Der 3. Oktober als "Tag der Wahrheit"


Es ist nicht leicht, sich für die Wahrheit einzusetzen. Egal ob Ärzte, Richter, Polizisten, Politiker, Staatsbedienstete oder eben Journalisten - sie alle bewegen sich auf dünnem Eis, sobald sie das tun, was eigentlich ihre Berufung ist. Sie alle unterliegen einem System, welches bestimmt, wie sie zu schalten und zu walten haben. Da bleibt wenig Spielraum. Und wer sich dagegen auflehnt, der hat verloren und darf seinen Stuhl und/oder seinen Schreibtisch räumen.

 

Die einzige Möglichkeit, die diese Berufsgruppen vor dem Ausschluß bewahrt, ist die Geschlossenheit. Wenn sich, wie in diesem konkreten Fall, alle Journalisten zusammenschließen und (auch wenn nur für einen einzigen Tag) endlich einmal das tun würden, was ihre Berufung ist, nämlich die Wahrheit ans Licht zu bringen oder zu schweigen, dann könnte keiner dafür zur Rechenschaft gezogen werden.

 

Aber was ist die Wahrheit? Kann der Leser das noch unterscheiden? Würde die Wahrheit nicht untergehen oder vorbeiziehen, wie ein leises Windchen, wenn sie nur an einem einzigen Tag geschrieben werden würde? Ich habe erst kürzlich eine chinesische Weisheit gelesen: "Wer nach der Wahrheit sucht, darf nicht erschrecken, wenn er sie findet." Da ist wohl was dran. Die wenigsten wollen die Wahrheit überhaupt wissen, denn Wahrheit kann äußerst schmerzhaft sein. Vielen ist es lieber, wenn sie die Welt vorgegauckelt bekommen, so, wie sie sie kennen. Die gleichen Feinde, die gleichen Freunde. Auch wenn Negatives berichtet wird und es sich dabei um eine Lüge handelt, es ist zumindest eine gewohnte Lüge.

 

Wie viele kämen damit zurecht, wenn sie erfahren würden, dass wir in einem chaotischen besetzten Land, ohne eigene Handlungsfähigkeiten, leben? Nur diejenigen, die sich sowieso schon auf den Weg der Wahrheitsfindung begeben haben. All die Wahrheiten stehen doch schon längst in einem verschwörungstheoretischem Licht. Da wird es extrem schwierig, diese wieder in ein rechtes Licht zu führen. Dafür reicht ein Tag nicht aus. Wie schon erwähnt: Diese Wahrheiten würden gar nicht beachtet! 

 

Gesetztenfalls alle Journalisten würden sich an diesem Aufruf beteiligen, würden sie ja zugeben müssen, dass sie sonst nicht die Wahrheit schreiben. Dagegen halte ich den Aufruf, sich, als guter freier Journalist, von den Mainstream-Medien abzuwenden, für wesentlich effektiver. Dafür bedarf es allerdings einer dicken Haut und einer ordentlichen Portion Mut. Wobei man hier auch wieder extrem aufpassen muss, dass sich nicht wieder ein paar Troll-Journalisten in die alternativen Medien einschleußen und die Wahrheit so verdrehen, dass sie am Ende doch wieder zur Lüge wird. Nichts hat wohl so viele Feinde wie die Wahrheit.

 

Aber nun gut, es ist ein Anfang und ein Anstoß zum Nachdenken für jeden Journalisten. Deshalb unterstütze ich den Aufruf.

 

Zurück zum Aufruf: Eva Herman, Christoph Hörstel, Michael Mross, Udo Ulfkotte uvm., rufen zum "Tag der Wahrheit" am 3. Oktober 2014 auf:

 

Tag der Wahrheit

 

Ehrliche Journalisten verweigern den Kriegstreiberdienst.

 

Am 3. Oktober 2014 ist „Tag der Wahrheit“. Alle weisungsgebundenen Journalisten sind aufgerufen, kollektiv in Lügenstreik zu treten, den Kriegstreiberdienst zu verweigern, keine Propaganda mehr zu verbreiten und einen Tag lang nur nach bestem Wissen und Gewissen objektiv zu berichten – oder zu schweigen.

 

Im Zeitalter des Internets werden die Massenmedien zum Auslaufmodell, denn Manipulation und Lügen können sich wegen der zunehmenden Vernetzung der Menschen immer weniger halten. Sinkende Einschaltquoten und Auflagenzahlen sind die logische Folge und immer deutlicher erkennbar. Der Jobverlust ist nur eine Frage der Zeit für alle Journalisten, die ihre Redaktionsfirma nicht auf einen ehrenhaften Kurs lenken. Währenddessen tut sich eine immer größere Marktlücke für ehrlichen Journalismus auf.

 

Quelle: Wissensmanufaktur.net


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