Mal hü, mal hott - über die Verwirrungstaktiken der Mainstream-Medien


Dieses Pferd ist nicht mehr zu reiten - oder doch?
Dieses Pferd ist nicht mehr zu reiten - oder doch?

Heute habe ich mir das Video-Gespräch mit Alexander Wagandt und Jo Conrad (siehe unten) angeschaut und obwohl es sich teilweise ganz schön zieht, habe ich durchgehalten, denn es war hochinteressant. Und weil es so interessant war und ich dem einen oder anderen 2 Stunden und 26 Minuten ersparen möchte, gibt es von mir hier eine kleine Zusammenfassung.

 

Ich fasse allerdings nur die Themen zusammen, die ich für wichtig halte. Es wird hier also kein Protokoll, sondern ein persönlicher Zusammenschnitt. Im Großen und Ganzen geht es um die Mainstream-Medien und die Verwirrung die derzeit verstärkt gestreut wird. Zwar waren die Mainstream-Medien schon immer etwas verwirrend, aber zur Zeit zeichnet sich eine Klarheit ab, die schon sehr auffallend ist.

 

Kritische Zeitung in der Schweiz

 

In der Schweiz gibt es eine Zeitung, die kostenlos, in einer Auflage von ungefähr 110.000, zu bekommen ist. Dort wird so ziemlich über alles berichtet, was in den Mainstream-Medien keinen Einzug erhält. Sie hat das gleiche Format, wie eine Tageszeitung, sieht genauso aus, aber der Inhalt hat es in sich.

 

Finanziert wird sie ebenso von Werbung wie andere Zeitungen. Offensichtlich gibt es Unternehmen, die in solchen Zeitungen inserieren. Daran erkennt man, wie sich die Medien-Landschaft langsam verändert. Ein neuer Markt ist eröffnet. Die "Verschwörungstheoretiker" haben sich da wohl einen eigenen wachsenden Markt erschaffen. Wann kommt dieser Trend nach Deutschland? Das wäre doch eine super Alternative für Menschen, die kein Internet haben.

 

Auch online zu lesen: ExpressZeitung.ch


Diese Meldung passt zwar nicht zum Thema, sollte aber unbedingt erwähnt werden:

 

Kevin Annett vom ITCCS kommt nach Deutschland

 

Ich hatte schon mehrfach berichtet von der Arbeit des ITCCS (Internationales Tribunal für die Aufklärung der Verbrechen von Kirche und Staat). Nun kommt der Initiator dieses Tribunals nach Deutschland und hält in verschiedenen Städten Vorträge, über Ritualmorde und alles was damit zusammenhängt. Hier wirbt er auch noch mal explizit um die Unterstützung aus der Bevölkerung. Dabei geht es um die Einrichtung von Common Law Gerichten in möglichst vielen Ländern der Erde.

 

Das sind die Termine zu seiner Europa-Tour hier in Deutschland:

 

Die Vorträge werden in englischer Sprache gehalten und sofort übersetzt.

 

Einlass jeweils ab 17.00 Uhr / Vortragsbeginn: 18.00 Uhr / Eintritt: 10,- Euro/Person

 

Mi • 10.09. Oldenburg Hof Rolf Stolle • Tweelbäker Tredde 169 • 26135 Oldenburg / Krusenbusch

 

Fr • 12.09. Hamburg Forum Alstertal • Kritenbarg 18 • 22391 Hamburg

 

Sa • 13.09. Rostock Michaelis-Gemeinde Saal • Altbettelmönchstraße 3 • 18055 Rostock

 

So • 14.09. Berlin Viethaus AG • Leipziger Straße 54 • 10117 Berlin

 

Mo • 15.09. Leipzig Gohliser Gartenschänke • Möckernscher Weg 1 • 04158 Leipzig

 

Di • 16.09. Hannover Schwanenburg • Zur Schwanenburg 11 • Stichweh-Leinepark • 30453 Hannover

 

