Über die schwindende Machtlosigkeit der kleinen Bürger


Rike  / pixelio.de
Rike / pixelio.de

Was ist das Schöne an einem Telefon? Richtig, man kann den Hörer auflegen, ohne dass der andere etwas dagegen tun kann und danach braucht man einfach nicht mehr rangehen. Was ist das Schöne an einem Schreiben? Richtig, man kann es in die Papiertonne werfen, ohne dass der Schreiber etwas dagegen tun kann, außer das Schreiben zum wiederholten Male zu schicken, damit es die Tonne füllt. Nicht umsonst gibt es den Spruch: Papier ist geduldig! Es lässt ohne Widerspruch nahezu alles mit sich machen.

 

Es gibt unzählige Beispiele dafür, wie manch einer behandelt wird, wenn er ein Anliegen vorzutragen hat oder sich ungerecht behandelt fühlt. Sei es eine Kundenreklamation bei einem großen Unternehmen (bei dem man mit jedem Anruf einen anderen Mitarbeiter erwischt) oder ein persönliches Problem bei einer (Schein-)Behörde, die grundsätzlich mit Vorzimmerdamen oder Telefonzentralen bestückt sind. In der Regel bekommt man nie irgendeinen Verantwortlichen an die Strippe. Da hätten die Geschäftsführer oder Dienststellenleiter ja auch viel zu tun. Was bei mir gleich die Frage aufwirft: Warum wohl? Würde alles wie am Schnürchen laufen, hätten die gar nichts zu tun.

 

Bestimmt hatte jeder von Euch schon einmal das Problem, dass er einfach nicht gehört wurde. Egal, wie offensichtlich das Problem war, es wurde einfach ignoriert, weggeredet oder gar ins Lächerliche gezogen. Ein sehr gutes Beispiel hierfür sind die GEZ-Rundfunkbeiträge. Da kann man noch so oft beschwören oder nachweisen, dass man weder Fernseh schaut noch Radio hört, man muss diese Zwangsabgabe entrichten, sonst ist man ein Querolant mit krimineller Energie.

 

Über die Großkonzerne und ihren Kundenservice möchte ich heute nicht schreiben, das wäre ein Beitrag für sich. Heute möchte ich über die Staatsgewalt berichten und ihre Fähigkeit, dem kleinen Bürger den Garaus zu machen und zwar mit aller Macht, die ihr zur Verfügung steht. Dabei halten sie sich nicht an die bürgerlichen Gesetze, sondern nur an ihre eigenen ungeschriebenen. Die da wären:

 

  • Eine Krähe hakt der anderen kein Auge aus
  • Der kleine Bürger hat gegenüber dem (Schein-)Staat immer Unrecht
  • Wenn dennoch Recht besteht, wird es sogleich verdreht oder anders ausgelegt
  • Die Kosten müssen so hoch und die Wege so kompliziert sein, dass es sich der kleine Bürger nicht leisten kann aufzubegehren
  • Großkonzerne und Priviligierte haben immer den Vorrang
  • Persönliche Verantwortung der Entscheidungsträger wird nie übernommen
  • Gesetze haben in einer Sprache geschrieben zu sein, die kein normaler Bürger versteht, so dass er in jedem Fall einen (kostensprengenden) Juristen hinzuziehen muss

 

Das sind nur ein paar ungeschriebene Gesetze, die stets ihre Anwendung finden. Es gibt jedoch inzwischen eine große Anzahl "kleiner" Bürger, die sich die Nächte um die Ohren schlagen und Gesetze wälzen. Eben, damit sie verstehen, wie die Sachlage überhaupt aussieht. Denn Jahrzehnte lang war es dem kleinen Bürger verwehrt überhaupt zu verstehen, auf welcher Gesetzesgrundlage er lebt. Es werden Urteile gegoogelt und gegenüber gestellt, Ungereimtheiten werden aufgedeckt und offengelegt. Das ist eine Entwicklung die einigen Staatsmännern und -frauen nicht gefällt, haben sie sich doch so lange Zeit darauf verlassen, dass solche Dinge nicht ans Licht kommen.

 

Eine der derzeit offenkundigsten aufgedeckten Betrügereien, ist die fehlende Legimitation der Richter auf Urteilen und Beschlüssen [siehe Artikel]. Hier wird ein ungeschriebenes Gesetz angewendet: Persönliche Verantwortung der Entscheidungsträger wird nie übernommen! Was so lange gut funktioniert hat, muss nun neu organisiert werden. Inzwischen tut man das verstärkt mit Ignoranz und Diskreditierung. Ab und zu sperrt man auch mal jemand in die Psychatrie (wie im Fall Gustl Mollath), wenn er zu viel Ärger macht. Das ist auch ein probates Mittel um jemanden loszuwerden und mundtot zu machen. 

 

Wissen ist Macht! Und genau dieses Wissen eignen sich immer mehr Menschen an. Blöd, dass es inzwischen so viele Arbeitslose gibt, die nicht nur auf dem Sofa rumhängen und Trübsal blasen, sondern sich engagieren und die Welt jeden Tag ein bisschen gerechter werden lassen. Ihr hättet darauf achten sollen, dass die Schlauen unter uns nicht ohne Arbeit dastehen.

 

Zum Schluss noch ein Video über die Ignoranz der Generalbundesstaatsanwaltschaft:

Und ein ebenso amüsantes Video über ein Gespräch mit dem Finanzamt:


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