Nichts bleibt hier dem Zufall überlassen: Food Design (Doku)


Ca. zwei Jahre dauert es, bis ein neu designtes Lebensmittel den Weg in die Verkaufsregale findet. Bis dahin hat es einen langen Weg hinter sich. Es wird ge-photoshop-t, ge-sound-et, durch chemische Labors gejagt und getestet was das Zeug hält, natürlich von zig Probanden. Man könnte sagen, ein Lebensmittelprodukt wird einer rigorosen Psychoanalyse unterzogen. Es wird beseelt und zu etwas gemacht, dass bei uns Menschen Assosationen hervorruft, die uns praktisch zwingen, dieses Produkt zu mögen.

 

Die Anzahl der Bedingungen, die ein Produkt erfüllen muss, ist hoch. Es braucht die richtige Form, Farbe, Konsistenz, den perfekten Geruch und Geschmack. Um herauszufinden, bei was die Mehrheit am liebsten anbeißt, werden Millionen ausgegeben. Die neueste Technik unterstützt die Food-Designer dabei, aber nicht nur das, auch aus der Tierwelt können wir lernen. Dabei sind es gerade die Food-Designer die uns sehr stark konditioniert haben und uns ebenso manipulieren und lenken, wie Werbefachleute.

 

Wer Kinder hat, der weiß, was ich meine. Babys kann man noch unbehandelte, oftmals farblose, ungewürzte, pürierte Lebensmittel vorsetzten, keines beschwert sich wegen Form, Farbe oder Geschmack. Erst im Alter beginnen wir, ihnen unsere designten, gewürzten, hübsch angerichteten Lebensmittel vorzusetzen. Wir erziehen das Kind in eine bestimmte Essgewohnheit. Meistens so, wie wir es gelernt haben. Ein Kind, dass über Jahre hinweg nur Tütchen-Fraß bekommt, wird sich schwer, wenn nicht sogar nie, an frische Lebensmittel umgewöhnen, weil ihm einfach die Geschmacksverstärker und die schönen Bildchen fehlen.

 

Insgesamt lassen wir uns mal wieder viel zu sehr be-eindrucken. Dabei hat die Natur viel mehr zu bieten, als es ein technisiertes Lebensmittellabor je hinbekommen würde.

 


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