Mi • 17.09. Dortmund WIK • Westfälischer Industrieklub • Markt 6-8 • 44137 Dortmund

 

Do • 18.09. Saalfeld Gaststätte Bohlenblick • Geschwister-Scholl-Str. 7 • 07318 Saalfeld/Saale • Tel. 03671 670267

 

Fr • 19.09. Karlsruhe Mythos-Oberwald Gaststätte • Erlachseeweg 1 • 76227 Karlsruhe • Tel. 0721 41277

 

So • 21.09. Stuttgart Gasthaus Johannesgarten • Bauernwaldstr. 78 • 70195 Stuttgart

 

Links:

 

Unvorstellbares geschieht auf unserem Planeten

 

Tritt auch Papst Franziskus bald zurück

 

ITCCS - deutsch


Bühne frei für den nächsten Akt

 

Verschwörungstheorien oder die Meldungen die bisher als solche galten, kommen allmählich in den Schlagzeilen der Mainstream-Medien an. Langsam, aber sie sind klar zu verzeichnen. Doch es ist nach wie vor ein Kasperl-Theater. Aber das Publikum ist längst nicht mehr so blöd, wie lange Zeit angenommen.

 

Die Verkaufszahlen sinken, die Abonnenten werden immer weniger. Kein Wunder, bei der Anzahl an Medien, die in einem gut bestückten Zeitschriftenladen ausliegen. Und fast überall steht das gleiche drin. Propaganda vom Feinsten. Oft nur reißerische Schlagzeilen mit wenig Substanz. Das bekommen die Medien irgendwann zu spüren.

 

Und weil immer mehr Menschen aufwachen und begreifen, dass vieles nicht der Wahrheit entspricht, sind die Medien nun gefragt, ihre Strategien zu verändern. Sie müssen die Richtung wechseln, ohne gleich ganz in die Vollen zu gehen. Immerhin haben sie ihre Vorgaben. Nun müssen sie beides befriedigen: Den Leser und die Kontrolleure. Das tun sie Schritt für Schritt. Mal sehen, was dabei raus kommt.

Medien unter Druck

 

Die drei Chefredakteure der angesehensten Medien dürfen ihren Hut nehmen. Spiegel, Stern und Focus richten sich neu aus. Sie bringen nicht genug Kohle in den Keller. Woran mag das wohl liegen? Naja, ich bin jetzt kein Wirtschaftsexperte, aber es war doch klar, dass im Zeitalter des Internet irgendwann mal ein Einbruch der Printmedien zu erwarten war. Außerdem, wozu noch so eine Zeitschrift kaufen, wenn sie sowieso bei jedem zweiten Arzt im Wartezimmer ausliegt und die Wartezeiten so hoch sind. Da hat man schon mal ein zwei Artikel gelesen bis der Arzt kommt. Der Rest ist sowieso uninteressant. Wenn interessieren schon alle Artikel in einer Zeitung? Und je abgedroschener ein Artikel, desto weniger interessant ist er für den Leser. 

 

Die sollten sich eher über den Inhalt ihrer Artikel Gedanken machen, anstatt permanent ihre Mitarbeiter auszutauschen. Und sie sollten endlich aufhören sich als Pächter der Wahrheit anzupreisen. Der Leser von heute möchte seine Meinung kund tun und nicht mehr einfach nur fressen, was die Presse ihm vorwirft. Die Zeiten haben sich geändert. Der Leser hat inzwischen erkannt, auf welcher Seite eine Zeitschrift steht. Die Medien sind nicht unparteiisch, unpolitisch und neutral. Sie arbeiten nach Vorgaben und werden streng kontrolliert und das spiegelt sich in allen Texten wider.

 

Es gibt einen Unterschied zwischen seriöser Berichterstattung und Meinungsmache. Heute gibt es nur noch Meinungsmache. Und das haben die Leute satt.

