2014: Das schlechteste Bienenjahr der Geschichte


Der Tod von Bienen geht in die Millionen - jährlich!!!
Der Tod von Bienen geht in die Millionen - jährlich!!!

Ich kann mich an die Phase erinnern, als der Aufschrei über das Bienensterben riesengroß war. Heute berichtet kaum einer mehr darüber und genau das ist es, wovon die Hersteller von Pestiziden wie Monsanto & Co. immer wieder profitieren: Von unserer Vergesslichkeit! Geändert hat sich nichts, im Gegenteil, es wird immer schlimmer.

 

Es wird erwartet, dass 2014 das schlechteste Bienenjahr der Geschichte wird. So berichtet das Umweltinstitut München e. V. in seinem neuesten Newsletter:

 

Obwohl sich immer mehr Menschen in Deutschland für die Imkerei interessieren, sinkt die Zahl der Bienen. Manfred Hederer, Präsident des deutschen Berufs- und Erwerbsimkerbundes, erwartet für 2014 das schlechteste Bienenjahr der Geschichte und das fünfte sehr schlechte Jahr in Folge. Deutschland importiert bereits 80 Prozent des verzehrten Honigs.

 

Die wichtigsten Gründe für das Bienensterben liegen in der industriellen Landwirtschaft. Auf intensiv genutzten Flächen finden Insekten zu wenige Blüten. Hinzu kommt der Einsatz von Pestiziden, die Bienen töten, schwächen oder verwirren. Beides trifft nicht nur die Honigbienen, sondern auch die für die Bestäubung wichtigen Wildbienen und Hummeln.

 

Das Umweltinstitut fordert eine Landwirtschaft mit weiten Fruchtfolgen und ohne Chemie. Nur eine ökologische Landwirtschaft hat Zukunft, weil nur sie die Bienen und ihre wilden Verwandten fördert, die für die Bestäubung vieler Pflanzen notwendig sind.

 

Persönliche Gespräche mit Imkern bestätigen diesen Trend, der nicht abzureißen scheint. Und hier sind wir, die Verbraucher, gefragt. Wenn wir immer wieder Qualität statt Quantität fordern, muss der Landwirt wieder umstellen, weil er sonst auf seinen Gütern sitzen bleibt.

 

Lieber ein paar Cent mehr bezahlen für Obst und Gemüse welches wir wirklich essen anstatt für den Mülleimer zu bezahlen. Im Endeffekt rechnet es sich nicht. Wenn wir bei Aldi für zwei Kilo Äpfel genauso viel bezahlen, wie für ein Kilo regionale Bio-Äpfel, von den Aldi-Äpfeln aber fast die Hälfte wegschmeißen, dann hat es sich für uns nicht gelohnt. Ich weiß, es ist anstrengend immer nur die Menge einzukaufen, die man wirklich isst, aber so tun wir etwas für die Region, die Gesundheit, den Geldbeutel und letzten Endes auch für die Bienen. Außerdem schmeckt es viel besser, wenn es nicht vorher tagelang im Plastikbeutel rumgelegen und vorher mit Pestiziden behandelt wurde.

 

Dazu brauchen wir nur einmal das gegenüberstellen was wir wegwerfen. Je voluminöser der Müll, desto mehr sollte man über eine wirtschaftliche Haushaltsführung nachdenken. Hervoragende Tipps sind:

 

  • Einkaufen nach Liste
  • niemals hungrig ohne Liste einkaufen, das verführt dazu, mehr einzupacken als man auch wirklich isst
  • keine Wocheneinkäufe, lieber für den Tag einkaufen
  • übergroße Familienpackungen meiden
  • Reste kochen bevorzugen - viele Rezepte gibt es im Netz
  • mit regionalem, saisonalem Obst und Gemüse kochen

 

Bei alldem ist wichtig, dass wir es bewusst tun. Und schon bald haben wir uns umkonditioniert. Und die Bienen werden es uns danken. Denn, wie sagte Albert Einstein so schön:

 

"Wenn die Bienen aussterben hat der Mensch nur noch vier Jahre zu leben."

 

Aber, es gibt auch gute Nachrichten zum Thema Bienen:

 

Mexikos Imker atmen auf: Monsanto verliert Anbaugenehmigung

 


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