tun", wie Benedikt, sollte er nicht mehr in der Lage sein, dieses Amt auszuführen.

 

Dass er diesen Schritt auch für sich erwägt, hatte Franziskus bereits bei früheren Gelegenheiten angedeutet. So sagte er bereits Ende Mai vor Journalisten, Benedikt habe mit seinem Rücktritt "eine Tür geöffnet". Ein Papst müsse sich dieselben Fragen stellen wie Benedikt, wenn er fühle, dass seine Kräfte schwinden. Wenn die Zeit gekommen sei, "werde ich tun, was der Herr mir aufträgt, ich werde beten und versuchen, seinen Willen zu ergründen. Aber ich glaube, dass Benedikt XVI. kein Einzelfall bleiben wird."

Quelle: spiegel.de

 

In diesem Interview scherzte er noch über sein Ableben: "Zwei oder drei Jahre - und dann: ab ins Haus des Herrn!". Allerdings erst, wenn er über seine Sünden und Fehler nachgedacht hat. Braucht er die Zeit "danach", um "Buße" zu tun? Denn ohne die Vergebung seines Herrn steht im das "Tor des Himmels" nicht offen. Und als gottesfürchtiger Mensch wird er alles daran tun, um den Segen Gottes zu erhalten. Das kann kein Mensch übernehmen.


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Kommentare: 2
  • #1

    Paul Haverkamp (Freitag, 13 März 2015 19:35)

    Papst Franziskus verlässt Rom mit leeren Händen!

    Mit medienwirksamen Gesten und skurrilen Ratschlägen für die Kindererziehung und jungen Frauen hinsichtlich ihrer Gebärfreudigkeit lässt sich eben keine autokratisch-absolutistisch strukturierte Großorganisation leiten.

    Die in der Kurie sitzenden Personen sind mit einem derartigen Höchstmaß an machiavellistischem und zugleich reformverweigerndem Geschick und Management ausgestattet, das von einem Mann wie Franziskus – einem Hirten – nie erreicht werden kann. Dieser Personenkreis ordnet alle Entscheidungen einem Ziel unter: die Sicherung des eigenen Machterhalts – inklusive der materiellen Pfründe. Der „Fall Bertone“ ist nur die Spitze eines hohen Eisbergs!

    Die Kurie wird beim nächsten Konklave einen Kandidaten zum Papst küren, der ihnen schriftlich versichern muss, dass eine solche Demütigung, wie die Kurienmitglieder vom jetzigen Papst haben erfahren müssen, sich nie wieder sich ereignen wird. Dieser neue Papst wird eine „neue“ alte vorkonziliare Ära wieder beleben, in der eine absolutistische Machtfülle, ein zügelloser Autokratismus, eine nicht hinterfragbare Autorität (Jurisdiktionsprimat) und eine uneingeschränkte und zugleich unkontrollierte Zentralgewalt wieder die Stellung bekommen, wie sie die Päpste vor Johannes XXIII. besessen haben.

    Dieses Pontifikat wird damit enden, dass wir alle sagen werden: Wir haben einen Seelsorger als Papst gehabt, aber auch er hat die notwendigen Reformnotwendigkeiten keinen Schritt weiter voran gebracht und die kath. Kirche – vor allem in den „Nordländern“ – sehenden Auges gegen die Wand gefahren. Eine wirkliche Tragödie!

    Paul Haverkamp, Lingen

  • #2

    maras-welt (Freitag, 13 März 2015 19:48)


    Hoffen wir, dass es dazu nicht kommt!