 

Zeit Online: Unter Druck

Das grandiose Scheitern der Crash-Propheten

 

In diesem Artikel aus der WELT vom 18.8.14 werden alle belächelt, die einen Crash vorhergesagt haben. Daniel Eckert, Finanzexperte, der Autor dieses Artikels, nennt sie Crash-Propheten.

 

"Sie predigen das Ende des Euro, den Aktien-Crash und soziale Unruhen: Die Kassandras der Börse sind populär wie nie. Dabei zeigt ein Blick auf die Daten: Sie liegen oft daneben. Und zwar deutlich."

 

So, so: Ein Blick auf die Daten! Schwenke Deinen Blick lieber mal auf die Straßen, lieber Herr Eckert. Weg von den manipulierten Daten der Aktienbörse. Den Crash hatten wir schon, er wurde nur kurzerhand abgewendet. Das Ende des Euros steht kurz bevor (dazu kommen wir gleich) und die sozialen Unruhen - äh, da hat der Herr Eckert wohl was nicht mitbekommen -, die herrschen auf der ganzen Welt.

 

Kein Wunder, dass den Medien die Leser weglaufen, bei solchen Schrottmeldungen! Das ist übrigens eine Reuters-Meldung, heißt, Herr Eckert hat den Inhalt nicht mal durch sein Hirn gejagt, sondern inhaltlich so übernommen, wie es die Nachrichtenagentur in Umlauf gebracht hat. Nur ein bisschen editiert. Vielleicht waren ihm auch die Hände gebunden, weil sein Chefredakteur es ihm auf den Tisch geknallt und gesagt hat: "Mach was draus!"

 

Die WELT: Das grandiose Scheitern der Crash-Propheten

 

Finanzen.net: Die Hausse der Crashpropheten

 

Focus Online: Crash-Propheten: "Der Staat versucht, den Kapitalismus mit Kommunismus zu retten"

 

Wirtschaftswoche: Die Irrtümer der Crash-Propheten

(Dieser Artikel wurde übrigens ausgetauscht. Den vorherigen Artikel haben sie rausgenommen, er war fast identisch mit dem Artikel aus der Welt. Der vorherige Artikel war vom 21.8.14, der ausgetauschte vom 28.8.14. Das ist wichtig, denn sieben Tage später schreibt die WIWO etwas ganz anderes. Noch so eine Lesertäuschung!)

 

Immer die selbe Suppe, nur anders gewürzt!

Die Währungsunion ist eine Tragödie in mehreren Akten

 

Da sitzen wohl ein paar Crash-Propheten in der Redaktion der Wirtschaftswoche. Denn auf einmal - sieben Tage später - steht im selben Online-Magazin, welches die Crash-Propheten zuvor noch niedergemacht hat, etwas ganz anderes:

 

"Die massive Unterstützung der EZB für die staatliche Schuldenwirtschaft gaukelt der Eurozone eine Scheinstabilität vor. Tatsächlich entwickelt sie sich immer weiter auseinander."

 

Aber, nun gut. Was hat der Euro schon mit einem Crash zu tun. War ja nur eine der stärksten Währungen in der Vergangenheit. Und was hat Scheinstabilität mit einem Crash zu tun, genauso wenig. Ist doch egal, ob schein-stabil oder in-stabil, Hauptsache stabil.

 

Dieser Artikel zumindest, geht in die völlig andere Richtung und lässt im Grunde erkennen, dass die Crash-Propheten am Ende doch nicht so falsch liegen:

 

Wirtschaftswoche: Was die Bundesregierung nicht wahrhaben will

 

Und das soll den Leser nicht verwirren?

Spekulanten wetten auf den Absturz

 

Aha, hier sind es noch die Spekulanten, acht Tage später heißen sie Crash-Propheten. Nur, dass man den Spekulanten mehr glauben schenken darf, denn wer würde schon sein gutes Geld für etwas verwetten, wenn da nicht in absehbarer Zeit ein ordentlicher Gewinn bevorstehen würde. Wobei sich der Focus noch sehr zurückgehalten hat, in der Kritik an den Crash-Propheten. Sie haben sich lediglich für ein Interview mit den beiden Autoren Marc Friedrich und Matthias Weik (Der Crash ist die Lösung) erweichen lassen.

