Offizielle schwarze Messe im Oklahoma City Center


Oklahoma City Center - Platz für 2500 Satanisten
Oklahoma City Center - Platz für 2500 Satanisten

Möchte jemand ein Ticket kaufen, für 15 $ das Stück und am 21. September an einer bizarren schwarzen Messe teilnehmen? Kein Problem. Das ist jetzt ganz offiziell und legal möglich, dazu müsst Ihr nur mal schnell nach Oklahoma City reisen. Eigens dafür hatte der Veranstalter Adam Daniels sogar eine gestohlene Hostie zur Verfügung, die musste er aber leider per Gerichtsbeschluss wieder an die Erzdiozöse in Oklahoma City zurückgeben. Das Spektakel findet also ohne Entweihungsritual einer konsekrierten (geweihten) Hostie statt. Dafür werden bestimmt andere Rituale geboten. Ich bin sicher, kein Satanist wird bei dieser gottlosen Veranstaltung enttäuscht.

 

Wie kann so etwas möglich sein? In einem doch so christlichen Land. Naja, ganz so christlich sind die Amys ja nicht, wie wir wissen. Sie haben einen Hang zum Satanismus - aber das ist eine andere Story. Angefangen hat der Aufruhr eigentlich nicht, weil eine offizielle schwarze Messe stattfindet, sondern lediglich, weil eine Hostie gestohlen und diese per Gericht zurückverlangt wurde. Das ist der eigentliche Aufreger. Jetzt fragt sich der eine oder andere bestimmt, ob so eine Veranstaltung, basierend auf Religions-, Meinungs- oder Redefreiheit, überhaupt stattfinden darf? Das ist doch offensichtlich Blasphemie und die ist doch verboten, oder täuschen wir uns da? Nein und ja. Ich zitiere hierzu Wikipedia:

 

Nach § 48 der Stellungnahme aus dem Jahr 2011 des Menschenrechtskomitees der Vereinten Nationen, einem Gremium aus achtzehn unabhängigen Experten, die damit beauftragt wurden, Beschwerden hinsichtlich des Internationalen Pakts über Bürgerliche und Politische Rechte zu bewerten, „sind Verbote von Darstellungen mangelnden Respekts vor einer Religion oder anderen Glaubenssystemen, einschließlich Blasphemiegesetzen, mit dem Vertrag inkompatibel, außer in den bestimmten Umständen, wie sie in Art. 20, Absatz 2 des Vertrags vorausgesehen sind.“

 

Der Art. 20 Abs. 2 ruft Staaten dazu auf, Folgendes zu verbieten:

„Die Verfechtung nationalen, rassistischen oder religiösen Hasses, welche zur Diskriminierung, Feindseligkeit oder Gewalt anstiftet.“

 

Offensichtlich gibt es hier nur eine Empfehlung, kein Verbot. Lediglich ein Aufruf zum Verbot ist hier angegeben. Wer sich nicht daran hält, hat mit keinerlei Konsequenzen zu rechnen. Im Prinzip ist es auch ein schmaler Grad, auf dem sich diese Empfehlung befindet. Denn: Wo fängt Gotteslästerung an und wo hört sie auf? Zudem Politik und Religion ja strikt voneinander getrennt sind. Wenn man es genau nimmt, ist ein unbewusst ausgesprochener Fluch wie "gottverdammt" oder "zum Teufel nochmal" schon blasphemisch. Und muss so etwas bestraft werden? Schwierig, schwierig!

 

Es gibt Länder, wie wir wissen, da darf man nicht einmal solche Worte aussprechen. Dafür kann man schon mal am Baum hängen. Doch die westlichen Länder sind in der Hinsicht ziemlich locker gestrickt (im Besonderen die USA - die halten sich komplett aus dieser Empfehlung raus). Das nennt man dann Komödie oder Satire oder Kunst. Und solange sie Dritte dabei nicht massiv schädigen, ist es erlaubt. Doch wann werden Dritte geschädigt und in welcher Form? Ist ein Aufreger schon eine Schädigung? Unserem Schöpfer selbst wird es wohl nichts ausmachen, die Schöpfung steht über solche irdischen Dinge.

 

Kommen wir zur Eingangsfrage: Darf eine solche offizielle schwarze Messe stattfinden? Warum nicht? Solange dort keine Tiere oder gar Kinder geopfert werden. In Anbetracht dessen ist es sogar gut, dass die Messe offiziell abgehalten wird, denn dabei kann man fast zu hundert Prozent ausschließen, dass dort Opferrituale abgehalten werden (außer vielleicht mit gestohlenen Hostien). Die geheimen schwarzen Messen sind gefährlich! Vor denen sollten wir uns in Acht nehmen. Und wenn diese offizielle Messe verboten wird, wer weiß, wo sie sie dann abhalten - irgendwo im Geheimen! Dann können wir nicht mehr draufschauen und sie machen was sie wollen.

 

Ich kann der christlichen Gemeinde in Oklahoma City nur raten, unmittelbar nach der schwarzen Messe eine heilige Messe in dieser Halle abzuhalten und den entweihten Boden wieder zu heiligen. Das wäre doch eine gute Möglichkeit die negativen Energien zu "entsorgen" und die Halle wieder mit göttlicher Energie zu füllen. Das wäre dann sozusagen ein "Hallenexorzismus". Das ist allemal effektiver, als einen Haufen Satanisten in die Enge zu treiben und an einen geheimen Ort zu verbannen.

 

Quellen:

 

Erzdiözese Oklahoma City klagt gegen Satanisten

Planmäßige schwarze Messe in Oklahoma City

Wikipedia - Blasphemie


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Kommentare: 2
  • #1

    Mick (Montag, 01 September 2014 15:40)

    Man fragt sich nur, was die sich überhaupt davon versprechen? Okkultismus ist kein Spiel, und das oben beschriebene schon gar nicht. Doch den meisten, die an sowas teilnehmen, ist noch nicht einmal das bewusst. Sie werden früher oder später "versklavt"

    Ja wir stecken mitten in der Endzeit. Wer Augen hat der sehe

  • #2

    maras-welt (Montag, 01 September 2014 16:06)


    Hi Mick,

    ich hoffe, dass die meisten, die daran teilnehmen, es lediglich aus Neugier tun und es für viele nur eine Möglichkeit ist, mal zu sehen was bei so einer schwarzen Messe zelebriert wird. Ich kann mir nicht vorstellen (oder eher: ich will mir nicht vorstellen), dass sie von einer "echten" schwarzen Messe, wie sie z. B. der neunte Zirkel betreibt, noch begeistert sind. Ich hoffe, ich liege in meiner Annahme richtig. Wenn nicht, dann wäre es echt verherrend!

    Sollen sie die Anhänger doch versklaven, die haben es nicht anders verdient. Mit denen hab ich kein Mitleid. Sie sollen nur die Kinder raushalten, da hört der Spaß auf.

    Ich glaube daran: Das Gute siegt am Ende doch!