Die Brennnessel - Ein Wunder der Natur


Große Brennnessel (Urtica dioica)
Große Brennnessel (Urtica dioica)

"Müsste man auf Erden eine einzige Pflanze stehenlassen, für mich wäre es die Brennnessel!"

François Couplan

 

Mit dieser Meinung steht der Ethnobotaniker nicht alleine da. Da nützt es der Brennnessel auch nichts, wenn sie sich über ihre Brennhaare wehrt und ihre Farbe nach der Zubereitung diverser Speisen eher unestetisch anmutet. Eine ordentliche Brennnessel-Suppe erinnert stark an einen Kuhfladen und manch einer ist deshalb abgeneigt, davon zu kosten. Obwohl es sich in jedem Fall lohnt. 

 

Die Brennnessel ist ein wahres Wunder der Natur. Sie gilt als Heil- und Lebensmittel. Ob als Brennnessel-Jauche, im Einsatz gegen Schädlinge, zur Düngung und zum Anreichern ausgelaugter Böden oder als Heilmittel für eine große Anzahl von Beschwerden oder auch nur als schmackhaftes nährstoffreiches Lebensmittel, welches schon längst Einzug in die Gourmet-Küchen dieser Erde gehalten hat.

 

Kaum eine Pflanze erhält so viel Be-wunder-ung, wie die Brennnessel. Und zur Zeit erlebt sie eine wahre Renaissance. Eine Zeit lang in Vergessenheit geraten, blüht sie jetzt wieder richtig auf. Erst im Juni dieses Jahres hat der französische Autor Bernard Bertrand die "Bibel" der naturnahen französischen Gärtner: "Brennnesseljauche & Co.: Pflanzen retten Pflanzen" herausgegeben. Wen mag es verwundern, dass im Zeitalter der Alternativen die Brennnessel nicht fehlen darf. Zumal sie ihr Unwesen völlig kostenlos, aber nicht umsonst, überall betreibt und Gott sei Dank nicht unterzukriegen ist.

 

Es ist nicht viel nötig, um sich der Brennnessel zu bedienen. Ein paar Handschuhe und schon kann es losgehen und man kann sich einen ordentlichen Vorrat an Brennnessel-Tee anlegen. Die Jauche selbst herzustellen ist nur was für Hartgesottene und sollte, des starken Gestankes wegen, nicht in der Wohnung angereichert werden. Aber als Ersatz für Spinat ist sie eine wunderbare Alternative. Tolle Brennnessel-Rezepte gibt es im Netz zur Genüge. Nach dem Abkochen nicht vergessen den Sud zu trinken! Wie man sieht, bei der Brennnessel bleibt nichts übrig.

 

Diese Doku ist zwar schon etwas älter, aber immer noch sehr sehenswert:


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