 

Nichtsdestotrotz schwemmt hier eine Flut der Verwirrung über uns. Sind wir jetzt stabil oder nicht? Stürzen wir ein oder nicht?

 

Focus-Online: Verbraucher und Sparer zahlen die Zeche: Wie EZB-Chef Draghi den Euro ruiniert

 

In dem Artikel steht es schwarz auf weiß: "EZB-Chef Mario Draghi bereitet die nächste Geldschwemme vor." Genau so hat man den Crash bisher verhindert. Er war ja schon da, nur nicht in der Form, wie wir uns einen Crash vorstellen. Die Fassade ist schon abgeblättert, jetzt geht`s ans Fundament.

Die Zukunft unseres Gelds

 

"Wie lange lebt die Währung noch? Wie das Zentralbank-Monopol unser Geld zerstört." So heißt es in einem weiteren Focus-Online-Artikel vom 28.8.14. Und das in einer Serie die da heißt: Die Zukunft unseres Geldes! Sind das nicht ebenso "prophetische" Aussagen, wie es die sogenannten Crash-Propheten tun?

 

Focus-Online: Wie lange lebt die Währung noch? Wie das Zentralbank-Monopol unser Geld zerstört

 

Am Ende des Artikels wird sogar ein Video angepriesen mit dem Titel: "Die Geldflut der EZB wird kein gutes Ende nehmen". Hier spricht der Top-Ökonom Jürgen Stark von einer Katastrophe. Jetzt muss mir mal einer erklären, wo hier der Unterschied liegt. Wenn ein Crash-Prophet so etwas behauptet ist es eine Verschwörungstheorie, wenn ein Top-Ökonom das ausspricht ist es eine Analyse oder Prognose. Wenn das keine Verwirrung schafft, dann weiß ich auch nicht.

 

Focus-Online-Video: "Die Geldflut der EZB wird kein gutes Ende nehmen"

Finanzpolitische Atombombe

 

Es wird immer besser. Jetzt trauen sich die Medien schon unsere Finanzpolitik mit einer Atombombe zu betiteln. Von einer "Lebensverlängerung für Todgeweihte" ist die Rede. Wieder einmal wird hier allem widersprochen, was die Medien Jahre lang in den Wind geblasen haben. Uns ginge es gut, der Euro ist supi und Europa ist sowieso das Beste was uns je passiert ist. Inzwischen erkennt man an, dass so ziemlich alles scheiße gelaufen ist und versucht sich nun in Schadensbegrenzung. Damit nachher keiner sagen kann: "Wir haben es doch gesagt!" Jetzt können sie sagen: "Wir doch auch!"

 

Focus-Online: Finanzpolitische Atombombe: Draghis sinnloser Versuch, den Euro zu retten

Schäuble: "Draghi kann dem Euro nicht mehr helfen"

 

Hier wird ganz deutlich, wie sich nicht etwa der Wind dreht, sondern, wie Alexander Wagandt so schön erkannt hat, lediglich die Fahnen neu ausgerichtet werden. Der Wind weht schon seit geraumer Zeit aus der gleichen Richtung. Jetzt taucht wohl für einige die Frage auf: Täuschen wir das Volk weiterhin oder geben wir endlich mal zu, dass wir Fehler gemacht haben?

 

Schäuble gibt zu, dass der Euro als Gesamtwährung nicht mehr zu retten ist. Aber Deutschland ginge es immer noch gut. Ein Mantra, welches er endlich mal austauschen sollte. Jeder solle sich jetzt selbst um sich kümmern. Aber wie war das nochmal? Ist da nicht die Sache mit dem ESM, den der Herr Schäuble so vehement verteidigt hat? Der Rettungsschirm, der uns alle vereinen und mit dem wir uns gegenseitig helfen sollten. Der ist schon so ausgelutscht, der rettet niemanden mehr. Zum Glück vertraut er den Konsumenten und Investoren, die weiterhin ihr hart verdientes Geld in ein mieses Finanzsystem blasen sollen. Das ist an Dreistigkeit kaum noch zu überbieten. 

 

Wir hängen alle an einem Strang, wenn die anderen untergehen, gehen wir mit.

 

Finanzen100.de: Schäuble: "Draghi kann dem Euro nicht mehr helfen"

Der private Verbrauch ist mit knapp 60 Prozent die wichtigste Stütze der deutschen Wirtschaft

 

Also, liebe Leute, hört bloß nicht auf zu konsumieren. Unsere Wirtschaft liegt zum größten Teil in unseren Händen. Das hat Schäuble ja schon in seinem vorangegangenem Artikel geäußert.

 

Die Österreicher schreiben das, was viele denken: Deutschland steht vor der Rezession. Die Frage ist nicht ob, sondern wann. Dahingehend sind sich Propheten und Experten fast schon einig.

 

Format.at: Weltmeister, na und? Deutschland steht vor der Rezession

Der "König der Wall-Street" soll den Euro retten

 

Wie tief muss die EZB, mit ihrem Zugpferd Draghi, gesunken sein, dass sie sich nun den BlackRock-Inhaber Larry Fink ins Haus holt? Es ist zwar so, dass BlackRock sowieso überall seine schmierigen Finger drinstecken hat, aber dass sie das jetzt ganz offiziell tun sollen, das ist etwas gänzlich neues. Offiziell, aber nicht legal, denn es ist per Gesetz verboten, einem unabhängigen Experten die Kontrolle zu übergeben. 

 

Noch so ein Verschwörungsding, welches jetzt an die Oberfläche kommt, galt Larry Fink doch bisher eher als Hintermann. Dass er sich nun so präsentiert ist schon aussergewöhnlich. Wer ihn immer noch nicht kennt, der sollte sich diese Doku anschauen: Wie Blackrock mittels Geld die Welt regiert!

 

Was das für uns zu bedeuten hat, kann man hier nachlesen:

 

DWN: BlackRock: Draghi holt den „König der Wall Street“ als Berater zur EZB

 

"Hier wird ganz deutlich die Fallhöhe erhöht. Wenn es kracht, dann wird es so krachen, dass nichts mehr übrig bleibt." Alexander Wagandt

Jetzt kommt er doch - der Crash!

 

Noch ein paar Artikel zuvor werden die Crash-Propheten diskreditiert, jetzt werden sie zitiert. Da heißt es, unter der Rubrik Düstere Zeichen, auf einmal: "China, USA, Frankreich: Warum der große Finanz-Crash auf jeden Fall kommt", und das nicht als Frage, wie es so gerne von der Presse angewandt wird, sondern als Feststellung. Weitere Überschriften aus der Serie:

 

Bye-bye, Boom! Ende der goldenen Zeiten in China

Die USA: Alles nur eine glitzernde Fassade?

Japan mit Premierminister Abe auf Kamikazekurs

Großbritanniens Wirtschaft in desolatem Zustand

Frankreich rutscht immer weiter in die Krise

Spaniens Abwärtsspirale: Alles Sparen hilft nichts

Italiens Industrie schrumpft um ein Viertel 

 

So schnell findet eine Wandlung statt. Auf einmal gibt das von den Autoren geschriebene Buch "Der Crash ist die Lösung" Sinn.

 

Focus-Online: China, USA, Frankreich: Warum der große Finanz-Crash auf jeden Fall kommt

Abschwung? Aufschwung? Ja was jetzt eigentlich?

 

Mal hü, mal hott... hier wird das tote Pferd zum x-ten Mal bestiegen. Noch ein paar Tage zuvor hat man die USA in einem Artikel (Die USA: Alles nur eine glitzernde Fassade?) für tot erklärt. Jetzt sattelt dasselbe Online-Magazin (Focus-Online) das tote Pferd ein weiteres Mal: "Amerika schlägt Europa. Vergessen Sie den Euro: Wie Anleger vom Aufschwung der USA profitieren". 

 

Wenn der Leser nicht gerade komplett hirnamputiert ist, dann muss er doch eigentlich merken, dass in den Mainstream-Medien zur Zeit keinerlei Stabilität vorhanden ist. Es wird kunterbunt berichtet. Haben die denn keine Redaktionsbesprechung? Da müsste es doch heißen: "Oh, das könnt ihr nicht schreiben, wir haben die USA erst vor vier Tagen tot geschrieben. Jetzt könnt ihr sie nicht einfach wiederbeleben!" Aber so einen Satz äußerst wahrscheinlich schon längst kein Redakteur mehr. Sonst darf er seinen Schreibtisch räumen, so viel ist klar.

 

Aber, nein, der Durchschnittsleser ist nicht hirnamputiert, er ist auch nicht blöd, er wird nur so weit bewusst verwirrt, dass er am Ende an sich selbst zweifelt. Der studierte Journalist muss es doch besser wissen. Die sitzen doch an der Quelle, dann muss es doch stimmen. So wie die Ärzte lange Zeit als "Götter in weiß" behandelt wurden, so hat man die Journalisten als "Bringer der Wahrheit" angesehen. Der Berufsstand an sich kann durchaus damit verglichen werden, würde man nur die Fäden abschneiden, welche die Pharmaindustrie bei den Ärzten und die Presseagenturen bei den Journalisten angebracht haben. 

 

Focus-Online: Vergessen Sie den Euro: Wie Anleger vom Aufschwung der USA profitieren

Die Finanz-Eliten sind mit ihrem Latein am Ende

 

Wer jetzt gedacht hat das war`s, der sei hier eines Besseren belehrt. Jetzt kommen erst die richtig guten Ideen an die Oberfläche. Hier kommt die Lösung aller Probleme, direkt aus den USA: "Zentralbanken sollen Geld an die Bürger direkt verschenken!"

 

"Die angesehene Zeitschrift Foreign Affairs bringt einen radikalen Vorschlag zur Beendigung der globalen Ungleichheit zwischen Arm und Reich; Die Zentralbanken sollten ermächtigt werden, Geld direkt an die Bürger zu verschenken. Mit diesem Ansatz würde das Problem beseitigt, dass heute ein Großteil des billigen Geldes im Banken-System hängenbleibt. Allerdings würde das monetäre Paradies auf Erden eine Hyperinflation auslösen. Die Idee zeigt: Die Finanz-Eliten sind mit ihrem Latein am Ende."

(Deutsche-Wirtschafts-Nachrichten)

 

Ja, super! Immer her mit. Dann ist das Chaos komplett.

 

Nicht die Zentralbanken sollten das Geld direkt an die Bürger verschenken, sondern die unverschämt Reichen sollen sich von ihren Reichtümern verabschieden und eine gerechte Umverteilung einleiten. Alleine schon deshalb, damit sich alle Menschen auf Augenhöhe begegnen können und die Macht, die durch Geld gegeben ist, ihre Kontrollmechanismen verliert. Denn bei Geld geht es einzig und alleine um Kontrolle. Es ist eines der mächtigsten, wenn nicht sogar DAS mächtigste Mittel zur Versklavung der Menschheit.

 

Das System muss kippen. Denn wenn das System nicht beendet wird, landet das verschenkte Geld immer wieder dort hin, wo es heute auch hinfließt: zu den Banken. Dies scheint nur ein Vorschlag zu sein, um die Hoffnung der Bevölkerung anzukurbeln. Die Banken sind riesige Staubsauger, die alles Geld, welches im Umlauf ist, sofort wieder an sich reißen - egal, woher es kommt.

 

DWN: US-Vorschlag: Zentralbanken sollen Geld an die Bürger direkt verschenken


Die beiden nachfolgenden Meldungen betreffen zwar nicht die Mainstream-Medien, auch wenn sie daher kommen, aber ich möchte sie dennoch miteinfügen. Einfach nur, damit sie nicht untergehen!

Bundespolizei ist Pleite

 

Das Kelheimer Wochenblatt bringt in einer "Spiegel-Vorabmeldung", dass die Bundespolizei zahlungsunfähig ist und deshalb schon ab diesem Monat keine Mieten mehr bezahlen wird. Im Moment findet man, außer dieser Randmeldung, nichts dergleichen in den Mainstream-Medien. Allerdings gibt es ältere Meldungen, die immer wieder über Kürzungen im Haushalt bei der inneren Sicherheit schreiben. Schon im Jahr 2011 waren die Finanzen der Polizei erschöpft und sie befinden sich seither ständig unter Spardruck.

 

Da bin ich mal gespannt, wie die Konsequenzen hierbei aussehen werden. Werden die Reviere etwa zwangsgeräumt, sollten keine weiteren Zahlungen eingehen? Oder wie handhabt es die Regierung, wenn sie mit Dingen konfrontiert wird, mit denen die Bürger tagtäglich zu kämpfen haben? Gehen sie dann mit sich selbst ins Gericht? Werden dann Inkasso-Unternehmen mit der Eintreibung beauftragt? Haben die Gläubiger überhaupt eine Chance an ihre rückständigen Zahlungen zu kommen? Und, wer übernimmt die Zwangsräumung der Polizeistationen? Die Polizei selbst? Kaum zu glauben!

 

Kelheimer Wochenblatt: Die Bundespolizei ist pleite – und will keine Miete mehr zahlen

Geldmangel öffnet Verbrechern Tür und Tor

 

Es ist ja nicht so, dass die Haushaltskürzungen nur die Immobilien betreffen. Das Personal hat genauso darunter zu leiden. In Berlin ist die Polizei schon so weit, dass sie nur noch ermittelt, wenn sie eine Aussicht auf Erfolg hat. Heißt, da muss man schon den Täter benennen können oder gleich mitbringen, am besten noch mit glasklaren Beweisen in der Tasche, die dann nur noch zur Vollstreckung vorgelegt werden können. Kleinere Delikte, wie Diebstähle oder Sachbeschädigungen, werden kaum mehr verfolgt.

 

Geldmangel ruft bei der Polizei ebenso Personalmangel hervor. Natürlich können keine neuen Polizisten eingestellt werden und die alten können nicht in den Vorruhestand geschickt werden. Also, müssen die älteren Polizisten ihre volle Zeit absitzen. Das hat zur Folge, dass die Polizei "veraltet". Zudem kann man sich vorstellen, dass sich ein sechzigjähriger Polizist nicht mehr so ins Zeug legt, wie ein junger, der die Karriereleiter noch zu begehen hat.

 

Auch hier erkennen wir wieder glasklar den Systemfehler. Wäre unser System nicht so aufgebaut, wie es ist, dann käme es auch nicht zu solchen Delikten wie Diebstahl oder Beschädigung. Habgier und Unzufriedenheit werden aus dem System heraus geboren. Eine zufriedene Gesellschaft bestiehlt sich nicht und wenn etwas allen gehört, wird es auch selten beschädigt.

 

Berliner Zeitung: Berliner Polizei ermittelt nur bei Aussicht auf Erfolg


Da es sich doch um eine gewaltige Fülle an Informationen handelt, die Alexander Wagandt in das fast dreieinhalbstündige Gespräch gepackt hat, werde ich den Artikel spalten und eine Fortsetzung schreiben. Die Fortsetzung behandelt zudem andere Themen und würden jetzt gar nicht zur Überschrift passen.

 

Also, freut Euch auf die Fortsetzung!


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